ACRANIUS – „Mercy Denied“ Review

(English review down below)

Deathcore / Slam

Ein beeindruckender Werdegang, den ACRANIUS aus Rostock (Facebook) zu bieten haben. ACRANIUS hat mal 2009 als Zwei-Mann-Kapelle angefangen und haben sich zu einer kompletten fünf-köpfigen Band und einem wahren Monsteract entwickelt, der schon die Erde in Amerika und Japan erzittern ließ. In Deutschland waren sei beim Summerbreeze 2018 und beim Wacken Open Air 2019 dabei. Und nun erscheint das neue Album „Mercy Denied“ diesen Freitag heute am 04.02.2022.

One-Way-Ticket in die Hölle!

Für Zartbesaitete ist das Extreme Metal Erlebnis mal so gar nix. Auch reine Melodienliebhaber können getrost dieses Review überspringen, denn hier erwartet Euch die Hölle. Allein das Cover lässt schon erahnen, dass man hier nicht über rosa Einhörner, die über eine Blumenwiese hüpfen, musizieren wird.

Die ersten Töne von „Rule Of Seven“ brechen hervor und auf der Stelle wird man ohne Vorwarnung förmlich von zerstörerischen Drums und höllischen Growls weggeblasen. Meine Fresse…. Das ist echt ein monströser Hammer, der da geschwungen wird. Ein enorm gewaltiger Sound, der einem da entgegenschlägt. Bei dem Sound gibt es wirklich nichts zurückhaltendes. Der Bass schwingt mit einer ungeheuren Vehemenz und zerrt an deinen Gedärmen. Die finsteren Vocals sind mit dämonischer Bosheit getränkt. So, erst einmal genug gelabert…. Hiermit beginnt es: „Rule Of Seven“!!!

Erbarmungslos

entlädt sich die dunkle Energie Song um Song. Diese monsterschweren Riffs walzen alles in Grund und Boden oder metzelt wie eine Kettensäge durchs Gehör. Blastbeats rattern mitunter unbarmherzig wie ein Maschinengewehr, in anderen Momenten hat man das Gefühl, King Kong würde auf deinem Körper einen Stepptanz machen während Godzilla die Monsterbasskeule schwingen lässt.

Diese gewaltigen Drums mit den Tempiwechseln rütteln wie ein mächtiges Erdbeben. Außerdem finde ich den intensiven Einsatz der Becken sehr gut gelungen. Das erzeugt schon einen speziellen kühlen metallischen Effekt, der mir hier sehr gefällt. Der Bass ist ebenfalls eine Klasse für sich und hat hier permanent einen dominanten Auftritt, auch mal gerne ganz für sich. Das macht schon was her.

Entwicklungen

Die Growls röhren abgrundtief und klingen passend zum Sound mächtig böse aggressiv. Mir erschließt sich das Konzept zweier Sänger nicht so ganz, denn klangliche Unterschiede kann ich bei den Vocals nicht großartig ausmachen. Im Vergleich zu den vorherigen Alben klingen die Growls allerdings besser, da sie mehr Volumen und Präsenz ausstrahlen. Also was solls… Das Ergebnis zählt!

Apropos Unterschiede! Ja ich weiß, dass wir hier weit entfernt vom progressiven Metal sind, aber insgesamt bietet mir die dämonische Spielwiese etwas zu wenig Abwechslung. Auch wenn man ACRANIUS zu Gute halten muss, dass sie sich zwar in dieser Hinsicht ebenfalls entwickelt haben und mehr Varianz ins Spiel bringen. Trotzdem fehlen mir insgesamt immer noch mehr charakteristische Songs, die sich voneinander abheben.

So gibt es Songs wie z.B. „Feigned Death“, welcher sich mit seinem flotten „rockigen“ Groove schön hervorhebt. „Mercy Denied“ bietet ebenfalls solche Passagen. Das sind so Momente, wo man anfängt aus der Komfortzone auszubrechen. Andere mögen das Ganze für ein konsequentes Konzept halten und als Vorteil und Prädikatsmerkmal sehen. Ist halt wie sooft Geschmackssache!

Fazit

ACRANIUS machen mit „Mercy Denied“ keine halben Sachen. „Mercy Denied“ ist eine höllische Abrissbirne, die mit aller Gewalt reinknallt und keinen Stein auf dem anderen lässt. Hier wird alles zu Staub zermalmt, vor allem die Nackenmuskeln. Die Qualität der Produktion hat sich stark verbessert, so dass der Sound tatsächlich spürbar mit viel Druck und Volumen rüberkommt.

English review

Deathcore / Slam

An impressive career that ACRANIUS from Germany (Facebook) have to offer so far. ACRANIUS started as a two-man band in 2009 and have developed into a complete five-piece band and a true monster act that has already made the earth tremble in America and Japan. In Germany, be at Summerbreeze 2018 and Wacken Open Air 2019. And now the new album „Mercy Denied“ today (2022-02-04).

One-Way-Ticket to hell!

For the faint-hearted, the Extreme Metal experience is nothing at all. Also pure melody lovers can safely skip this review, because hell awaits you here. The cover already lets you guess that ACRANIUS don’t make music about pink unicorns jumping over a flower meadow.

The first notes of „Rule Of Seven“ burst forth and right away, without a warning intro, you are literally blown away by destructive drums and hellish sinister growls. What the fuck…. This is really a monstrous hammer that is swung here. An enormously powerful sound that hits you. There is really nothing restrained about this sound. The bass swings with tremendous vehemence and tugs at your guts. The sinister vocals are soaked with demonic malice. So, enough babbling for now…. Herewith it begins: „Rule Of Seven“!!!

Merciless

the dark energy is discharged song after song. These monster-heavy riffs roll everything into the ground or cut through your hearing like a chainsaw. Blastbeats sometimes rattle ruthless like a machine gun, in other moments you have the feeling King Kong would do a tap dance on your body while Godzilla lets swing the monster bass.

These extremely powerful drums shake like a mighty earthquake, cool tempo changes included. In addition, I find the intensive use of the cymbals very well done. This already creates a special cool metallic effect that I really like here. The bass is also gigantic and heavy and has here permanently a dominant appearance with some stand alone parts.

Developments

The growls roar abysmally and sound mighty evil aggressive to match the sound. But I don’t really understand the concept of two singers. Because I can’t make out any sonic differences. However, I see progress in the growls in contrast to the previous albums, because it sounds better with more depth and presence. So this concept has its sense somehow.

Speaking of differences! Yes I know that we are far away from progressive metal here,but overall the demonic playground offers me a bit too little variety. Even if you have to credit ACRANIUS that they have developed in this respect as well and bring more variance into the game, I still miss more characteristic songs overall that stand out from each other.

So there are songs like „Feigned Death“, which stands out nicely with its snappy „rocky“ groove. „Mercy Denied“ also offers such passages. These are such moments where you start to break out of their comfort zone. Others may consider the whole thing a consequent concept and see it as an advantage and predicate feature. It’s just like so often a matter of taste!

Conclusion

ACRANIUS don’t do it halfheartedly with „Mercy Denied“. The album is a hell of a wrecking ball that slams in with all its might and leaves no stone unturned. Everything is crushed to dust here, especially the neck muscles. The quality of the production has improved greatly, so that the sound actually comes across noticeably with a lot of pressure and volume.

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Bildquellen

  • ACRANIUS Cover+Infos: Cover + Infos--> Oktober Promotion//Rest-->Pixabay
  • ACRANIUS Titelbild: Oktober Promotion

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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