EYES WIDE OPEN – „Through Life and Death“ Review

(English review below)

Modern Metal

Also ich muss mal sagen, dass die Schweden immer hart am Ball sind. In Sachen Rock und Metal sind sie ganz vorne mit dabei, was die Masse an qualitativ hochwertigen Outputs angeht. EYES WIDE OPEN (Facebook) machen da keine Ausnahme. Und nun sind sie wieder am Start mit ihrem neuen Album „Through Life And Death“, welches heute am 12.11. veröffentlich wird.

Augen zu

heißt es auf dem Cover, ganz entgegen dem Bandnamen. Eine skurrile fiese Puppenfigur mit zugenähten Augen ist dort vor einem dystopisch tristen Hintergrund zu sehen. Tim Burton hätte seine helle Freude daran. Das Cover hat natürlich durchaus seinen Sinn. Denn auf dem Album wird der momentane Zustand der Welt thematisiert. Natürlich ist das nix neues in der Musikwelt, aber ich bin der Meinung, dass dieses Thema gar nicht oft genug aufgegriffen werden kann. Dem Cover gleich haben wir als Menschen den Blick für das Leben verloren. Wir sehen nicht mehr, was wirklich wichtig ist, sondern hängen wie blinde Puppen an Fäden. Und die Puppenspieler sind die Dämonen Hass, Gier und Machtlust. Zu oft heißt es bei zu vielen Menschen: Jeder gegen jeden und ich bin mir selbst der nächste!

Das ist der Motor der Zerstörung

EYES WIDE OPEN steigen gemäß dem Thema in das Album nach dem Intro mit dem Song „Devastation“ dementsprechend hart ein. Mit symphonischen Samples untermalt bricht der Song unter massiven Riffs und Drums unheimlich kraftvoll hervor. Sänger Erik steigt forsch ein und setzt direkt ein fettes Ausrufezeichen und die Band zieht die volle Aufmerksamkeit des Hörers auf sich. Der Song ist ein Killer und beeindruckt neben der brutalen Dynamik mit fantastischen Hooks und einem kraftvollen Chorus. Die Strophen werden mit wütender Vehemenz in die Ohren geprügelt.

Doch es gibt auch die anderen,

die für Gerechtigkeit und Zusammenhalt einstehen. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz verloren, dass Weg zum Abgrund noch abzuwenden ist. Kämpfen wir dafür!!! All dies verkörpert der Song „Burn ‚em“! Wieder ein absolutes Highlight! In dem Song erklingen mehr cleane Vocals mit verdammt coolen Gesangslinien. Dieser heroische Song macht Mut und fordert zum Kampf auf und dazu, die Hoffnung nicht zu verlieren.

Nicht nur Prügelei,

sondern auch Musik mit einem Gefühl für packende Melodien haben sich EYES WIDE OPEN auf die Fahnen geschrieben. EYES WIDE OPEN beherrschen diese Kombination einwandfrei, um sich in die Herzen der Fans zu spielen. Dafür ist besonders auch die kernige Ballade „Where Death Meets Paradise“ geeignet. Diese zeichnet sich durch ein deftige Portion Gefühl aus ohne dabei zu schmalzig zu wirken, denn Gefühle lassen sich nicht nur durch zarten Gesang transportieren, sondern auch mit energiegeladenen Vocals. Der Song nimmt für die Band ohnehin eine Sonderrolle ein, da dieser einem persönlichen Freund und seiner Familie gewidmet ist. Der Song behandelt den Verlust eines geliebten Menschen und den Kampf für diejenigen, die zurückgelassen werden.

Einen gewagteren Spagat zwischen Brutalität und Gefühl wagt die Band beim Song „End Of Days“, der geladen nach vorne prescht. Melodische Leads verzieren den Song und in der Mitte ertönt eine gefühlvolles Zwischenspiel, an dem sich der brutale Part mit einem turbulentes Solo wieder zurückmeldet.

Fazit

EYES WIDE OPEN stellen mit ihrem neuen Album „Through Life And Death“ erneut unter Beweis, dass sie zur Oberliga des Modern Metal zählen. Das Niveau schwankt ein wenig hin und her auf dem Album. Es gibt aber keine Ausfälle auf dem Album, dafür einige Highlights, die besonders hervorstechen. Hierbei ist für mich persönlich der Song „Devastation“ die Sensation auf dem Album und das Maß aller Dinge.

English review

Modern Metal

Well, I must say that the Swedes are always hard at the musical front. In terms of Rock and Metal they are a really hardworking production machine. EYES WIDE OPEN (Facebook) are no exception. And now they are back with their new album „Through Life And Death“, which will be released today, November 12.

Eyes closed

is shown on the cover, quite contrary to the band’s name. A whimsical nasty doll figure with sewn-up eyes can be seen there in front of a dystopian dreary background. Tim Burton would have his bright joy on it. The cover has of course quite a sense. Because on the album the current state of the world is thematized. Of course, this is nothing new in the music world, but I think that this theme can not be taken up often enough. Like the cover, we as humans have lost sight of life. We no longer see what is really important, but hang like blind puppets on strings. And the puppeteers are the demons hate, greed and lust for power. Too often, too many people say: Everybody against everybody!

This is the engine of destruction

EYES WIDE OPEN start according to the theme into the album after the intro with the song „Devastation“ accordingly hard. Accompanied by symphonic samples, the song breaks out under massive riffs and drums incredibly powerful. Singer Erik enters brashly and directly puts a fat exclamation point and the band draws the full attention of the listener. The song is a killer and impresses with fantastic hooks and a powerful chorus in addition to the brutal dynamics. The verses are beaten into the ears with furious vehemence.

But there are also the others,

who stand up for justice and cohesion. I have not yet completely lost hope that the road to the abyss can still be averted. Let’s fight for it!!! All this embodies the song „Burn ‚em“! Again an absolute highlight! In the song sound more clean vocals with damn cool vocal lines. This heroic song gives courage and calls for the fight and not to lose hope.

Not only beating,

but also music with a feeling for gripping melodies is what EYES WIDE OPEN have written on their flags. EYES WIDE OPEN master this combination perfectly to play themselves into the hearts of the fans. The pithy ballad „Where Death Meets Paradise“ is especially suitable for this. This is characterized by a hefty portion of emotion without seeming too corny, because feelings can be transported not only by delicate singing, but also with energetic vocals. The song takes a special role for the band anyway, because it is dedicated to a personal friend and his family. This song deals with the loss of a loved one and the struggle for those who are left behind.

The band dares a more daring balancing act between brutality and emotion in the song „End Of Days“, which rushes forward loaded. Melodic leads decorate the song and in the middle there is a soulful interlude, where the brutal part comes back with a turbulent solo.

Conclusion

EYES WIDE OPEN prove again with their new album „Through Life And Death“ that they belong to the upper league of Modern Metal. The level swings back and forth a bit on the album. But there are no failures on the album. In andy case there are some really highlights that particularly stand out. For me personally, the song „Devastation“ is the sensation on the album and the measure of all things.

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Bildquellen

  • 170674: Arising Empire
  • EYES WIDE OPEN Life&Death Cover+Infos: Cover+Infos-->Arising Empire//Background usw. -->Pixabay
  • EYES WIDE OPEN Life & Death Titelbild: Arising Empire--Photo by Andreas Bryske

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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