Wassenrock 2026 – Tag 1 – 04.09.2026
Wassenrock? Noch nie gehört? Das wird sich jetzt ändern. Das Wassenrock findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt. Nämlich in Wassenberg, einem kleinen beschaulichen Städtchen in NRW. Draußen, weitab der qualmenden Schornsteine des Ruhrpotts findet das Festival statt. Herrliche Gegend. Zwei Tage geht das Festival und es steht unter dem Motto „Wo Freunde zu Brüdern werden“.
Festival
Das ist nicht zu viel versprochen. Ungefähr 1800 Menschen waren am Tag 1 des Wassenrock auf der großen Wiese des Festivalgeländes anwesend. Alles entspannt. Es wäre noch Platz für mehr. Friedlich feiern hier die Menschen zusammen. Viele Familien aus der Gegend habe ich dort neben den üblichen Metalheads angetroffen. Fast wie auf einem Dorffest, nur dass hier Metal als Hauptspeise auf dem Programm steht. Apropos Speise. Auch für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt. Die Bierstände waren groß dimensioniert, sodass warten hier keine Option sein musste. Die Nähe zur holländischen Grenze, hat neben den sonst so üblichen Köstlichkeiten, einen Wagen aus Holland aufs Festival gebracht. Leckere Pommes, frischer Backfisch und die üblichen Leckereien aus der holländischen Friteuse konnten hier gekauft werden. Klasse.
Wer nicht die ganze Zeit stehen wollte, hatte die Möglichkeit, sich an eine der vielen Biergarnituren niederzulassen, die sogar mithilfe eines großen Pavillons überdacht waren. Das war auch gut so, denn der Tag war, was das Wetter angeht recht durchwachsen. Sturmböen und Regen miteingeschlossen. Das hat der guten Laune aber keineswegs geschadet.
Der Schwerpunkt liegt hier natürlich nicht auf dem Essen. Es haben auch einige Bands auf der riesigen Bühne gespielt.
Antasya

Antasya machten am frühen Nachmittag den Anfang. Um diese Uhrzeit war es leider vor der Bühne ein bisschen leer, aber die Jungs um ihre Frontfrau machten die Sache ordentlich und kamen beim Publikum mit ihren symphonisch, leicht proggigem Hard Rock gut an.
Distorted Heaven

Auch die zweite Band des Tages waren mir bis dato unbekannt. Distorted Heaven. Die Jungs hatten ein Heimspiel, denn sie kommen aus Heinsberg. Demzufolge wurden die Lokalmatadore auch abgefeiert und konnten die Bühne etwas mehr mit Leben füllen, als ihre Vorgänger.
Against Evil

Against Evil ist eine Metalband aus Indien. Die hatten leider ein bisschen Pech mit dem Wetter. Kaum waren die 4 Jungs auf der Bühne, öffnete der Himmel die Schleusen. Ein paar Hartgesottene sind vor der Bühne geblieben, doch die meisten haben versucht, Schutz unter dem Pavillon oder an den Bierständen zu bekommen. Zum Glück hat sich Against Evil davon nicht beeindrucken lassen und durchgezogen, bis der Regen nach einiger Zeit aufgehört hat.
Das hat sich gelohnt, denn die vier bringen aus der Ferne unglaublich guten Metal mit. Nix mit Bollywood. Hier gabs ordentlich auf die Mütze. Erstes Highlight des Tages.
Soulbound

Mit Soulbound kam dann eine Band mit deutlich moderneren Einflüssen, wie Metalcore und Nu-Metal. Soulbound haben ordentlich Dampf auf dem Kessel. Johnny am Gesang macht alles von zart bis hart. Das alles unterlegt von fetten Gitarren und einer gut eingespielten Rhythmusgruppe. Das macht schon Laune und bringt das Publikum in Wallung. Das schlechte Wetter ist längst Geschichte.
Motorjesus

Mit Motorjesus kam nun die Band, auf die ich mich am meisten gefreut habe. Auch die haben keine weite Anreise gehabt, sind also auch sowas wie Lokalmatadore. Der charismatische Sänger Chris hatte die Zuschauer von Anfang an im Griff und das Gaspedal wurde bis aufs Blech durchgedrückt. Der Schweinerock von Motorjesus kann mich immer wieder aufs Neue begeistern. Geile Songs, die zum Rocken und Mitsingen einladen. Wer Motorjesus bucht, hat nie etwas falsch gemacht. Die Jungs auf der Bühne versprühen Spaß und Energie. Mittlerweile ist es auch dunkel und man hat hier eine wirklich geile Lightshow inklusive Flammen mitgebracht. Das Tüpfelchen auf dem I.
Rage
Eigentlich hätte der Headliner des Tages Rage sein sollen. Ging aber nicht, weil Peavy, Sänger und Bassist der Band, sich erst von einer Krankheit auskurieren muss. Drummer Lucky und Gitarrist Jean waren trotzdem vor Ort und auf der Bühne. Sie haben ein Handyvideo mit einem Ständchen für den kranken Peavy aufgenommen und gleichzeitig ihre Zusage für den Auftritt auf dem Wassenrock 2027 gegeben. Aufgeschoben ist also nicht aufgehoben. Klasse.
Mystic Prohecy

Mystic Prophecy haben nicht lange überlegt und sind kurzfristig eingesprungen. Danke dafür. Ebenbürtiger Ersatz.
Mit Songs wie „Metal Division“ oder „Killhammer“ wurden keine Gefangenen gemacht. Die Band spielt einen richtig geilen Set. Power Metal vom Feinsten. Dimitri Liapakis hat eine Stimme zum Niederknien. Nicht umsonst hat der Herr letztlich noch bei Michael Schenker als Sänger ausgeholfen. Besser konnte der erste Tag des Wassenrock nicht zu Ende gehen.
Tag 2 konnte ich leider nicht miterleben. Da machten unter anderem noch Ghoster, Vlad in Tears und Emil Bulls die Bühne unsicher.
Wer nächstes Jahr in seinem Terminkalender noch Zeit hat, sollte zum Wassenrock kommen. Gute Bands, schönes Festivalgelände, leckeres Essen, nette Menschen. Mehr geht nicht. Sagenhaft, was die Veranstalter da auf die Beine gestellt haben. Das alles übrigens zu einem Preis, der nicht mehr normal ist heutzutage. 1 Festivaltag für ca. 40 €. Da bekommt man heute gerade mal ne Schachtel Kippen, ne Currywurst und ein Bier. Komplette 2 Tage kosten dann 74 €. Immer noch ein Schnapper. Zelten ist übrigens auch möglich.
Wir sehen uns dann in 2027 auf dem Wassenrock.
Fotos Mystic Prophecy
Fotos Motorjesus
Fotos Soulbound
Fotos Against Evil
Fotos Distorted Heaven
Fotos Antasya
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Bildquellen
- Soulbound 04.09.26 Wassenrock: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
- Mystic Prophey 04.09.26 Wassenrock: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
- Motorjesus 04.09.26 Wassenrock: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
- Against Evil 04.09.26 Wassenrock: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
- Distorted Heaven 04.09.26 Wassenrock: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
- Antasya 04.09.26 Wassenrock: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de



































































































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