SWEET ELECTRIC – Something, Something, Disco (VÖ: 04.09.2026)
Die zweite Platte ist bekanntlich oft wegweisend und somit entscheidend für den weiteren Verlauf der Musik-Karriere. Ob es die Kölner Glam-Hardrocker von SWEET ELECTRIC um den extrovertierten Sänger Brad Marr schaffen werden, mit ihrem zweiten Full-Length-Album „Something, Something Disco“ die Leiter rauf- und nicht runterzugehen, das erfahrt ihr hier bei uns auf metal-heads.de!
Die Band SWEET ELECTRIC
Wem das Quintett noch unbekannt sein sollte, dem sei kurz und knackig erklärt, dass es sich bei SWEET ELECTRIC um eine deutsch-australische Heavy-Rock-Glam-Retro-Spaß-Band handelt. Neben dem energizer bunny am Mikrofon sind mit Michael Krol (E-Gitarre), Mike Schneider (E-Gitarre), Bobo (Schlagzeug) und Niccolò „Nicco“ Carpini (neuer Bassist seit September 2026) echte Profis an ihren Instrumenten am Werk. Und genau diese Präzision hört man dieser tollen Live-Band gerade bei ihren Gigs an. Wir hatten bereits desöfteren das Vergnügen, die Jungs auf der Bühne zu erleben. So wie beim Formosa Bierfest 2024 (Bericht) oder zuletzt am 10. September 2026 im Kölner Club Luxor beim Auftakt ihrer Tournee gemeinsam mit The Lazys (Bericht).
Nach ihrem von uns auf metal-heads.de bereits abgefeiertem Debüt-Album „The Monsters Are Rising“ (Review) am 01.11.2024 ist nun der zweite Streich dieser sympathischen Jungs auf den Markt gekommen. Nämlich am 4. September 2026 via Hot Socket Music / Brainstorm Music Marketing die Platte mit dem Titel „Something, Something Disco“ .
Vinyl-Unboxing kann losgehen
Und wie die neue Scheibe im Detail, klingt, dass verraten wir hier. Das Schöne an Vinyl ist, dass bereits das Unboxing einer Platte echte Freude bereitet. Ritsch, ratsch, die Folie ist ab. Und wir sind zum ersten Mal geflasht. Was ist das denn Bitteschön für eine qualitativ hochwertige Schallplatte? Die gelbe Variante liegt nicht nur herrlich schwer in der Hand mit ihren 180gr, sondern ist auch echt wertig mit aufklappbarem Cover-Sleeve, sämtlichen Songtexten auf der Plattenhülle und dadurch bereis optisch ein echter Hingucker. Die Vorfreude auf den ersten Durchlauf auf dem heimischen Plattenteller ist hierdurch umso mehr geweckt.
Die Songs auf „Something, Something, Disco“
Und wie klingen nun die 10 brandneuen Songs auf „Something, Something, Disco“ im Detail? In Kurzform: Einfach rund. So rund wie die Schallplatte halt. Das 2. Album rockt aber sowas von.
Vom rotzig frechen Hardrock-Opener („Sick in the Head“) mit starkem Gitarren-Solo über die Mitgröhl-Hymne „Somewhere in the Middle“ (die einen Hauch Status Quo verströmt) bis hin zu der irre coolen, Rhthmus-lastigen Drums and Bass-Nummer „D34D!“ haben SWEET ELECTRIC ein total abwechslungsreiches sowie gleichzeitig sehr anspruchsvolles Album auf den Markt gebracht. Den Song „Mexico“ hätte ich mir von SWEET ELECTRIC bereits gerne im Jahr 1994 schon gewünscht. Denn dann hätten es Green Day mit dem Album „Dookie“ echt schwer gehabt, hier noch dran vorbeizukommen.
Ob nun Songtexte mit Herz, die musikalisch aufgrund des anspruchsvoll dissonant gesungenen Wortes „you“ sofort ins Ohr gehen und dort hängen bleiben (I remember you) oder krachende, schörkellose Hardrock-Nummern wie das brillante „Long Way Home“ .
Jeder Song ist hier mit viel Liebe für ehrlichen Rock ´n´Roll entstanden, das spürt und hört man. Daher überrascht auch die Country-Cowboy-Western-Nummer „Get up“ mit dem eingesetzten Banjo kaum. O.M.G, jetzt haben wir den vorletzten Song glatt übersprungen.
Besonders: Psycho
Aber wir müssen uns einfach ein paar mehr Worte für den finalen Track „Psycho“ aufheben. Der ist mal so gar nicht Hardrock. Aber dafür sphärisch, alternativ, fast schon Post-Punk. Wir wissen das Lied gar nicht so richtig einzuordnen. Aber der Song hat einfach was. Am besten lasst ihr das Lied selbst einmal auf euch wirken. So wie das gesamte Album. Denn es ist aus unserer Sicht von der Lied-Reihenfolge ungewöhnlich aufgebaut.
Die Platte „Something Something, Disco“ beginnt nicht mit dem stärksten Song. Doch die Hit-und Ohrwurm-Dichte auf dem Album ist extremst hoch. SWEET ELECTRIC haben ihre 10 Schätze natürlich artig gleichmäßig auf die A- und B-Seite der Vinyl verteilt. Für uns gibt es überhaupt keinen Ausreißer nach unten. Weil alle Tracks am oberen Level spielen. Daher von uns Daumen hoch für den Ananas-Skillbone

Unser Fazit
Wir haben uns auf das nackte Hören des Albums konzentriert. Uns also wirklich nur auf die reine Musik konzentriert und hierbei einmal nicht die live so witzige Glam-Rock-Band vor Augen gehabt. Und siehe da: So erleben wir einfach nur 10 professionell aufgenommene Songs, die ausgefeilt daherkommen und wunderschön arrangiert sind. Lieder mit tollen Hooks und Licks sowie mehrstimmigen Refrains zum Mitsingen. Es passt einfach. Exemplarisch dafür steht der Song „These Guns“ .
Daher unsere Empfehlung an SWEET ELECTRIC: Eigentlich müsstet ihr gar nicht über Gebühr eine irre komische Show da live on stage abziehen. Habt ihr gar nicht nötig. Für echte Hardrock-Musik-Genießer seid ihr auch so eine Wucht und einfach toll anzuhören. Wer die laufende Tour besucht hat, besuchen wird oder jetzt hoffentlich noch besuchen will, denjenigen wird dazu geraten: Hingehen. Denn so habt ihr gleich einen doppelten Nutzen. Nämlich spaßige Unterhaltung UND richtig guten, handgemachten, ehrlichen, einfachen und dadurch mehr als soliden Hard Rock. Eine 9 von 10 Punkte-Bewertung ist für den zweiten Silberling der Band SWEET ELECTRIC mit dem Titel „Something, Something, Disco“ daher unserer Anschickt nach absolut angemessen. Und den Punktabzug gibt es auch nur für das irreführende – weil von der musikalischen Ausrichtung her einfach nicht passende – Wort „Disco“ im Albumtitel. Nein, Spaß. Ein Punkt Reserve muss es einfach für Album Nr.3 noch geben. Und wer Sänger Brad in seinem glitzernden Astronauten-Anzug bereits live erlebt hat, weiß, was hier vielleicht mit diesem Wort optisch verbunden werden soll. Von uns gibt es kein Bodyshaming.
Wir sind vielmehr sehr happy, dass es SWEET ELECTRIC gibt. Einfach eine spannende Band. Von der wir in Zukunft sicherlich noch mehr hören werden. Danke an SWEET ELECTRIC, dass ihr in diesen finanziell nicht einfachen Zeiten den Musikmarkt mit der Platte „Something, Something, Disco“ bereichert und den Arsch in der Hose hattet, soviel Zeit und Geld in die Produktion dieses hochwertigen Vinyls zu stecken.

Daher wiederholen wir uns gerne: Besucht diese Band heute oder in den kommenden Tagen oder sonst spätestens ab Ende November auf deren Tour. Kauft jetzt schon Tickets im Vorverkauf, was den Jungs Planungssicherheit gibt. Holt euch ein Andenken am Merch, wo Brad schon sehnsüchtig auf euch wartet (Bild unten). So helft ihr ein Stücken dabei mit, dass SWEET ELECTRIC größer und bekannter werden. Die Jungs haben es verdient!

SWEET ELECTRIC aktuell auf Tour
Und hier kommen die Tourdates (wie immer ohne Gewähr):
Heute, 15. September 2026 – Hellraisers, Leipzig
Morgen, 16. September 2026 – Colos Saal, Aschaffenburg
Freitag, 18. September 2026 – Backstage (in der Halle, aber in München)
Samstag, 19. September 2026 – Kultbox, Kempten
Samstag, 20. September 2026 – Musikburg, Aarburg, Schweiz
Samstag, 14. November 2026 – Vakuum, Bad Bevensen
Freitag, 27. November 2026 – Heimspiel im MTC, Köln
Freitag, 4. Dezember 2026 – Alt, Werdohl
Freitag, 11. Dezember 2026 – Sugar Shack, München
Samstag, 9. Januar 2027 – Ice Rock Festival, Wasen im Emmental, Schweiz
Hier könnt ihr Tickets sowie Vinyl kaufen
Tickets für die Tour erhaltet ihr ebenso auf der Homepage der Band (klick) wie auch das Vinyl für günstige 25 Euro im eigenen Fanshop (klick). Schlagt zu, solange es noch alle Farben (blau, gelb, purzle) gibt.
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Bildquellen
- SWEET ELECTRIC – Something Something Disco: (c) 2026: ralf@metal-heads.de
- SWEET ELECTRIC – Something Something Disco: (c) 2026: ralf@metal-heads.de
- Sweet Electric live @Luxor Köln, 10.09.2026: (c) 2026: ralf@metal-heads.de
- SWEET ELECTRIC – Something Something Disco: (c) 2026: ralf@metal-heads.de


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