Wacken 2019 – Freitag und meine Highlights

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Wacken 2019 – Freitag

Endlich war der Wacken 2019 – Freitag gekommen….was das Lineup betraf, standen meine persönlichen Highlights auf dem Programm. Eigentlich wollte ich schon zu Jinjer auf dem Platz sein, aber 11 Uhr war dann doch etwas zu zeitig. Um 11.50 Uhr standen dann Downfall of Gaia auf dem Programm. Das aktuelle Album habe ich hier ziemlich abgefeiert KLICK. Ihren Auftritt mit Mantar bei uns in der Ecke hatte ich aus Termingründen verpasst. Es gab also was nachzuholen und so machte ich mich alleine gegen 11.30 Uhr auf Richtung Headbangers Stage. Der Rest war anscheinend noch nicht in Musik Laune. Bah, war das ätzend schwül an dem Morgen…dann bin ich noch im Stechschritt gelaufen, um pünktlich zu sein…war nicht so schön, die ersten 20min, da die Bühne auch noch in einem Zelt war, wo das mit der Luftzirkulation nicht so richtig geil funktioniert hat 😉

Downfall of Gaia

Egal, nach einer etwas längeren Akklimatisierungsphase hatte ich mich eingewöhnt und war bereit für geile Musik. Der Platz vor der Headbangers Stage war noch beängstigend leer, ich hatte schon etwas Bedenken, dass das für die Musiker richtig Kacke wird. So auf ein quasi nicht vorhandenes Publikum zu schauen, ist als Musiker vermutlich ziemlich ätzend.  Aber 5 Minuten später war es plötzlich gut gefüllt, als hätte man einen Knopf gedrückt…und es wurde noch voller mit der Zeit. Gute 40 Minuten Spielzeit standen auf dem Programm. Ich hatte irgendwie gehofft, das sie das komplette neue Album spielen. 4 Songs daraus sind es am Ende geworden…und genau mein Lieblingslied „As our Bones break to the Dance“ mal wieder nicht. Ich hab mit sowas immer Glück. Liegt an meiner Vorliebe für die hinteren Lieder auf den CDs 😉 Wo wir gerade dabei sind, hier ein schönes Drum Playthrough von Schlagzeuger Michael Kadnar zu dem Track.

Das Publikum war vom Auftritt begeistert. Der Sound war absolut top, die Musiker gut drauf, die Kombination mit den 2 Sängern ist nur geil…ein totales live Erlebnis. Wie schon vom Album war ich auch live total geflasht von der Band…komplett weggebrettert. Als Michael Kadnar beim letzten Song sich anschickte, sein Drum Set zu zertrommeln (man hat der da drauf gehauen), war es endgültig um mich geschehen. 1a mit Sternchen und Zucker oben drauf. Das schwüle Klima, das verschwitzte Shirt…war alles vergessen. Kennt ihr das, wenn euch beim Musik hören so eine Art Glücksgefühl überkommt? So ging mir das da…ich könnte jetzt noch nen Tränchen der Freude verdrücken…schluchz.

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Die kack Dachluke

Das doofe (oder wohl eher das gute) war, das mir irgendwann was einfiel…ich hatte die Dachluke vom Wohnmobil aufgelassen. Was mindestens genau so doof war…der Amp von Tobbe (Bassist von Night in Gales) stand genau dadrunter, es war Regen angesagt, ich hatte die Tür abgeschlossen und den Schlüssel in der Hosentasche. Äh ja. Also zurück zum Shuttle Bus gelatscht und mich wieder zum Artist Camping fahren lassen…komme an unserem Camp an und das erste was ich höre…“Eh du Sack bist mit dem Schlüssel abgehauen, wir haben keine kalten Getränke“. Huch, sooorry 😉

Abbruch, Abbruch…

Eigentlich wollte ich mich wieder auf den Weg machen, denn um 14.40 Uhr sollte die zweite Band spielen, die ich neben Downfall of Gaia unbedingt sehen wollte…Nailed to Obscurity. Da war ich ebenfalls terminlich verhindert, als die mal in der Nähe gespielt haben. Von daher war der Auftritt für mich Pflicht. Außerdem habe ich mit Sänger Raimund mal so ein richtig nettes Interview geführt. Wenn Du das nochmal lesen magst, dann KLICK. Dazu habe ich vor allem ihr vorletztes Album total abgefeiert und höre es immer noch sehr gerne…das Review findest Du hier KLICK. Raimund ist mir im Artist Village noch vor die Füße gelaufen und ich hab ihm ein wenig Equipment tragen geholfen…super netter Kerl, hat mich gefreut, dass wir uns endlich mal kennen gelernt haben. Aber noch bevor ich zum Gig aufbrechen konnte, gab es eine Unwetter Warnung und das Gelände wurde, wie schon am Mittwoch, evakuiert.

I’m singing in the Rain…

Also bisher hatten wir ja wirklich sehr viel Glück mit dem Wacken Wetter. Meine extra angeschafften Gummistiefel waren daher noch unbenutzt. Endlich zahlte sich auch der Pavillon noch mehr aus. Diente er bisher „nur“ als Sonnenschutz, so trotzte er nun dem Regen und bot uns einen trockenen Sitzplatz. Nach einem recht kurzen Regenguss von vielleicht 30 Minuten war alles schon wieder vorbei. Dadurch war nun aber der komplette Spielplan durcheinander. Irgendwann kam das „OK“ über die Wacken App, die Shows sollten weiter gehen. Nailed to Obscurity hatte man zeitlich deutlich nach hinten und auf die Beergardenstage verlegt…auch ok, da war ich bisher noch nicht. Vorher stand aber noch was ganz anderes auf dem Programm…Body Count in da House!

Der Krachmucker

Wir wollten dann irgendwann alle Richtung Festivalgelände und stellten uns an der Haltestelle für den Shuttlebus an. Ich drehte mich um und da stand der Ernie von Krachmucker.tv hinter mir. Wer seinen Youtube Channel noch nicht kennt, KLICK. Jedenfalls habe ich mich dann umgewandt, höflich vorgestellt und wir haben uns bis zur Busankunft sehr nett unterhalten. Ernie, du alter Lauser…bist echt nen richtig guter Typ…ich hoffe, dass sich unsere Wege nochmal kreuzen werden 🙂

Body Count

Endlich zurück im Infield und Ice-T stand schon mit seiner Band auf der Bühne. Ich denke, die Gruppe wird gespaltene Meinungen bei den Zuschauern hinterlassen haben. Um es vorweg zu nehmen…ich fand sie gut. Habe da allerdings auch persönlichen Bezug zu…die erste Body Count Scheibe war halt Kult damals, so mit 14 oder 15. Das wurde rauf und runter gehört. Ice-T hatte richtig Bock, es wurde ein wenig Slayer gecovert und Copkiller gespielt. Sogar „Disorder“ vom damaligen Soundtrack zum Film „Judgement Night“ gab es zu hören. Dazu dann einige ausschweifende Ansagen.  Auf der Suche nach dem jüngsten Fan hat „Uncle Ice“ dann noch einen 10-jährigen Jungen aus dem Publikum adoptiert, den er zuerst für ein Mädchen hielt. Ich habe es als passend und brauchbar empfunden. War schön, die Band mal live gesehen zu haben.

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Anthrax oder Nailed to Obscurity

Nach Body Count, kam es zur großen Entscheidung. Anthrax und NTO spielten zeitgleich…alle aus der Gruppe wollten Anthrax schauen. Und weil „alle“, zumindest in dieser Hinsicht, leider keine Ahnung hatten, bin ich nach 10min Anthrax alleine zur Beergarden Stage gewandert, um mir endlich Nailed to Obscurity zu geben 😉 Und was soll ich sagen? Alles richtig gemacht, Moldi. Grandios. Raimund live mit einer mega Stimme und ich muss den Tontechniker nochmal loben, was der für einen Sound zusammengezaubert hat. Einfach nur genial. Man was haben die mir Spaß gemacht, richtig geil. Festival quasi fertig…viel besser konnte es für mich nach Downfall of Gaia und NTO nicht mehr werden…fehlten nur noch Night in Gales am Samstag 🙂

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Lost in the Holy Ground

Durch die Trennung von meiner Gruppe bestand quasi keine Chance mehr, diese nach meinem Ausflug zum Biergarten wieder zu finden. Diverse Anrufversuche blieben erfolglos. Also bin ich irgendwann ins Artist Village gelaufen, in der Hoffnung, da jemanden von meinem Trüppchen aufgabeln zu können. Als ich so da rein latschte, sah ich am ersten Stehtisch nen Typen stehen…man den kennst Du doch? Michael Kadnar, der Drummer von Downfall of Gaia. Ok, ich weiß…man macht so nen Kack im Artist Bereich ja eigentlich nicht, aber ich dachte in dem Moment…“vielleicht hat der ja gleich mal Bock auf nen Selfie“? Also lief ich zu dem Tisch und die waren alle am Quatschen, ich wollte nicht unfreundlich sein und dazwischen reden…also stand ich da so rum, die Sekunden wurden immer länger, ich kam mir langsam vor wie ein Idiot. Plötzlich drehten sich 2 Leute zu mir um und guckten mich erwartungsvoll an…äh ja, plötzlich war ich im Fokus und irgendwas musste ich sagen. Ich kam mir also reichlich dämlich vor, wie ich da so stand und dachte, mit dem Selfie Quatsch fängst Du jetzt nicht an. Das gibt direkt ne Kelle.

Kelle oder Gespräch?

Also habe ich angefangen, über den Gig zu quatschen und es stellte sich schnell raus, das passenderweise die komplette Band an dem Tisch stand. Ja und dann kamen wir so richtig ins Sprechen, ich bekam ein Bier angeboten und fühlte mich so gar nicht mehr als Störenfried. Anfangs noch etwas wackelig mit leicht rostigem Englisch unterwegs, wurde das mit der Zeit immer besser. Dann bekam ich irgendwann natürlich auch mein Foto…und wer sich jetzt fragt, wer da wer ist…also der gut aussehende Typ bin nicht ich 😉

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Wir redeten und tranken und irgendwann meinte Michael dann zu mir „Let’s watch some Cradle“. Ok, ich dachte, wir gehen dann irgendwo in die Menge…aber nein, er meinte Backstage zur Bühne. Wir standen dann da, ich fühlte mich etwas deplaziert, neben Cradle of Filth an der Bühne zu stehen…aber solange uns keiner raus werfen wollte, passte das schon 😉

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Nach ein paar Minuten zogen wir wieder ab, gen Artist Village, um weitere Biere zu leeren. Irgendwann kam die Frage, ob ich Lust auf Meshuggah hätte.  Na logisch hatte ich, die standen sowieso auf meinem Plan. Also kämpften wir uns durchs Infield zur Louder Bühne, tranken weiter Bier und genossen Meshuggah. Ein wirklich solider Auftritt der Kombo, hat Spaß gemacht. Leider musste Michael mit der Band danach abreisen…für mich jedenfalls ein absolut cooles Erlebnis. Sehr nette Jungs, die Downfall of Gaia Leute, auch mit Sänger und Bassist Anton hatte ich mich noch länger unterhalten.

Ausklang des Abends mit ein wenig Slayer

Etwas angeschlagen von der ein oder anderen Dose Becks Bier habe ich mir dann Slayer gegeben. Ich hab geteilte Meinungen gelesen…für mich waren Auftritt und Sound ok. Es war glaube ich das letzte Open Air für Slayer in Europa, oder hab ich das falsch im Kopf? Nach Slayer war ich eigentlich noch scharf auf Opeth. Deren ersten 2 Songs waren aber dermaßen dudelig, das ich etwas entnervt abgehauen bin. War ja auch schon spät genug, der Tag voller Ereignisse und einer sollte ja noch folgen 😉

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Falls Du Tag 1 verpasst hast, findest Du ihn hier KLICK und Tag 2 hier KLICK.

 

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Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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