ChuggaBoom im Interview zum Rage Against Racism 2026
Heute ist Mittelfinger-Mittwoch und passenderweise habe ich dazu das Foto von ChuggaBoom erhalten. Denn heute geht es mit eben dieser Band weiter in unserer Interviewreihe zum Rage Against Racism 2026. Die Band erwarten wir am Samstag um 17:10 auf der Bühne (hier mehr).
Meine Fragen hat John für die aus Birmingham stammende Band ChuggaBoom beantwortet. Hier erfahrt ihr ein bisschen mehr darüber, wieso die Band Maskenträgt und was es mit ChuggaBoom auf sich hat.
ChuggaBoom – das Interview
MH: Könnt ihr euch kurz vorstellen und eure Musik beschreiben?
John: Wir sind ChuggaBoom, ein anonymes Metalcore-Kollektiv aus Birmingham im Vereinigten Königreich. Unser Name beschreibt unsere Musik wahrscheinlich am besten: Chuggs und Booms. Wir decken alle Ecken des Metalcore ab und lassen bei unserem Feldzug keinen Stein auf dem anderen.
MH: Das Rage Against Racism Festival stellt sich deutlich gegen Rassismus, Hass und Diskriminierung. Was hat euch bewegt beim Rage Against Racism aufzutreten? Seid ihr vielleicht sogar selbst einmal Opfer von Rassismus, Hass oder Diskriminierung gewesen?
John: Rage Against Racism ist eine Erinnerung an uns alle, dass Rassismus, Hass und Diskriminierung bekämpft werden müssen. Es reicht nicht, einfach nicht rassistisch zu sein. Metalheads aller Überzeugungen haben Diskriminierung in unterschiedlichem Ausmaß erfahren, aber ich glaube, genau das macht viele von uns zu so wunderbaren Verbündeten für diejenigen, die benachteiligt werden. Wir möchten, dass unsere Musik ein sicherer Ort für jeden Chuggalo ist, um Spaß zu haben und sich als Teil von etwas Inklusivem zu fühlen.
Chaos auf der Bühne mit Spaß, Metal und gute Zeiten
MH: Damit die Besucher des RaR eine Vorstellung bekommen, was sie bei eurem Auftritt erwarten können: Was geht bei euch auf der Bühne live ab?
John: Professionelles Chaos. Wir liefern eine energiegeladene Show, bei der es vor allem darum geht, eine gute Zeit zu haben. Alles, was uns wichtig ist, ist, dass alle das Konzert so sehr genießen, wie es ihnen möglich ist – wir eingeschlossen.
MH: Wieso tragt ihr alle Masken? Hat das einen besonderen Grund?
John: Wir tragen Masken, weil es uns leichter fällt, wir selbst zu sein, wenn unsere Identitäten keine Rolle spielen. In einer Welt, in der alle ständig überwacht werden, ist es schön, einen Ort zu haben, an dem man gesehen, aber nicht beobachtet wird. Dort oben könnte jede Person stehen – wir sind einfach nur eine Gruppe von Menschen. Einfach unschuldige Menschen.
MH: Auf eurer Internetseite ist folgender Satz zu finden: ChuggaBoom are here to spread the good word of The Chugg Life. Was ist The Chugg Life und welche Bedeutung hat ChuggaBoom?
John: ChuggaBoom beschreibt unsere Musik, und The Chugg Life ist das Rezept für diese Musik. Es ist kein Geheimrezept – es geht einfach um Spaß, Metal und gute Zeiten.
Viel Zeit zum Musik hören
MH: Das Rage Against Racism ist ein kleineres Umsonst & Draußen Festival. Wie ist eure Meinung zu dieser Art Festivals? Wo würdet ihr lieber auftreten, eher kleines Festival oder großes Festival? Habt ihr eine Wunschlocation, wo ihr gerne mal auftreten würdet?
John: Es ist großartig, was RaR macht: so fantastische Musik für alle zugänglich zu machen, in einer Zeit, in der die Kosten steigen und Bezahlbarkeit auf einem Tiefpunkt ist. Wir sind dankbar, Teil eines so großartigen Zusammentreffens von Menschen und Künstlern zu sein, und wir wären nirgendwo lieber. Im Geiste der Nichtdiskriminierung haben wir keinen Favoriten, aber wir würden sehr gern einmal in der Sydney Opera House spielen – das wäre unglaublich.
MH: Der Samstag hat einige abwechslungsreiche Bands zu bieten. Werdet ihr die Zeit haben oder euch diese nehmen auch selbst als Zuschauer dabei zu sein? Falls ja, welche Band wäre denn im Fokus?
John: Es ist randvoll, und wir werden dafür sorgen, dass wir uns auf unserer 14-stündigen Fahrt nach Duisburg alle Bands im Line-up anhören. Darkness werden wir uns auf jeden Fall direkt von der Bühnenseite aus ansehen, aber ihr könnt sicher sein, dass wir als Liebhaber von Livemusik bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Ohr an der Bühne haben werden.
MH: Danke für eure Zeit und eure Antworten. Möchtet ihr noch was loswerden?
John: Wir möchten einfach Danke sagen, dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns so durchdachte Fragen zu stellen. Es tut uns leid, dass wir so lange für die Antwort gebraucht haben, aber wir hatten wirklich Freude daran, mit euch zu sprechen. Wenn es schon so viel Spaß gemacht hat, von euch interviewt zu werden, können wir es kaum erwarten zu erleben, wie sehr wir es genießen werden, auf dem Festival zu spielen! Danke für euer Interesse und dafür, dass ihr uns eine Chance gebt!
MH: Eine Frage habe ich doch noch. Werdet ihr auch Merchandise mit nach Friemersheim bringen?
John: Es wird eher die Hölle zufrieren, als dass ChuggaBoom ohne Merchandise zu einer Show kommt. In den Anfangstagen haben wir gescherzt, wir seien eine T-Shirt-Druckerei, die nebenbei Songs schreibt. Zum Glück hat sich das inzwischen verschoben, aber wir werden unsere Wurzeln nie vergessen! Schnappt euch am Samstag ein von Salvador Dalí inspiriertes ChuggaBoom-Logo-Shirt zum Schnäppchenpreis.
Musik darf nie fehlen
Damit ihr einen ersten Eindruck von ChuggaBoom erhalten könnt, habe ich für euch das Video zu Jealousy Is A Dish Best Served On Your Knees rausgesucht. Ich finde hier bekommt man einen guten Eindruck geboten. Mehr dann am Samstag kurz nach 17 Uhr!
Und zum Schluss
Mehr zu ChuggaBoomfindet ihr zum Beispiel auf der Homepage, bei Facebook, Instagram oder YouTube.
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Bildquellen
- ChuggaBoom: ChuggaBoom - Credit: Shaun Hodson of Loki Films


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