WOLVES IN THE THRONE ROOM: neues Album „Estuary“ (VÖ: 23.10.) und Tour

WOLVES IN THE THRONE ROOM melden sich mit einem neuen Album zurück und gehen auf Europatour. Am 23. Oktober 2026 erscheint „Estuary“, mit dem die US-Amerikaner ihren charakteristischen Atmospheric Black Metal weiterentwickeln. Im Oktober stehen außerdem sechs Deutschlandkonzerte auf dem Programm.
Black Metal oder doch eher Green Metal? Bei WOLVES IN THE THRONE ROOM ist das augenzwinkernde Wortspiel angesichts ihrer tiefen Naturverbundenheit durchaus angebracht. Seit mehr als zwei Jahrzehnten verbinden die Musiker aus dem US-Bundesstaat Washington die raue Intensität des Black Metal mit Naturmystik, ausladenden Klanglandschaften und einer ganz eigenen Atmosphäre. Als Pioniere des Cascadian Black Metal haben sie damit längst ihren unverwechselbaren Stil etabliert.
Mit „Estuary“ erscheint am 23. Oktober 2026 nun der Nachfolger des 2021 veröffentlichten „Primordial Arcana“. Und die Messlatte liegt hoch: Das Vorgängeralbum begeisterte mit einer nahezu überwältigenden Atmosphäre und einer mitreißenden musikalischen Wucht, die kaum zu übertreffen schien.
Mehr Druck, mehr Bass, mehr musikalische Brüche
„Estuary“ schlägt nun einen etwas anderen Weg ein. Das neue Album wirkt druckvoller, direkter und insgesamt eine Spur düsterer. Die für WOLVES IN THE THRONE ROOM typischen gewaltigen musikalischen Spannungsbögen sind weiterhin vorhanden, doch die sechs Stücke setzen stärker auf Kontraste und überraschende Wendungen. Trotz Spielzeiten zwischen gut sieben und knapp zehn Minuten verzichten die Musiker auf extreme Überlängen. Stattdessen sorgen Zwischenspiele, Outros und stilistische Brüche für zusätzliche Abwechslung.
Dadurch wirkt „Estuary“ allerdings weniger geschlossen als sein Vorgänger. Wo „Primordial Arcana“ seine besondere Stärke aus einem nahezu ununterbrochenen atmosphärischen Sog bezog, erscheint das neue Werk kantiger, stellenweise progressiver und musikalisch vielseitiger.
Auffällig ist vor allem die gewachsene Bedeutung des Basses. In „Knights of Tiamat“ leitet ein ausgedehnter Basslauf jene doomigen Passagen ein, die bereits frühere Veröffentlichungen der Band prägten. Auch der mit knapp zehn Minuten längste Song „Foretold in Reflections“ wird anfangs von einem markanten Bassriff getragen. Gemeinsam mit Orgelklängen und einer Art Sprechgesang entsteht hier jene dichte, beinahe hypnotische Atmosphäre, für die WOLVES IN THE THRONE ROOM bekannt sind. Gerade dieses Stück hätte sich auch auf dem Vorgängeralbum hervorragend eingefügt.
Mit „The Orca Cliffs“ folgt ein weiterer melodisch geprägter Song, dessen musikalische Entwicklung ebenfalls wesentlich vom Bass vorangetrieben wird. Überhaupt treten die einzelnen Instrumente auf „Estuary“ deutlicher hervor als früher. Der Sound ist differenzierter und transparenter geworden, was den Kompositionen zusätzliche Konturen verleiht.
Musikalisch kantiger, klanglich glatter
Gerade darin liegt allerdings auch ein kleiner Widerspruch des Albums: Während die Kompositionen rauer, experimentierfreudiger und stellenweise sperriger geworden sind, klingt die Produktion insgesamt glatter. Die stärkere Trennung der Instrumente schafft zwar mehr Transparenz, nimmt dem Sound aber auch etwas von jener organischen Geschlossenheit, die „Primordial Arcana“ so eindrucksvoll machte.
Das ist Kritik auf hohem Niveau. Denn auch „Estuary“ bietet großartigen Atmospheric Black Metal, der sich nicht in bloßer Raserei erschöpft, sondern von Dynamik, Melodie und musikalischer Tiefe lebt. An die nahezu perfekte Verbindung aus Atmosphäre und Wucht des Vorgängers reicht das neue Werk nicht ganz heran – kommt ihr aber durchaus nahe.
WOLVES IN THE THRONE ROOM bleiben damit ihrem eigenen musikalischen Kosmos treu, ohne sich einfach zu wiederholen. Ihr Green Metal ist 2026 etwas düsterer, direkter und kantiger geworden. Nur der letzte Funke jener ursprünglichen, beinahe magischen Atmosphäre fehlt stellenweise.
Sechs Deutschlandkonzerte im Oktober
Passend zur Veröffentlichung von „Estuary“ gehen WOLVES IN THE THRONE ROOM auf ihre „Knights of Tiamat European Tour“. Begleitet werden sie dabei von WORM und FINAL DOSE. Lediglich beim bereits ausverkauften Tourauftakt in Leipzig übernimmt FYRNASK den Platz von WORM.
Die Deutschlandtermine:
- 23.10.2026 – Leipzig, UT Connewitz (ausverkauft)
- 26.10.2026 – Hamburg, Uebel & Gefährlich
- 27.10.2026 – Berlin, Hole 44
- 28.10.2026 – Essen, Turock
- 29.10.2026 – München, Backstage Halle
- 30.10.2026 – Stuttgart, Im Wizemann Club
„Estuary“ erscheint am 23. Oktober 2026 über Century Media Records in Europa als CD-Mediabook, auf Vinyl sowie digital. Das Album umfasst sechs Songs mit einer Gesamtspielzeit von rund 48 Minuten.
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Bildquellen
- CREATOR: gd-jpeg v1.0 (using IJG JPEG v62), quality = 99: EPK Wolves in th Throne Room


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