ORBIT CULTURE – EP „Shaman“ Review

(English review down below)

Überragender Melodic-Death-Metal

ORBIT CULTURE (Facebook ) lassen wieder von sich hören. Und wie! Nach dem letzten Album „Nija“ (Review ), welches in meiner persönlichen Bestenliste des Jahre 2020 landete, prügeln die Schweden uns wieder in ihrer ganz besonders martialischen Art und Weise einige Songs um die Ohren. Für ein ganzes Album hat es nicht gereicht, aber die neue EP „Shaman“ mit ihren 25 Minuten Spielzeit ist schon eine ordentliche Ansage und für einen Snack zwischendurch mehr als nur laues Fast Food. E ist vielmehr ne ganz scharfe Mahlzeit. Und welche Band haut schon ein Jahr später noch ein ganzes Album raus? Also sollten wir sehr glücklich mit diesem Output sein, mit dem die meisten wahrscheinlich ohnehin nicht gerechnet hätten. Ich bin jedenfalls wieder einmal völlig geflasht!

Typisch ORBIT CULTURE

Ich bin der Meinung, dass ORBIT CULTURE ihren ganz eigenen Sound gefunden und somit eindeutig einen Wiedererkennungswert geschaffen haben. Man hebt sich mit dem Sound deutlich von der Masse ab! Und die neue EP „Shaman“ ist die Fortsetzung des letzten Albums „Nija“, welches bei mir schon mächtig eingeschlagen hat.

Monumental brutal

kämpfen sich ORBIT CULTURE mit der gewohnten Unerbittlichkeit ihren Weg frei. Sie haben rein nichts von ihrer Energie und Brutalität verloren. Ganz im Gegenteil… Sie setzen ihren Weg konsequent fort und schmettern uns in martialischer Manier ihre Songs in die Ohren. Die Single „Flight Of The Fireflies“ glänzt dabei mit einem tollen epischen Chorus, der das Metalherz bis zum bersten aufpumpt.

Eine hochwertige Mischung

aus schonungsloser Prügelei und einer verdammt kraftvollen melodischen Power führt zu einer einzigartigen extremen Erfahrung. Man höre sich den epischen Abschlusstrack „A Sailors Tale“ an und man kann gar nicht anders als vor Ehrfurcht niederknien und diesem genialen Sound huldigen. Allein diese Entwicklung des Songs von den anfangs einleitenden Cellos, über die fulminante Überleitung zu dem treibenden brutalen Part bis hin zu dem heroischen Chorus, kann man nur als genial bezeichnen. Der Song ist eine Offenbarung!

Den gnadenlosen Dampfhammer

holen ORBIT CULTURE mit den Songs „Carvings“ und „Strangler“ hervor. Hier wird hemmungslos Druck gemacht und es wird straight nach vorne marschiert. Die Songs pushen ohne Ende und dulden keine Pause. Eine absolute Kampfansage!

„Mast Of The World“

ist er Opener der treibenden Hetzjagd, auf den ich hier zum Ende noch mal eingehen möchte. Es ist ein mit Blastbeat-Attacken gespickter Midtempo-Brecher. Das variable furiose Drumming ist eines der typischen Merkmale, die ORBIT CULTURE auszeichnen. Was aber speziell den Song „Mast Of The World“ auszeichnet, sind die Klänge einer gewaltigen Kirchenorgel, welche zum Ende sogar gemeinsam mit den Klängen von einem Cello eine eindrucksvolle atmosphärische Sequenz bilden. Leider gibt es zu dem Song kein Video. Also müsst Ihr Eure Neugierde diesbezüglich bis zur Veröffentlichung ein wenig zügeln. Dazu habe ich…

…eine kleine persönliche Anekdote.

Ich war aufgrund der Konfirmation meines Sohnes tatsächlich mal in der Kirche. Ja ich weiß…. Normalerweise Langeweile ohne Ende. Und was haben ORBIT CULTURE mit Kirche zu tun? Aber tatsächlich haben mich zwei Dinge an diesem Gottesdienst begeistert. Zum einen hat eine professionelle Violinistin diesen Gottesdienst mit ihrem Spiel bereichert. Eine ganz tolle Erfahrung. Zum anderen hat die Organistin zum Abschluss mal richtig in die Orgeltasten gehauen und uns von Johann Sebastian Bach die Komposition „Toccata and Fugue in D Minor“ in die Ohren fahren lassen. Ich war hin und weg von diesem Sound und habe tatsächlich direkt ORBIT CULTURE gedacht. Falls niemand weiß, wovon ich rede, der sollte sich wenigstens die ersten zwei Minuten des folgenden Stücks anhören.

Fazit

ORBIT CULTURE bieten nach wie vor monumentalen brachialen Melodic-Death-Metal, der in seiner Art einzigartig ist. Ich habe das Album „Nija“ letztes Jahr mit 10 Punkten bewertet und ORBIT CULTURE reiten weiter ganz oben auf der Monsterwelle. Die Männer geben sich keine Blöße und bieten ein wahres Fest von Killersongs, die dermaßen scheppern, dass einem schwindelig wird.

Perfekt ausgearbeitete Songs bahnen sich ihren Weg. Der Sound ist wie gehabt kompromisslos hart. Das charakteristische monstermäßige Drumming und der geile Gesang sind unvergleichlich. Das gesamte auditive Gesamtkonzept bieten ein fantastisches Hörerlebnis. Das ist nicht einfach nur stumpfe Power ohne Sinn und Verstand, sondern eine geschickte soundtechnische Kriegsführung, die keinen Widerstand duldet und Euer Herz im Sturm erobert. Für mich aktuell eine der besten Bands!

Etwas hätte ich aber noch….

Und so sehr ich den Sound von ORBIT CULTURE liebe und schätze, so wünschte ich mir doch, dass die großartige cleane Stimme von Sänger Niklas ab und zu mehr Raum bekommen würde und nicht nur beim kraftvoll geschmetterten Chorus. Die Growls sind ohne Zweifel erste Sahne, aber auch gerade die cleane Voice hat ein wunderbar charakteristisches Klangbild. Ich erinnere mich an den Song „Rebirth“ vom letzten Album „Nija“. Dies war auch der erste Song, den ich von ORBIT CULTURE zu hören bekam. Diese irre geile Stimme im anfänglich ruhigen Part des Songs hatte mich voll abgeholt. Noch eine Kostprobe von der etwas gefühlvolleren Seite gab es beim Song „Behold“.

Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass die EP „Shaman“ ein wahrer Killer ist. ORBIT CULTURE liefern wieder volle Granate ab.

English Review

Outstanding melodic death metal

ORBIT CULTURE (Facebook ) let us hear from them again. And how! After the last album „Nija“ (Review), which landed in my personal best list of 2020, the Swedes beat us again in their very special martial way some songs around the ears. It was not enough for a whole album, but the new EP „Shaman“ with its 25 minutes playing time is already a decent announcement and for a snack in between more than just lukewarm fast food, but rather a quite spicy meal. And which band releases a whole album already one year later? So we should be very happy with this output, which most people probably wouldn’t have expected anyway. In any case, I’m totally blown away!

Typical ORBIT CULTURE

I am of the opinion that ORBIT CULTURE have found their very own sound and have thus clearly created a recognition value. They stand out with the sound clearly from the masses! And the new EP „Shaman“ is the continuation of the last album „Nija“, which already had a powerful impact on me.

Monumental brutal

ORBIT CULTURE fight their way free with their usual relentlessness. They have lost nothing of their energy and brutality. Quite the opposite… They continue their way consequently and blast their songs into our ears in a martial manner. The single „Flight Of The Fireflies“ shines with a great epic chorus, which pumps up the metal heart to bursting.

A high quality mixture

of relentless thrashing and a damn powerful melodic power leads to a unique extreme experience. Listen to the epic closing track „A Sailors Tale“ and you can’t help but kneel in awe and pay homage to this ingenious sound. Just this evolution of the song from the initial introductory cellos, to the brilliant transition to the driving brutal part and the heroic chorus, can only be described as genius. The song is a revelation!

The merciless hammer

ORBIT CULTURE bring out with the songs „Carvings“ and „Strangler“. Here the pressure is put on mercilessly and the band marches straight forward. The songs push without end and don’t tolerate a break. An absolute declaration of war!

Mast Of The World“

is the opener of the driving chase, which I would like to mention here at the end. It is a midtempo crusher peppered with blastbeat attacks. The variable furious drumming is one of the typical features that distinguish ORBIT CULTURE. But what especially distinguishes the song „Mast Of The World“ are the sounds of a huge church organ, which even form an impressive atmospheric sequence together with the sounds of a cello at the end. Unfortunately there is no video for the song. So you have to curb your curiosity a little bit until the release. For this I have…

A little anecdote

on the subject of the church organ. I was after a long time once again in the church due to the confirmation of my son. Yes I know…. Normally boredom without end. But actually two things excited me. First, a professional violinist enriched this worship with her playing. A very great experience. On the other hand, the organist really hit the organ keys and let the piece „Toccata and Fugue in D Minor“ by Johann Sebastian Bach hit my ears. I was blown away by this sound and actually thought directly of the song by ORBIT CULTURE. If no one knows what I’m talking about, they should at least listen to the first two minutes of the following track before continuing with ORBIT CULTURE. Maybe it will increase your curiosity a little bit for what is to come.

Conclusion

ORBIT CULTURE offers monumental brute Melodic-Death-Metal, which is unique in its kind. I rated the album „Nija“ last year with 10 points and ORBIT CULTURE continue to ride on top of the monster wave. The men show no mercy and offer a true feast of killer songs that rattle so much that it makes you dizzy.

Perfectly crafted songs pave their way. The sound is as usual uncompromisingly hard. The characteristic monster drumming and the awesome vocals are incomparable. The entire overall auditory concept offer a fantastic listening experience. This is not just blunt power without sense and reason, but a skillful sound warfare that tolerates no resistance and takes your heart by storm.

ORBIT CULTURE nailed it. For me currently one of the best bands ever!

But I still have something…

as much as I love and appreciate the sound of ORBIT CULTURE, I wish that the clean voice of singer Niklas would get more space now and then and not only during the powerfully smashing chorus. The growls are without a doubt first class, but also just the clean voice has a wonderfully characteristic sound. I remember the song „Rebirth“ from the last album „Nija“. This was also the first song I got to hear from ORBIT CULTURE. That crazy awesome voice in the initial quiet part of the song had me totally picked up. Another taste of the more soulful side was the song „Behold“. But it doesn’t change the fact that

the EP „Shaman“ is a real killer.

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Bildquellen

  • ORBIT CULTURE Shaman-Cover+Bewertung-1-: HOLDTIGHT Promo
  • ORBIT CULTURE Titelbild-1-: HOLDTIGHT Promo

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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