Ein Klassiker – Frampton Comes Alive 1976 (remastered)

FramptonAliveCover
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Ein Klassiker auf dem Plattenteller

Ich erinnere mich gerne an die guten alten 70er. Damals, im Kinderzimmer mit zwei bedeutend älteren Geschwistern, die dort einem Rock-Vinyl nach dem nächsten lauschten…darunter auch ein besonderes Livealbum, besagtes Frampton comes Alive. Erschienen im Jahre 1976, ist es für viele immer noch eines der besten Livealben, die jemals aufgenommen wurden.

Frampton war geboren ein Star zu werden….oder doch nicht?

Peter Frampton war der perfekte Rockschwarm. Wallendes gelocktes blondes Haar, eine wirklich tolle, angenehme Stimme und ein subtiles Gitarrenspiel, dass sich verdammt nochmal hören lassen konnte. Damals als Vorband von Johnny Winter, nahm der gute Peter die Livejuwelen dieses Albums auf. Am Ende verkaufte sich der Longplayer alleine im Erscheinungsjahr 8 Millionen mal, bis heute sind es ca. 12 Millionen verkaufte Einheiten.

Aus der ganz großen Karriere wurde dann leider doch nichts. Ein kläglicher Versuch mit Frampton Comes Alive II und diverse Engagements als Siedeman diverser Künstler, darunter unter anderem auch Ringo Starr, verhalfen Frampton nicht zum immer erfhofften Superstarstatus.

Das Besondere an diesem Album?

Da ist ganz klar – der geniale Mix aus 14 Songs und diversen Stilen. Frampton und Band führen die Zuhörer durch rock-poppige Songs, rocken saumäßig auf den Punkt ab und nehmen sich auch mal die Zeit in jazzigere oder gar akustische Gefilde abzudriften. Das alles geschieht, ohne den Zuhörer jemals zu langweilen. Schnell gerät man in den Bann der Musik.

Trocken und ehrlich

Der Sound ist dabei trocken und ehrlich und wie aus einem Guss mit in die Zeit. Damals durfte man halt live noch experimentieren und es war nicht verschrien, auch mal anspruchsvolle und schnulzige Texte zu paaren. Die Menschen hatten bei Gigs kein Smartphone in der Hand, sondern lebten den Moment.

Wer Lust auf eine Zeitreise hat, dem bietet Frampton Comes Alive eine schöne Möglichkeit diese Reise zu tun. Die Atmosphäre ist hier stimmig, wie auf fast keinem anderen Livealbum – oft spürt man die überschäumende Stimmung, die Nervosität und Freude des Publikums und teilweise spürt man, wie sehr der junge Peter Frampton diese Atmosphäre in Musik umwandelt.

Welthits und Innovationen

Show Me The Way„, „Baby I Love Your Way“ und „Do You Feel Like We Do“ sind garantiert Nummern, bei denen der Großteil der hier Lesenden sofort zuckt und mitschwingt. Immer noch begeistert das grandiose Songwriting.

Peter Frampton war aber auch extrem innovativ, so setzte er zum Beispiel als einer der ersten die Talkbox songdienlich ein. Die Talkbox ist dieser Schlauch, den sich ein Gitarrist in den Mundwinkel packt und die Töne der Gitarre vokalisiert. Klar,jetzt fällt der Groschen, oder? Richie Sambora von Bon Jovi setzt diese bei „Living On A Prayer“ ein, Jeff Beck, Slash und viele andere wagten sich auch daran, aber keiner setzte so einen Meilenstein wie Frampton mit „Do You Feel Like We Do“ – hört Euch den Mittelteil des Songs an und genießt es einfach!

Fazit

Das Wochenende steht vor der Tür, es bleibt also Zeit für eine Zeitreise. Lehnt euch zurück und zieht euch diesen Klassiker in Gänze rein.
Nicht umsonst bezeichnen viele Amerikaner, die zur Zeit der Veröffentlichung zur Highschool gingen, dieses Album als den Soundtrack ihres Lebens.

Erlebt eine Reise von Rock bis Pop, von Jazz bis Experimental. Es lohnt sich, selbst in der heutigen schnelllebigen Zeit. Die metal-heads.de wünschen viel Spaß dabei!

 

 

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Bildquellen

  • FramptonAliveCover: www.amazon.de/peterframpton

Blues Mike

Als ich 12 war, gab mir ein Freund die Nummer des Teufels. Unter dieser Nummer meldete sich sein Assistent, der Meister der Puppen. Er sagte mir, dass es Rost im Frieden gibt und ich fortan mit meiner Gitarre um Gerechtigkeit für Alle kämpfen sollte!

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