Darkness im Interview zum Rage Against Racism 2026

Heute ist Dienstag, mit einem D wir Darkness.
Daher kommt heute das Interview zum Rage Against Racism mit den Essener Thrashern Darkness, die am Samstag ab 18:30 die Bühne zerlegen werden (hier mehr).
Mir stand Drummer Lacky Rede und Antwort. Lest gleich seine Meinung zu Rassismus, zum plötzlichen Tod von Ben und wie die Band nun in die Zukunft blickt. Außerdem verrät Lacky noch ein Highlight am Merch-Stand, aber lest selbst.
Darkness – das Interview: Thrash und klare Kante gegen Rechts
MH: Könnt ihr euch kurz vorstellen und eure Musik beschreiben?
Lacky: Wir sind die Band Darkness aus Altenessen. Thrash Metal steht bei uns auf der Fahne. Gegründet Ende 1984, und, nach einer größeren Ruhephase in den Neunzigern, seit etwa 16 Jahren wieder extrem aktiv.
MH: Das Rage Against Racism Festival stellt sich deutlich gegen Rassismus, Hass und Diskriminierung. Was hat euch bewegt beim Rage Against Racism aufzutreten? Seid ihr vielleicht sogar selbst einmal Opfer von Rassismus, Hass oder Diskriminierung gewesen?
Lacky: Ich bin in Altenessen groß geworden, da ging es schon immer multikulturell zu und es gab damals keine Probleme mit Rassismus. Wenn sich doch mal Personen in unserem Dunstkreis verirrt hatten, wurden diese Ärgernisse persönlich und sehr überzeugend des Ortes verwiesen. So blieb unsere Gegend relativ sauber. Allerdings sind wir jetzt vier Jahrzehnte weiter und Probleme müssen mittlerweile anders angegangen werden. Deshalb sind so Events wie das RAR so wichtig, da kann man zumindest schon mal klare Kante zeigen.
MH: Damit die Besucher des RaR, die 2018 bei eurem ersten Auftritt hier nicht vor Ort waren, eine Vorstellung davon bekommen, was sie erwarten können: Was geht bei euch auf der Bühne live ab?
Lacky: Auf der Bühne gibt es die musikalische Backpfeife, nach dem Gig dann gemeinsame Fotos und Bierchen mit den Leuten. Ein Meet & Greet am Merch gehört ebenfalls zum normalen Konzert-Alltag dazu.
Ob klein oder groß, es gibt immer Vollgas
MH: Das Rage Against Racism ist ein kleineres Umsonst & Draußen Festival. Wie ist eure Meinung zu dieser Art Festivals? Wo würdet ihr lieber auftreten, eher kleines Festival oder großes Festival? Habt ihr eine Wunschlocation, wo ihr gerne mal auftreten würdet oder vielleicht sogar schon aufgetreten seid?
Lacky: Wir haben uns den Traum für eine Wunsch-Location letztes Jahr mit einer ausverkauften Jubiläums-Show in der Zeche Carl in Altenessen erfüllt. Da fing schließlich mal alles an. Wir fühlen uns auf den größeren Festivals wie das „Keep It True“ genauso wohl wie in kleinen Clubs, ob vor dreihundert Leuten oder dreitausend Leuten, es gibt immer Vollgas.
Eine Umsonst & Draußen-Show macht da keine Ausnahme und ist eine tolle Alternative zu den schon teilweise sehr teuren Großveranstaltungen. Und wenn die Fans dann auch in Scharen auflaufen, ist das eine Win-Win-Situation für Alle.
The Show must go on
MH: Mit Bestürzung habe ich den plötzlichen Tod von Ben aufgenommen. Dass euch der Verlust seht hart getroffen hat, steht außer Frage. Daher habt ihr meinen vollen Respekt, dass ihr den Auftritt beim Rage durchzieht. Wie werdet ihr den Bass-Part hinbekommen? Habt ihr schon einen Nachfolger gefunden?
Lacky: Oh ja, dieser Verlust hat uns den Boden unter den Füßen weggerissen. Ben war nicht nur Mit-Musiker, sondern auch Freund, eher schon Familie. Eigentlich nicht ersetzbar. Aber über solche Einschläge entscheidet man nicht selbst, man kann nichts machen und muss damit klarkommen, so weh es auch tut. Darkness wird sich in Zukunft verändern, aber es wird weiter gehen.
Für die nächsten zwei Shows spielt Tom Becker den Bass, so wie er es schon damals auf unserem zweiten Album „Defenders Of Justice“ getan hat. Das nimmt uns denn Druck und verschafft Zeit, einen neuen, in allen Bereichen passenden Mitstreiter zu finden.

MH: Mit den Death Squad Chronicles habt ihr letztes Jahr altes Material neu aufgenommen. Wie war es für euch in der Vergangenheit zu graben und das alte „Zeug“ neu aufzunehmen?
Lacky: Wir haben das getan, was tatsächlich viele Bands zu ihren Jubiläen machen. Nämlich ein Geburtstags-Album aufnehmen. Mit dem Unterschied, dass wir nur Songs aus der Zeit vor der Reunion ausgewählt haben. Dazu zwei ganz neue Songs, und trotzdem wirkt alles wie aus einem Guss. Als es dann auch noch eine Chart-Platzierung dafür gab, waren wir völlig aus dem Häuschen.
MH: Der Samstag hat ja einige abwechslungsreiche Bands zu bieten. Werdet ihr die Zeit haben oder euch diese nehmen auch selbst als Zuschauer dabei zu sein? Falls ja, welche Band wäre denn im Fokus?
Der Freitag ist auch mit coolen Bands besetzt. Werdet ihr dann auch schon vorbeischauen?
Lacky: Freitag ist bei uns nochmal eine General-Probe angesagt, da können wir leider nicht vorbeischauen, Aber wir packen dann schon unsere Klamotten ein, damit wir am Samstag so zeitig wie möglich vor Ort sind. Ob und welche Bands wir dann tatsächlich noch selbst live sehen, wird sich wohl spontan entscheiden.
Viel Liebe aus der Metal-Szene
MH: Danke für deine Zeit und deine Antworten. Möchtest du noch was loswerden?
Lacky: Wir haben in den letzten Wochen sehr viel Liebe und Respekt aus der Metal-Szene erhalten. Dafür gilt es nochmal ganz groß DANKE zu sagen.
MH: Eine Frage habe ich doch noch. Werdet ihr auch Merchandise mit nach Friemersheim bringen?
Lacky: Aber selbstverständlich, wir haben sogar noch eine Handvoll ganz exklusiver Vinyl-Boxen am Start. Darin ist noch die Bonus-Edition der „Death Squad Chronicles“ mit den vielen Gastsänger enthalten. Die gibt es offiziell nirgend woanders mehr. Also ein Wink mit den Zaun-Wurm für alle frühen Vögel 😉
Zum Ende mal wieder Musik
Was passt besser als: Wake up in Rage! Also freut euch auf den Samstag, da gibt es Backpfeifen!
Und zum Schluss
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Bildquellen
- Titelbild: ©2025 by Darkness / Massacre Records / Sektor 12 Pictures /
- Darkness – Oberhausen – Kulttempel – 26.04.2024-22: ©2024 by Dan Schuetze / treasureman@metal-heads.de


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