Black Vulpine – düster gut mit „Veil Nebula“

Black Vulpine 2019

Unglaubliche fünfzehn Jahre sind die Mitglieder von Black Vulpine nun schon zusammen aktiv, aber erst  2015 erschien mit „Hidden Places“ das Debüt der Dortmunder. Gut Ding will wohl Weile haben und etwa vier Jahre später kommt am 01. März 2019 via Moment Of Collapse Records / Broken Silence mit „Veil Nebula“ der lang erwartete Nachfolger des Debüts von Black Vulpine heraus. Düsterer und schwerer soll es geworden sein, das Zweitwerk. Das sehenswerte Artwork stammt übrigens von WrittenInBlack. Mal schauen, was uns das Video zum Opener „Limbus“ über die Platte verrät.

 

Black Vulpine – düster und rockig

Düstere und schwere Gitarrenriffs führen durch den „Limbus“ und dazu der fast hypnotische Gesang von Frontfrau Sarah Voß lassen keine Wünsche offen. Ein zähflüssig wabernder Headbanger, der uns nahtlose in die Morgendämmerung „In The Dawn“ begleitet. Diese kommt nicht ganz so heftig daher wie der Opener, weiß aber auch zu gefallen. Etwas vertrackter wird es bei „Foredoomed“, aber die knapp sieben Minuten entwickeln eine tolle Dynamik und wieder ist es der Gesang, der zart schwebend über den doomigen Riffs, den Song aus der Masse hebt. Mit „Dread“ und „The Painting“ folgen die beiden kürzesten Songs des Albums. Wobei kürzer hier immer um die viereinhalb Minuten bedeutet. Während ersterer mich nicht so packt, nimmt mich „The Painting“ mit seinem bedrohlichem Beginn direkt gefangen. Langsam und unheilvoll schleicht sich der Song in die Gehörgänge. Ganz großes Kino!

Black Vulpine schaffen düster-bedrohliches

Diese Stimmung wird von „Hounted House“ fortgeführt. Nicht so heavy, eher wie Untermalung zu einem düsteren Psycho-Horror Streifen, aber ebenfalls sehr gelungen. Ich mag so etwas. „Hollow“ ist eine vom Gesang dominierte Nummer, aber es gibt auch wieder düster-heavy Riffs und nach der Hälfte wird das Tempo dann angezogen. Ach ja, tolle Melodien gibt es auch noch obendrauf. Zu „Minotaur“ möchte ich gar nicht viel sagen, sondern euch lieber auf das Video unten verweisen, das die Stimmung des Songs kongenial einfängt. Auf knapp acht Minuten bringt es „A Lucid Dream“ und diese sind alles andere als eintönig. Breaks und interessante Zwischenparts lockern den Song an genau den richtigen Stellen auf.  „Liar“ geht wieder etwas energischer zur Sache und hat einen tollen Refrain, der ins Ohr geht. Zum Abschluss zeigen Black Vulpine noch einmal ihre Vielfältigkeit. „Uprooted“ bietet von düsteren Headbanger Riffs und schaurig-schönen Melodien bis hin zu atmosphärischen Part alles.

 

Black Vulpine – eine gute düstere Stunde

Stoner, Sludge, Doom, Psych… Ich finde Etiketten werden Black Vulpine nicht gerecht. Mit „Veil Nebula“ haben Black Vulpine eine gute Stunde düstere Musik geschaffen. Black Vulpine Veil Nebula CoverWas mir dabei besonders gut gefällt, ist dass die Platte dabei nicht zu eindimensional geraten ist. Die Songs zeigen sich vielfältig. Vom düsteren Rocker, zu dem man wunderbar und langsam headbangen kann, bis hin zu düster-atmosphärischen Stücken ist alles dabei. Kennzeichnend und definitiv ein Wiedererkennungsmerkmal ist die Stimme von Sängerin Sarah Voß, die über den markanten Riffs hinwegschwebt. Mir hat „Veil Nebula“ richtig gut gefallen und wer sich in den eingangs erwähnten Schubladen wohlfühlt, der sollte direkt über den Link unten das Album ordern. Wer gerne düstere Musik mag, ist bei Black Vulpine ebenfalls richtig und sollte „Veil Nebula“ schleunigst der heimischen Plattensammlung hinzufügen.

Black Vulpine – Line-Up und Kontakt

Sarah Voß – Gesang und Gitarre
Daria Stirnberg – Gitarre
Stefan Zacharias – Bass
Rüdiger Stirnberg – Schlagzeug

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Bildquellen

  • Black Vulpine Veil Nebula: cz! Promotions
  • Black Vulpine 2019 720×340: cz! Promotions
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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