Crazy Lixx im Interview zum Rage Against Racism 2026

Heute ist bei uns bekanntlich Feiertag und zur Feier des Tages kommt hier nun das abschließende Interview aus unserer Reihe. Diesmal hat sich Sänger Danny Rexon von der schwedischen Band Crazy Lixx die Ehre gegeben und meine Fragen beantwortet.
Die Band steht auch schon seit fast 25 Jahren auf der Bühne und beim Rage Against Racism 2026 darf Crazy Lixx den Freitag ab 20:35 als Headliner beschließen (hier mehr).
Wir können uns schon auf Sleaze Rock im 80’er Jahre Stil freuen, bei dem bestimmt die sprichwörtliche Post abgehen wird.
Ich habe dann mal genug gesagt und gebe das Wort ab an Danny Rexon:
Crazy Lixx – das Interview
Danny: Hallo, hier ist Danny Rexon, Leadsänger und Gründer von Crazy Lixx, für das Interview zum Rage Against Racism Festival. Legen wir los.
MH: Kannst du euch – die Band – kurz vorstellen und eure Musik beschreiben?
Danny: Ich bin Danny Rexon, der Leadsänger, der Gründer und das einzige verbliebene Originalmitglied von Crazy Lixx. Wir sind eine schwedische Band im Bereich Melodic Rock beziehungsweise Hair Metal, Sleaze Metal, würde ich sagen. Uns gibt es jetzt seit über 20 Jahren, und ja, wir sind immer noch am Start.
MH: Das Rage Against Racism Festival stellt sich deutlich gegen Rassismus, Hass und Diskriminierung. Was hat euch bewegt beim Rage Against Racism aufzutreten? Seid ihr vielleicht sogar selbst einmal Opfer von Rassismus, Hass oder Diskriminierung gewesen?
Danny: Nun, ich kann natürlich nicht für die anderen Jungs sprechen, aber nein, ich würde nicht sagen, dass das so war. Ich bin in Schweden aufgewachsen. Ich bin das Kind von zwei Einwanderern aus Polen. Ich hatte nie wirklich das Gefühl, dass das ein Problem war, als ich hier in den 80ern und 90ern aufgewachsen bin. Ich würde sagen, vielleicht ist es in Schweden in letzter Zeit zu einem größeren Thema geworden, aber ich habe in meinem Leben keinen wirklichen Rassismus erlebt, würde ich sagen, nein.
Fans sind sehr wichtig – Mitsingpflicht
MH: Damit die Besucher des RaR eine Vorstellung bekommen, was sie bei eurem Auftritt erwarten können: Was geht bei euch auf der Bühne live ab?
Danny: Nun, das müssen letztlich die Fans entscheiden. Aber normalerweise bekommen wir viele Rückmeldungen, dass wir ziemlich energiegeladen sind und gut mit dem Publikum in Kontakt treten. Wir haben einige sehr eingängige Songs, bei denen man nach einmaligem Hören des Refrains schon mitsingen kann. Ich würde also sagen, dass es für die Leute meistens eine ziemlich lockere und unterhaltsame Erfahrung ist.
MH: Euer aktuelles Album Thrill of the Bite ist jetzt seit über einem Jahr draußen, und der Vorgänger Two Shots of Glory ist nur ein Jahr älter. Arbeitet ihr schon wieder an einem neuen Album oder war dieser schnelle Veröffentlichungsrhythmus eher eine Ausnahme?
Danny: Tatsächlich war Two Shots at Glory eher ein Compilation-Album. Es bestand aus einigen Remixen älterer Songs, einigen Coversongs und ein paar Originalen. Das war also als eine Art Zwischenveröffentlichung zwischen den Studioalben geplant. Unser letztes richtiges vollständiges Album kam 2021 heraus, also ist das schon eine ganze Weile her.
Aktuell haben wir noch keine konkreten Pläne. Wie du sagst, ist seit dem letzten Album etwas mehr als ein Jahr vergangen. Aber ich denke, wir werden uns bald damit beschäftigen. Im Moment ist aber noch nichts in dieser Richtung geplant.
Ob groß oder klein – es hat alles seine Vor- und Nachteile
MH: Das Rage Against Racism ist ein kleineres Umsonst & Draußen Festival. Wie ist eure Meinung zu dieser Art Festivals? Wo würdet ihr lieber auftreten, eher kleines Festival oder großes Festival? Habt ihr eine Wunschlocation, wo ihr gerne mal auftreten würdet?
Danny: Eigentlich mag ich beides. Jedes hat gewisse Vor- und Nachteile. Bei einem großen Festival gibt es zum Beispiel sehr viel Logistik. Man muss sich auf dem Gelände zurechtfinden, und bei so vielen Leuten kommt man dem Publikum nicht wirklich nahe. Vielleicht gibt es eine Autogrammstunde oder so etwas, aber man kann sich auf dem Festival selbst nicht wirklich frei bewegen.
Kleinere Festivals sind persönlicher, und die Fans haben eine bessere Chance, die Band zu sehen, kennenzulernen, Fotos zu machen und mit ihnen zu sprechen. Aber ich würde sagen: Aus Sicht der Bühne bevorzuge ich die großen Festivals. Ich denke, dort funktioniert unsere Musik am besten. Insgesamt mag ich Festivals aber wirklich sehr. Ich ziehe sie Clubshows auf jeden Fall vor.
Eine Traum-Location, auf der ich eines Tages gern spielen möchte? Da bin ich mir nicht sicher. Ich meine, wir haben schon viel gespielt. Wir haben einige wirklich große Festivals gespielt und auch kleine Club-Locations. Ich schätze, wir haben hier in Schweden die große National-Arena. Dort einmal zu spielen, wäre cool – einfach so als Punkt auf der Bucket List.

MH: Der Freitag hat einige abwechslungsreiche Bands zu bieten. Werdet ihr die Zeit haben oder euch diese nehmen auch selbst als Zuschauer dabei zu sein? Falls ja, welche Band wäre denn im Fokus?
Der Samstag ist auch mit top Bands besetzt, da seid ihr aber schon wieder auf dem Rückweg, oder könnt ihr dann auch noch mal vorbeikommen?
Danny: Ich bin mir beim Line-up eigentlich nicht wirklich sicher. Ich schaue es gerade nach, während ich das Interview aufzeichne. Ich war nämlich nicht besonders … besonders gut darin, mir vorher anzusehen, wer dort genau auftritt. Mal sehen. Also, wir spielen am selben Tag wie Krypta, Damnation’s Hammer und Darkness – nicht The Darkness, sondern die deutsche Band Darkness.
(Anmerkung der Redaktion: Damnation‘s Hammer waren mal als mögliche Band in der Planung dabei, Darkness spielt jetzt am Samstag. Da hat Danny Rexon wohl noch in einer alten Unterlage nachgeschaut.)
Wenn ich es mir jetzt so anschaue, scheint das musikalisch deutlich härter zu sein als wir. Es gibt auch ein paar Bands darunter, die ich nicht wirklich kenne. Deshalb bin ich mir nicht sicher. Es ist immer eine Frage der Logistik – ob wir zurück ins Hotel müssen oder früh weiterreisen. Ich weiß also noch nicht genau, wie wir das machen werden. Aber wenn ich Zeit habe, laufe ich normalerweise gern ein bisschen herum, schaue mir Bands an und treffe Fans und so weiter.
MH: Danke für deine Zeit und die Antworten. Möchtest du noch was loswerden?
Danny: Yeah, es ist großartig, wieder in Deutschland zu sein. Es ist schon eine Weile her und wir freuen uns darauf, wieder vor unseren deutschen Fans zu spielen – und hoffen natürlich, vielleicht auch ein paar neue dazuzugewinnen.
MH: Eine Frage habe ich doch noch. Werdet ihr auch Merchandise mit nach Friemersheim bringen?
Danny: Ja, werden wir. Wir bringen mindestens immer Merch-Shirts mit und einige weitere kleinere Merch-Artikel, möglicherweise auch CDs. Natürlich haben wir in unserem Onlineshop deutlich mehr Merchandise, also mehr Designs und Motive für die T-Shirts. Aber normalerweise bringen wir auch einige ziemlich besondere Drucke mit, die es nur am Live-Merch-Stand gibt. Also ja, wir werden auf jeden Fall auch davon etwas dabeihaben.
Vielen Dank. Cheers.
Jetzt noch Vibes aus den 80‘ern
Ich habe in den 1980’ern meine Teenagerzeit verbringen dürfen. Daher habe ich eine richtigen Flahback erlebt, als ich den YouTube Kanal der Band durchforstet habe. Fasts alle Videos sind mit Filmen aus diesem Jahrzehnt hinterlegt. Da kann man bei cooler Musik gut raten welcher Film das nun ist.
Nichtsdestotrotz gibt es für euch auf Wunsch von Danny Rexon das Video zu Little Miss Sunshine. Aber auch hier lebt der 80’er Vibe.
Und zum Schluss
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Bildquellen
- Crazy Lixx Band_1: Frontiers Label Group - Credit: Nils Sjöholm
- Crazy Lixx Band_2: Frontiers Label Group - Credit: Nils Sjöholm
- Crazy Lixx Band_kl: Frontiers Label Group - Credit: Nils Sjöholm


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