Gloryful – Cult of Sedna (VÖ 18.01.2019)

Cult of Sedna

Gloryful – Cult of Sedna

Die ersten Arbeitstage des neuen Jahres sind rum, draußen nur Nieselregen…wann also einen Artikel schreiben, wenn nicht jetzt? Zum Start ins neue Jahr habe ich mir Gloryful als erstes Review rausgepickt. Da die Jungs durchaus aktiv und produktiv sind, steht mit Cult of Sedna ein neues Album in den Startlöchern. Schon der Vorgänger End of the Night hat mir sehr gut gefallen und gehört im Moment zur festen Rotation in meinem Player. Das Review könnt ihr hier lesen KLICK. Im Zuge einer gemeinsamen Tournee mit Brainstorm und Mob Rules wird es eine CD Release Party am 18.01. im Essener Turock geben. Alle Infos zur Tournee hatte ich bereits in diesem Artikel zusammengefasst KLICK. Ob sich Gloryful mit ihrem neuen Werk noch steigern konnten, werdet ihr gleich erfahren.

Das Album

Wie schon die letzten Alben, erscheint auch dieses bei Massacre Records. Mix und Master wurde im Soundlodge Studio bei Jörg Uken durchgeführt. Uns erwarten auf Cult of Sedna 11 Songs und ca 45min Spielzeit, wobei ein Intro und ein Outro enthalten sind. Soweit erst mal die harten Fakten, jetzt wollen wir den Silberling aber mal kreisen lassen. Das gleichnamige Intro klingt stimmig und läutet das Album passend ein, auch wenn es am Ende etwas zu früh abgedreht wirkt. Dafür hämmert „The Oath“ dann direkt mal richtig los. Hartmut Stoof an den Drums darf sein Können zeigen, gefolgt von richtig geilen Riffs. Die gewohnte Stimme von Johnny la Bomba heizt ordentlich ein und irgendwie wird direkt klar, die Kollegen hatten Bock auf das Album. Da kommt schon im ersten Track so viel Tempo und Power rüber, so darf es weiter gehen.

Epische Refrains

„Brothers in Arms“ ist die zweite Singleauskopplung und schaltet im Tempo einen Gang runter, hat dann aber wieder diese unvergleichlichen Hooks und epischen Refrains zu bieten, die für mich die Band auszeichnen. Dazu die Stimme von Johnny und du weißt, du hörst Gloryful. Unverkennbar und nie langweilig. Passend zum Song gibt es auch ein eigens produziertes Musikvideo, das die Jungs im eigenen Proberaum aufgenommen haben. Übrigens inkl. moshender Freunde und Fans.

„Void of Tomorrow“ nimmt wieder mehr Fahrt auf und weiß mit eingängigen Lyrics und kraftvollen Drums zu überzeugen. Und auch hier fällt sofort wieder der Refrain auf, der schnell ins Ohr geht und da auch unbedingt bleiben will. Ein formschönes Lyric Video gibt es obendrauf.

Das folgende „The Hunt“ war die erste Singleauskopplung und prescht gewaltig nach vorn. Ich habe die Gitarren von Adrian Weiss und Jens Basten bisher nicht erwähnt. Die sind immer auf hohem Niveau, fallen aber hier besonders auf. Tempo, Vocals, Instrumente…hier stimmt einfach alles.

Halbzeit

„True Till Death“ läutet quasi Teil 2 des Albums ein. Wieder diese Hooks, kraftvoller Gesang und nach einem Break ein grandioses Gitarrensolo. „When The Union Calls on Me“ kommt dann mit epischem Refrain daher, ohne dabei irgendwie kitschig zu klingen. Das trifft übrigens auf das komplette Album zu. „Desert Stranger“ bringt eine Menge geiler Riffs mit. Wer handgemachte Musik mag, der sollte dieses Album hören. „My Sacrifice“ hat ein richtig geiles Tempo und wartet mit einer kleinen Überraschung auf. Zum Schluß bekommt Bassist Danij einen kleinen Gesangspart und der klingt sogar richtig gut. Darfst öfter singen, Danij.

Endspurt

„Sinners & Saints“ läutet dann das Ende der Scheibe ein, klingt aber absolut nicht wie ein Filler, die gerne mal ans Ende geklatscht werden. „Into the next Chapter“ bildet das instrumentale Outro und deutet wohl mit seinem Titel hoffentlich schon auf das nächste Album hin.

Fazit

Eine CD zum durchhören, alle Songs gehen geschmeidig ins Ohr und machen richtig Spaß. Beim Tempo hat man nochmal auf die Tube gedrückt und gibt Hartmut Stoof am Schlagzeug etwas mehr Spielraum. Dazu der stimmige Gesang, gepaart mit den zu jeder Zeit überzeugenden Gitarren. Es wird an keiner Stelle langweilig, Hookline reiht sich an Hookline. Einfach mal die Augen schließen und die Musik wirken lassen. Für mich das bisher „kompletteste“ Gloryful Album und nochmal ein weiterer Schritt nach vorn. Nicht so weichgespült und schmalzig, wie viele andere Vertreter des Genres. Mal melodisch, mal roh und dreckig…mal etwas langsamer und dann wieder thrashig. So macht auch mir Heavy bzw Power Metal Spaß. Volle Punktzahl, ohne mit der Wimper zu zucken.

Tracklist

  1. Cult of Sedna
  2. The Oath
  3. Brothers in Arms
  4. Void of Tomorrow
  5. The Hunt
  6. True ‚Til Death
  7. When the Union Calls on me
  8. Desert Stranger
  9. My Sacrifice
  10. Sinners & Saints
  11. Into the Next Chapter

Lineup

Johnny La Bomba – Vocals

Jens Basten – Guitars

Adrian Weiss – Guitars

Daniel Danij Perl – Bass

Hartmut Stoof – Drums

 

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Bildquellen

  • Gloryful-Beitrag: Gloryful
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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