Party.San 2026 Recap – Samstag und Fazit
Cover Bands und Start in den Tag
Der letzte Tag sollte, auch für mich, eigentlich mit Gorefunest und For Victory starten. Gorefest und Bolt Thrower Coverbands vom feinsten. Aber Leute…10 Uhr, echt jetzt? Das ist etwas Perlen vor die Säue geworfen. Am dritten Tag. Ich meine, wir sind alle schon was älter. Der Vorabend war hart, richtig hart. So sehr ich auch wollte, ich bin nicht hochgekommen. So musste ich auch das Grindcorefrühstück mit GUT sausen lassen. Und so viel sei vorab gesagt, das zog sich irgendwie durch den ganzen Samstag. Aufgrund technischer Probleme müssen wir leider ohne Fotos auskommen, sorry.
Gates of Ishtar
Aber für Gates of Ishtar gab es keine Ausreden. Todesmutig ein Konterbier angesetzt und auf zum Platz. Wenn alte schwedische Melo Death Recken rufen, die man noch nie live gesehen hat, dann geht man gefälligst hin. Eigentlich sollte die Band schon 2016 auf dem Party.San spielen. Leider verstarb Drummer Oskar kurz vorher. So gab es die PSOA Premiere erst in diesem Jahr. Anfänglichen Soundproblemen zum Trotz legte die Band einen launigen Auftritt hin. In Summe war der Gesang einfach zu leise abgemischt und wie schon bei vielen Bands zu vor, überlagerte der Bass der Kickdrum etwas die anderen Instrumente. Davon unbeirrt gab die Band ein paar ältere Songs zum Besten und spielte auch 2 Lieder vom kommenden Album, dass im Januar 2027 erscheinen wird. Im direkten Melo Death vergleich hatten A Canorous Quintett am Vortag mich etwas mehr mitgenommen. Aber in Summe ein guter Auftritt.
Samstag Mittag
Wie oben schon erwähnt, schliffen wir uns so durch den Tag und verbrachten aus zwei Gründen recht viel Zeit am Camper. 1. war der Schädel deutlich und 2. lockten uns die Bands auch einfach nicht vor die Bühnen. Temple of Dread hätte ich gern gesehen, habe ich aber leider einfach verpennt. Zu Firespawn konnte sich immerhin mein Kollege aufraffen, der davon auch sehr angetan war. Groza mag ich eigentlich sehr gerne, aber mir war nicht so nach melodischem Black Metal, daher nur aus der Ferne gehört, was aber gefallen hat.
Murder Squad
So richtig weiter ging es dann mit Murder Squad. Ich musste gestehen, ich kannte die Band vorher nicht und war reichlich überrascht, den Sänger von Dismember am Mikrofon zu sehen. Die schwedische Supergroup (Mitglieder von Dismember, Unanimated, Merciless & Entombed) zelebrierten schwedischen Old School Death Metal und das war ein schönes Paket. Dismember selbst hatten mir 2022 zwar besser gefallen, aber Spaß hat das trotzdem gemacht.
Sunken
In diesem Jahr habe ich die Tent Stage irgendwie etwas vernachlässigt. Dabei lohnt gerade diese sich auf dem Party.San oft besonders. Man kennt 70% der Bands nicht (ich zumindest), aber die meisten sind halt gut bis geil. Sunken kannte ich, Sunken mag ich und die waren, von der Atmosphäre her, im Zelt goldrichtig aufgehoben. Düstere Stimmung und viel Nebel waren genau das richtige Setting für die dänische Atmospheric Black Metal Band. Wer diesen Stil mag, wurde zu 100% bedient. Ein richtig geiler und vor allem intensiver Auftritt.
Marduk, verdammte Scheiße
Wie konnte ich nur Wolfbrigade verpassen? Ich weiß es nicht, es ist einfach so passiert. Aber zum Abschluss gab es für mich mit Marduk nochmal eine satte Portion Black Metal und ein Urgestein des PSOA Festivals. Die waren auf jeden Fall schon mehrfach da. Für mich persönlich Premiere und aus der Konserve ist das auch nicht unbedingt meins. Aber live haben die, bei sattem Sound, richtig gut geböllert. Das hat Spaß gemacht und war für mich der musikalische Abschluss des Festivals. Zu Hypocrisy wäre ich sehr gerne noch gegangen, aber ich musste am Abreisetag fahren und wollte halbwegs frisch sein.
Fazit
Das Lineup war hier und da etwas schwächer, als zu einem Jubiläum von mir erwartet. Aber das tat dem Spaß absolut keinen Abbruch. Das Party.San ist und bleibt ein absolut empfehlenswertes Festival. Die Essensversorgung ist hervorragend, die Preise sind für das gebotene absolut fair (z.B. halbes Hähnchen 7,50 Eus, Bratwurst 4,50 Eus, Gulasch mit Nudeln 8 Eus), das Bier ist ebenfalls lecker und fair bepreist (Köstritzer Pils oder Schwarzbier 4,50 Eus für 0,4l). Das Festival hat sein Stammpublikum, man sieht eigentlich jedes Jahr bekannte Gesichter. Das gesamte Personal, vom Checkin über die Ordner den Bratwurstmann bis zum Cuba Libre Stand ist absolut freundlich. Ich habe da noch nie negative Erfahrungen gemacht oder anderweitig mitbekommen.
Also, hinfahren und sich freuen. Die ersten Bands für 2027 sind schon raus.
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Bildquellen
- Partysan-Einfahrt: Frank Moldenhauer


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