Allen/Olzon – „Army of dreamers“ (VÖ: 09.09.2022)

Albumcover Allen Olzon - Beitragsbild

Allen/Olzon – „Army of dreamers“ (VÖ: 09.09.2022)

„The final countdown“…das war mein erster Eindruck, als der Opener des neuen Albums von Allen/Olzon beginnt. Die Rede ist von der neuen Scheibe des Gesangsduos Russell Allen (den der Kenner als Frontmann der Prog Formation SYMPHONY X kennen) und Anette Olzon (Ex-NIGHTWISH). Wir von metal-heads.de hatten euch vor zweieinhalb Jahren bereits vom Vorgänger berichtet, die Review findet ihr hier. Umso mehr waren wir daran interessiert, uns auch das aktuelle Material anzuhören, um euch unsere Eindrücke zu schildern. Also zurück zur Musik. Es geht direkt mit symphonischem Sound los und neben Powerdrums stehen die beiden Stimmen im Fokus, die großartig harmonieren. Glasklare weibliche Vocals und der kraftvolle Gesang von Mr. Allen. Das zieht einen direkt in den Bann.

Der zweite Song startet etwas gemäßigter und insbesondere Anette Olzon steigt gesanglich ein. Ihr männlicher Gegenpart singt hier etwas zurückhaltender. Harmonischer Gesang, teils im Duett. Musikalisch ist das Ganze melodisch ausgerichtet. Aber was erzähle ich euch…hört doch einfach mal selbst rein:

Allen/Olzon – „Army of dreamers“ (VÖ: 09.09.2022)

Weiter geht es mit „Out of nowhere“…zunächst langsam und bedächtig. Dann rockt es amtlich los und bald packt uns der Frontmann mit seiner Stimme. Bald steigt auch der weibliche Gesang ein. Melodische Gitarrenarrangements. Klasse. Track 4 kommt symphonisch daher, Doublebasssalven werden aus dem Drumkit abgefeuert, die E-Gitarre heult auf, später liefert sie ein Solo. Jawoll. Bei der nachfolgenden Nummer serviert man uns Streicher zum Einstieg. Dann geraten diese in den Hintergrund, während das Ganze vor sich hin rockt. Einmal mehr Gesangsduette und mitreißende Soloparts am Mikro.

Albumcover Allen Olzon

Pianoklänge lassen uns nur kurz verschnaufen und schon geht es rockig zur Sache. Auch zu „All alone“ gibt es die Musik – sogar in Form eines offiziellen Videos. Wobei auch die Lyrics teils integriert sind. Finde ich optisch gut gemacht. Schaut mal selbst – wie gefällt es euch? Ein starker Song und einer der Glanzpunkte auf dem Album.

Das war also mit über 6 Minuten der längste Track auf „Army of dreamers“. Schon geht es weiter mit einem dynamischen Schlagzeug-Intro, gleich weiter mit melodischen Arrangements. Wieder einmal Doublebass-Passagen, aber auch durchaus Sequenzen, wo man das Tempo ein bisschen herausnimmt. Rockige Riffs. Der Song ist schon ziemlich heavy. Zu Beginn des achten Stückes erklingt wieder ein Klavier, aber schon bald wird wieder gemäßigt losgerockt. Da gibt es ja durchaus Abstufungen. Hier gefällt mir wieder die stimmliche Zusammenarbeit der weiblichen und männlichen Vocals. Klasse!

Symphonisch imponiert „I am gone“ mit seinem Keyboardparts, dazu emotionale Gesangslinien. Kraftvolle Drums, melodiöses Gitarrenspiel. Das ist stimmig und fügt sich in das sonstige Material ein. Der vorletzte Track des Silberlings schraubt das Tempo mal wieder etwas nach oben. Treibende Drums, die Gitarrenriffs steigen mit ein. Hatte ich schon das gelungene Zusammenspiel der beiden kontrastreichen Stimmen erwähnt? 😉 – das macht Freude! Was kommt zum Schluss? Keine wirkliche Überraschung. „Never too late“ fügt sich in das musikalische Gesamtkonzept ein. Keyboards, symphonische Atmosphäre, Power-Drums…den bisherigen Weg konsequent fortgesetzt.

Das Fazit bei metal-heads.de zum Zweitling von Allen/Olzon

Welches Fazit ziehen wir also hier bei metal-heads.de bei der Betrachtung des neuen Albums von Allen/Olzon? Es gibt auf jeden Fall eine Konstante. Das ist Magnus Karlsson, der schon seit Jahren mit Russell Allen arbeitet. Der ist nicht nur für den instrumentellen Part an Gitarre, Bass und Keyboards zuständig, sondern hat auch die Aufnahmen und die Produktion zu verantworten. Gemeinsam hat man zu dritt – beziehungsweise es gibt ja genaugenommen auch noch Anders Köllerfors am Schlagzeug – einen prima Nachfolger für das 2020er Debüt erschaffen.

11 Songs haben den Weg auf den Silberling geschafft und neben den Trademarks wie dem passenden Zusammenspiel der beiden gesanglichen Counterparts bekommen wir melodisches Keyboardspiel, mal rockige Gitarrenriffs und mal harmonische Melodien auf dem Griffbrett. Die Drums sorgen in der entsprechenden Dosierung für den jeweils nötigen Wumms oder halten sich eben eher dezent im Hintergrund. Angenehm zu hören ist das neue Material und es macht auch nach diversen Durchgängen noch Freude.

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Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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