Rock am Ring 2026 – Konfetti, Pyro und Die Toten Hosen (Freitag, 05. Juni 2026)
Über 90.000 Musik-Fans können nicht irren! Denn auch die 36. Auflage eines der spektakulärsten Freiluft-Festivals in Deutschlands ist seit Monaten restlos ausverkauft: Die Rede ist natürlich von Rock am Ring (RAR) 2026. Wir von metal-heads.de sind für euch vor Ort live dabei. Und füttern immer mal wieder quasi in Echtzeit unseren Instagram– und Facebook-Account mit frischen Fotos. Schaut dort gerne auch mal rein. Los geht’s mit unserem Bericht von Tag 1.
Machen den Auftakt bei Rock am Ring: LOATHE

Auch wenn das Wortspiel langsam ausgereizt ist, kommen wir nicht umhin, noch einmal zu erwähnen, dass der Festival-Auftakt mit LOATHE losging. Das britische Metalcore-Quartett hatte offenbar hinter der Mandora-Stage (der zweitgrößten von drei Bühnen hier bei RAR 2026) kurz vor Show-Beginn noch fix einen Regentanz aufgeführt. Denn just in der Mitte des ersten Songs war es das auch mit dem befürchteten Eiffeler Regenwetter für den heutigen Freitag. Stattdessen: Sonne, Wolken, Festival-Wetter vom Feinsten. Kein Wunder, dass die Fans bei LOATHE direkt brav mitklatschten und ekstatisch die Arme schwenkten. Und auch der ein oder andere Stage-Diver war bereits zur frühen Uhrzeit um 14.05 Uhr am Start. Eine Bilderstrecke zum Auftritt der Liverpooler Band folgt in Kürze.
MEHNERSMOOS starten auf der Utopia Stage

Auch wenn die Fans der deutschen Hip-Hoper von MEHNERSMOOS nicht unbedingt zur vorrangigen Zielgruppe der Leserschaft von metal-heads.de gehören, wollten wir doch den Opener auf der Hauptbühne medial live ebenfalls begleiten. Allein schon wegen des Konfetti-Regens sowie der ausdrucksstarken Texte und guten Laune war es für uns ein überraschend großer Spaß. Dies ist hoffentlich anhand der Fotos, die noch folgen werden, noch ein wenig mehr nachvollziehbar (Spannungsbogen).
ANKOR – Ausdrucksstärkste Band des Tages

Vermutlich liegt es an dem fehlenden Shuttle-Service für die Foto-Reporter, dass sich nur eine Handvoll professionelle Knipser sowie unser Hobby-Journalist den ca. 15-20minütigen Fußweg zur Orbit Stage in Kauf genommen haben. Hier auf der kleinsten Bühne spielt um 16.00 Uhr das spanische – Entschuldigung: Wir meinen natürlich das katalanische – Quartett von ANKOR. Und der „weite“ Weg lohnt sich. Hammer. Die Gestik und Mimik sämtlicher Mitstreiter*innen ist derart faszinierend, dass wir erst ab dem 2. Song anfangen zu fotografieren. Der musikalische Mix aus Metalcore und Alternative Rock ist auch erste Sahne. Kein Wunder, dass hier der erste Moshpit des Tages im Publikum zu sehen ist. Zum Glück finden viele noch unschlüssige Festival-Besucher ebenfalls im Laufe des Gigs den Weg hierhin. Denn ANKOR haben sich den Applaus redlich verdient. Eine größere Bilderstrecke mit Frontfrau Jessie Williams und ihren Mitstreitern findet ihr bereits auf unserem Instagram-Account. Die Webpage füttern wir im Laufe kommender Woche mit mehr Bildern, versprochen!
THE HIVES – oder: Die Beatles aus Schweden

Verrückt! Da gibt es die schwedische Rock-Formation THE HIVES bereits seit 1993 und man hat diese Band noch nie gesehen. Vom einheitlichen Schwarz-Weiß-Outfit her erinnern die Jungs ein wenig an The Beatles. Von der Bühnenshow her eher an das Duracell-Häschen mit ADHS. Was gehen die Jungs ab. Sänger Howlin’ Pelle Almqvist (Per Almqvist) ist bereits beim ersten Song die Treppe runter und klatscht die Fans ab. Er springt auf der Bühne immerzu gekonnt ungekonnt herum. Und leider stimmt der Spruch „Hauptsache die Frisur sitzt“ hier auch nicht so ganz. Den Fans und der Band ist dies aber total egal. Hier wird Party gemacht. Freut euch schon auf unsere Fotos. Bereits jetzt könnt ihr einige Bilder dieser großartigen Band bei uns auf Instagram anschauen.
Alles geht, nix muss
Einen Vorteil haben wir als gemeinnütziger Verein, der Kunst und Kultur fördert: Wir sind total unabhängig in unserer Berichterstattung. Alles geht, nichts muss. Wir verdienen ja schließlich keinen Cent mit unserem Hobby. Daher können wir uns auch ganz nach unserem Gusto die musikalischen Leckerbissen des Festival-Auftakt-Tages zusammenstellen. Und müssen nicht zu jeder Band hetzen. Was allein schon gar nicht möglich ist. Spielen doch so Hochkaräter wie ARCHITECTS und WITHIN TEMPTATION neben DON BRONCO alle quasi zeitgleich.
Der bewegendste Moment des Freitags bei WITHIN TEMPTATION

Uns zieht es daher zum Gig der niederländischen Symphonic Metal-Giganten von WITHIN TEMPTATION. Bekanntermaßen engagiert sich die Band auch politisch. Und hat im Jahr 2024 einen Solidaritäts-Song für die Ukraine geschrieben (wir berichteten). Und genau dieses Lied, A Fool´s Parade nämlich, spielen WITHIN TEMPTATION heute direkt zu Beginn der Show als 3. Lied. Und was passiert? Im Publikum befindet sich ein ukrainischer Staatsbürger, der seine National-Flagge durch einen Ordner an eine der wunderschönsten Stimmen des Heavy Metal übergeben lässt: An Sharon den Adel nämlich. Diese zeigt die Flagge dem Publikum auch für einen langen Moment und ist genauso bewegt wie das Publikum. Und wie die Ordner und Fotografen im Graben. Sie lässt die Fahne dann nach Ende des 3. Songs auch wieder über den Ordner an den Besitzer aushändigen und bedankt sich ausdrücklich hierfür. Ein echter Gänsehaut-Moment.
Zünden ein Feuerwerk: TRIVIUM

Am Abend wärmen wir uns dann im Fotograben an der Mandora-Stage noch ein wenig auf. Schließlich gibt es Pyro-Technik bis zum Abwinken bei der US-amerikanischen Metal-Formation von TRIVIUM. Doch wir bleiben nur den ersten Song im Fotograben. Denn eine andere bekannte Musik irgendwo auf dem Infield lockt uns hier weg.
Höre ich da nicht DIE TOTEN HOSEN?
Es schallt „An Tagen wie diesen“ und man hört, dass viele Menschen dazu richtig abgehen. Ist hier etwa ein Geheim-Konzert im Gange? Kaum sind wir um die Ecke in Richtung Hauptein- und Ausgang abgebogen, findet sich die Auflösung. Nein, es sind nicht DIE TOTEN HOSEN. Sondern ein textsicherer Fan auf der Karaoke-Bühne mit „seinem“ Publikum (siehe Foto).

Hier ist mal richtig Party. Wie schön, dass wildfremde Ringrocker miteinander singen und feiern. Genau dies macht ja den besonderen Rock am Ring-Vibe aus. Ein Moment für die Unsterblichkeit. Passend dazu sind DIE TOTEN HOSEN heute auf Platz 1 der Albumcharts mit ihrem neuen und letzten Album eingestiegen. Herzlichen Glückwunsch!
Keine Fotoerlaubnis für Papa Roach, Babymetal oder Linkin Park
Anschließend lassen wir den Abend eher passiv ausklingen, da unser Magazin leider keinen der begehrten Plätze im Fotograben für die Main Acts des ersten Tages erhält. Wir mischen uns daher unters Publikum, hören hier und schauen dort mal vorbei. Und sparen uns hierbei das Schleppen das schwere Kamera-Equipments. Am späten Abend wird bereits der erste Headliner für 2027 angekündigt, der da heißt: BLINK 182 ! Mega. Jetzt freuen wir uns noch mehr auf morgen, Samstag, den 6. Juni. Und ein kleines bisschen auch schon aufs kommende Jahr. Bleibt dran für weitere Berichte zu ROCK AM RING 2026. Noch mehr Bilderstrecken gibt es zu den hier vorgestellten Bands in den kommenden Tagen. Versprochen. Aber jetzt erst einmal gute Nacht, ihr Ringrocker!
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Bildquellen
- Loathe live @RAR 2026: (c) Ralf, metal-heads.de
- Mehnersmoos live @RAR 26: (c) Ralf, metal-heads.de
- Ankor live @RAR 2026: (c) Ralf, metal-heads.de
- The Hives live @RAR 2026: (c) Ralf, metal-heads.de
- Within Temptation live @RAR 2026: (c) Ralf, metal-heads.de
- Trivium live @RAR 2026: (c) Ralf, metal-heads.de
- Karaoke-Tribüne bei RAR 2026: (c) Ralf, metal-heads.de


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