Party.San 2026 Recap – Freitag
Start in den Freitag mit Guttural Slug
Das Party.San ist ein Festival, voller Traditionen. Sei es der immer gleiche Aufbau, bei dem man sich instant zurecht findet, die Metal Disco im Zelt am Mittwoch Abend, die 2 Kanonenschläge jeden Morgen zur Eröffnung des Areals, die Ballerband am Freitag um 12 Uhr, sowie das Grindcorefrühstuck am Samstag um 12 Uhr. Gebucht waren für den Freitag Guttural Slug, eine dänische Slam / Brutal Death Metal Band. Nicht nur die Temperaturen waren aufgeheizt, sondern auch die Stimmung. Das Publikum war bestens vorbereitet und so war von Einhornreitern über Haifischhüte bis hin zur laufenden Klopapierrolle alles vertreten. 30 Minuten Zirkeltraining bei fettem Bass und bester Hochwetterlage waren die richtige Einstimmung in den Tag.
A Canorous Quintett
Auch wenn meine Melo Death Zeit schon etwas her ist, standen die Schweden von A Canorous Quintett unbedingt auf meinem Zettel. Bereits Anfang der 90er gegründet, konnten sie mit ihren Werken früh einen Fußabdruck im schwedischen Melodic Death Metal hinterlassen. So feierte ihr Album „Silence of the World Beyond“ sein 30 jähriges Jubiläum auf dem PSOA. Das war ein kraftvolles 45min Old School Set, inkl. Circle Pit zu früher Stunde. Schön zu sehen waren auch die ganz jungen Leute im Publikum, die klassischen Melo Death zu feiern wussten.
Jungle Rot
Sorcerer hatten wir uns dann ehrlicherweise geklemmt und nur vom Platz aus angehört. Daher gab es dann Jungle Rot aus den USA. Die stehen für Old School Death Metal und den brachten sie auch volles Pfund auf die Bühne. Dazu gab es einen Rollstuhl fahrenden Crowd Surfer und die Kickdrum des Todes. Meine Herren, hat das gescheppert. Ein richtig fetter Auftritt, der Spaß gemacht hat.
Afsky und Wolves in the Throneroom
Irgendwie steckten wir mit den Jungs von A Canorous Quintett Backstage fest und erlegten zusammen das ein oder andere Bier. Daher hatte ich bei Afsky und Wolves in the Throneroom nur mal reingelünkert, obwohl ich beide Bands eigentlich sehen wollte. Aber wenn man nette Menschen kennen lernt, dann verquatscht man sich schon mal. Beide Bands hätten, von der Atmosphäre her, irgendwie besser ins Zelt gepasst. Oder, es hätte draußen dunkel sein müssen, für die volle Entfaltung. Aber auch so haben beide Bands sehr gut gefallen. Hier ein paar Afsky Fotos.
Sacred Reich
Es gibt einfach kaum eine größere gute Laune Band, als die US Thrasher von Sacred Reich. Sänger Phil Rind hat so ein eroberndes Lächeln, den muss man einfach mögen. Ich bin absolut kein Thrash Metal Fan, aber Sacred Reich haben es mir live irgendwie angetan. Die hatte ich schon mal im Turock in Essen gesehen, was mir sehr gefallen hat. Daher waren sie auch auf dem Party.San Pflicht. Vor allem die Energie des jungen Gitarristen Joey Radziwill, einfach der Wahnsinn, wie der Junge abgeht. Von daher war das eine Mega Party und zu Surf Nicaragua am Ende ging es dann nochmal so richtig ab. Pogo, Circle Pit und ab dafür.
Alcest
Mit Alcest aus Frankreich stand dann eher das Kontrastprogramm auf der Bühne. Auch die hatte ich schon mehrfach live gesehen. Die muss man mögen…ich mag sie. Kompositorisch und musikalisch ist das einfach großartig und wenn man melodische Musik mag, kann man sich den Klängen wohl kaum entziehen. Leider waren die Stimmen etwas zu weit runtergeregelt, aber ansonsten ein klasse Auftritt.
Fleshcrawl
Fix rüber ins Zelt zu Fleshcrawl, denn da muss man einfach mal vorbei, wenn man auf Death Metal steht. Der neue Sänger passt wirklich gut und in Summe kann ich da gar nicht viele Worte verlieren…hat gebockt.
Freitag Ausklang
Dark Funeral als Co-Headliner hätte ich wirklich gern gesehen. Aber die schwedischen Melo Death Kollegen vom Morgen waren standhaft beim Bier und wir irgendwie auch. Was vom Dark Funeral aber musikalisch beim Backstage Biergarten ankam, war gut. Als Headliner standen dann Amorphis auf dem Plan. Hier muss ich ehrlich sein. Ich finde die so langweilig, dass ich sie ganz bewusst geskippt habe. Da habe ich nicht mal den Versuch unternommen, mir das anzuschauen.
Da man ja nicht auslernt, besuchten wir noch den Cuba Libre Stand und weil der Hals immer noch nicht voll war, gab es noch eine feine Dose Asbach Cola am Camper. Keine Werbung, hab ich natürlich selbst gekauft (warum eigentlich?).
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