ACT OF DENIAL – „Negative“ Review

(English review down below)

Melodic-Death-Metal

ACT OF DENIAL (Facebook ) sind mal wieder ein Beispiel, dass man als Redakteur oder als Redaktion nicht alles mitbekommen und bearbeiten kann. Ich könnte wetten, dass ich einige geile Bands und Acts immer noch verpasse, obwohl ich versuche immer am Ball zu bleiben. Aber es ist nicht mehr wie vor 30 bis 40 Jahren, als der Markt für Rock und Metal noch übersichtlicher war. Die Zeiten ändern sich halt.

ACT OF DENIAL hätte ich daher fast verpasst, was sehr sehr schade gewesen wäre. Zum Glück bin ich quasi auf den letzten Drücker noch darauf aufmerksam geworden. ACT OF DENIAL sind eine sogenannte Supergroup, also eine Zusammenkunft von Musikern aus verschiedenen bekannten Bands. Am 13.08.2021 werden sie ihr Debütalbum „Negative“ auf den Markt schmeißen. Ob Ihr Euch die Scheibe fangen solltet, verrate ich Euch in dem folgenden Review hier bei `metal-heads.de´.

Wen haben wir denn da?

Also das Line-Up setzt sich in der Tat aus megageilen Typen zusammen und daher lohnt es sich die Männer alle aufzuzählen: Sänger Björn Strid (Soilwork), Gitarristen Luger (Koziak, Benighted-Cro) und Voi Cox (Koziak, Victim), Bassist Steve Di Giorgio (Death, Testament), Drummer Kerim “Krimh” Lechner (Septicflesh) and Keyboarder John Lönnmyr (The Night Flight Orchestra).

Als wäre das nicht schon geil genug, hat man noch einige Gastmusiker eingeladen, um die Songs mit ihren Kunstfertigkeiten in Form von individuellen Gitarrensolos zu veredeln. Dabei lassen die Saiten folgende Gitarristen glühen: Bobby Koelble (Death), Peter Wichers (ex Soilwork), Matias “IA” Eklundh (Freak Kitchen) and big rock star guitar player Ron Thal Bumblefoot (Guns N’ Roses, Son of Apolo).

Na, wer fängt da nicht schon an zu lechzen?

Da läuft einem beim Lesen schon das Wasser im Munde zusammen. So steigen wir mal schnell ein in die Scheibe und lassen das Ding rotieren. Schon der Opener „Puzzle Heart“ ist ein gnadenloser Frontalangriff. Bei den langhaarigen Metalfans ist umgehend die Haarwindmühle im Hardcoremodus angesagt. Aber auch für Fans wie mich mit weniger bzw. kürzeren Haaren bedeutet dies brutales Nackenmuskeltraining !

Somit wird Euch die Marschrichtung unmittelbar eingeprügelt. Es geht sofort zur Sache mit gnadenlosem Riffing und rasendem Drumming. Der Sound fegt über Hörzellen hinweg und diese biegen sich wie Bäume bei einem Hurricane. Es wird auch augenblicklich deutlich, dass der technische Level unglaublich hoch ist. Die flinken melodischen Leads sind brilliant gespielt, das Solo über jeden Zweifel erhaben. Der brutale Gesang und der tolle Chorus vervollständigen einen absoluten Knallersong. Überzeugt Euch selbst!

Killer über Killer

Einfach der Wahnsinn, mit was für einer Energie die Männer hier zu Werke gehen. Man versucht erst gar nicht mal einen Gang runterzuschalten. „Controlled“ setzt mit seinen überirdischen Leads noch mal einen drauf. Total irre! Ich muss noch einmal betonen, dass mir die Vocals außerordentlich gut gefallen. Die tolle Zusammenspiel zwischen dem leidenschaftlichen massiven Sologesang von Björn Strid (Soilwork) und der tatkräftigen Unterstützung seiner Bandkollegen ist verdammt geil und clever gemacht. Eine perfekte Mischung aus melodischer Härte und hemmungsloser Power schlägt Euch entgegen. Das Songwriting ist schlichtweg der Hammer. Dafür können wir uns bei Voi Cox und Lu Ger als Songwriter bedanken. Nächstes Beispiel dafür gibt es gleich beim Song „“Down That Line“.

Okay, einen Gang runter gehts dann doch mal…

„In The Depths Of Destruction“ täuscht mit seiner cleanen Gitarre zu Beginn eine Verschnaufpause an, doch mitnichten. Aber bevor der Song wieder in die Vollen geht, erklingen coole Synthies, die ich hier so nicht erwartet hätte, aber einfach voll geil sind. Insgesamt ist der Song aber tatsächlich ein wenig zurückhaltender, was aber überhaupt nicht schlimm ist. Der Song ist trotzdem fantastisch! Damit noch einmal zurück zum Keyborder. Im Bereich des Death Metal ist das mit dem Keybord ja nicht so eine einfache Angelegenheit respektive eine kniffelige Aufgabe. Aber Keyborder John Lönnmyr  macht hier wie alle anderen auch einen super Job und gibt dem ganzen noch mal das gewisse Etwas ohne übertrieben aufdringlich zu wirken.

Restlose Begeisterung

Der Titelsong „Negative“ feuert wieder aus allen Rohren und …. BUMMM! Preschende Drumsalven, präzise abgeschossene Riffs, zerfetzende Leads und die gewaltige Stimmkanone lassen das Metalherz förmlich explodieren.

„Lost Circle“ und „Reflection Walls“ glänzen mit hammermäßigen Refrains und die differenten Gesangslinien sind wie schon erwähnt einfach nur überwältigend und reißen Euch mit einer Kraft mit, die keinen Widerstand duldet.

„Your Dark Desire“ beginnt mit rauen Riffs und holt wieder den Brutalohammer raus. Später folgt dieses vollkommen irre peperonischarfe Gitarrensolo. Das ist so heiß, dass ich direkt in Flammen stehe. Der ganze Song ist überirdisch.

Das rockig angehauchte und etwas fröhlicher (wenn man das mal so bezeichnen kann) klingende „Slave“ macht ebenfalls voll Laune und ist ein weiteres Beispiel für Songs, die einfach nicht geiler sein könnten. Ich liebe es.

Fazit

Ein Album der Superlativen! Um es mit einem kleine Wortspiel zu beschreiben: Ein Act Of Genial! Anders kann ich es nicht bezeichnen. Es gibt hier überhaupt rein gar nichts zu meckern. Von vorne bis hinten ein Killeralbum! Wer da ein Haar in der Suppe findet, der leidet wahrscheinlich an Haarausfall. An den Songs kann es jedenfalls nicht liegen.

Also liebe Metalgemeinde… Wir haben es hier mit einem grandiosen Album zu tun, wobei ich mir fast sicher bin, es in meiner Bestenliste 2021 wiederzufinden. Das ist High-End-Metal, den man meiner Meinung nach nicht besser machen kann. Das ist pures explosives Dynamit, welches Eure Metalsynapsen in einem Feuerwerk hochgehen lässt. Ein Megabrett und absolute Extraklasse! Da reichen die 10 Punkte fast gar nicht aus.

English review

Melodic-Death-Metal

ACT OF DENIAL (Facebook ) are once again an example that an editor at a metal-webzine can not get his hands on everything. I could bet that I still miss some cool bands and acts, although I always try to stay on the ball. But it’s not like 30 to 40 years ago when the market for rock and metal was clearer. Times are changing.

Therefore, I almost missed ACT OF DENIAL, which would have been a pity. Because ACT OF DENIAL are a so-called supergroup, so a gathering of musicians from various well-known bands. On 13.08.2021 they will throw their debut album „Negative“ on the world. Whether you should catch the disc, I tell you in the following review here at `metal-heads.de´.

Who do we have here?

Well, the line-up is indeed made up of mega-awesome guys, so it’s worth listing them all: singer Björn Strid (Soilwork), guitarists Luger (Koziak, Benighted-Cro) and Voi Cox (Koziak, Victim), bassist Steve Di Giorgio (Death, Testament), drummer Kerim „Krimh“ Lechner (Septicflesh) and keyboarder John Lönnmyr (The Night Flight Orchestra).

As if that wasn’t awesome enough, they invited some guest musicians to enhance the songs with their artistry in the form of individual awesome guitar solos. The following guitarists let the strings glow: Bobby Koelble (Death), Peter Wichers (ex Soilwork), Matias „IA“ Eklundh (Freak Kitchen) and big rock star guitar player Ron Thal Bumblefoot (Guns N‘ Roses, Son of Apolo).

Well, who is not already starting to crave?

It makes your mouth water just reading about it. So we quickly get into the disc and let the thing rotate. Already the opener „Puzzle Heart“ is a merciless frontal attack. For the long-haired metal fans the hair windmill in hardcore mode is announced at once. But also for fans like me with less or shorter hair this means brutal neck muscle workout!

Thus the direction of the musical march is beaten into you immediately. It goes directly to the point with merciless riffing and furious drumming. The sound sweeps over auditory cells and they bend like trees in a hurricane. It also becomes instantly apparent that the technical level is incredibly high. The nimble melodic leads are brilliantly played, the guitar solo beyond any doubt. The brutal vocals and the great chorus complete an absolute banger song. Convince yourself!

Killer after Killer

Simply amazing, with what kind of energy the men go to work here. One does not even try to switch down a gear. „Controlled“ takes it to the next level with its unearthly leads. Totally crazy! I have to emphasize again that I like the vocals extraordinarily well. The great interplay between the passionate massive solo vocals of Björn Strid (Soilwork) and the energetic support of his bandmates is damn awesome and cleverly done. A perfect mixture of melodic hardness and unrestrained power hits you. The job on songwriting is outstanding. We can thank Voi Cox and Lu Ger for that. Next example immediately with the song „Down That Line“.

Okay, one gear down… or not?

„In The Depths Of Destruction“ deceives with its clean guitar at the beginning a breather, but not at all. But before the song goes with force again, cool synths can be heard, which I would not have expected here so, but are just crazy. Overall, the song is actually a little more restrained, which is not bad at all. The song is still fantastic! With that once again back to the keyboarder. In the field of Death Metal, the keyboard is not such a simple matter, respectively a tricky task. But Keyborder John Lönnmyr  does a great job here like all the others and gives the whole thing that certain something without being overly obtrusive.

Restless enthusiasm

The title track „Negative“ fires again from all pipes and …. BOOM! Thrashing drum salvos, precisely fired riffs, shredding leads and the whipping vocal cannon literally make the metal heart explode.

„Lost Circle“ and „Reflection Walls“ shine with awesome choruses and the different vocal lines are, as already mentioned, simply overwhelming and sweep you along with a force that doesn’t tolerate any resistance.

„Your Dark Desire“ starts with rough riffs and brings out the brutal hammer again. Later follows this completely crazy hot like jalapenos guitar solo. It’s so hot, I’m right on fire. The whole song is out of this world.

The rocky and somewhat more cheerful (if you can call it that) sounding „Slave“ also makes full mood and is another example of songs that simply could not be more awesome. Love it.

Result

An album of superlatives! To describe it with a little play on words: An Act Of Genius! I can’t describe it any other way. There is absolutely nothing to complain about. From front to back a killer album!

So dear metal community… We are dealing here with a terrific album, whereby I am almost sure to find it in my best list 2021 again. This is high-end metal that, in my opinion, can’t be done any better. This is pure explosive dynamite that will make your metal synapses go off in a blaze. A killeralbum and absolute extra class! Since the 10 points are almost not enough. ACT OF DENIAL nailed it!

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Bildquellen

  • ACT OF DENIAL Negative Cover: CMM-consulting for music and media
  • ACT OF DENIAL Cover+Infos: CMM-consulting for music and media
  • ACT OF DENIAL Titelbild: CMM-consulting for music and media

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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