Gloryful – End of the Night (2016)

Gloryful

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Ich freue mich immer besonders, wenn ich auf lokale Bands stoße, die qualitativ hochwertige Musik auf den Markt bringen. In diese Kategorie gehören definitiv auch die Powermetal Jungs von Gloryful. Die Kombo rund um Sänger Johnny La Bomba und Mastermind Jens Basten (Night in Gales) konnte mich jedenfalls überzeugen, dass es nicht immer Melodic Death Metal sein muß. Gegründet 2010, sind inzwischen schon 3 Longplayer auf dem Markt und, so weit ich weiß, ist das nächste Album bereits in Arbeit. Anschauen möchte ich mir heute das aktuelle Werk, End of the Night, aus dem Jahr 2016.

End of the Night

9 Songs, dazu ein Intro und 45min Spielzeit stehen auf der Habenseite. „Dawn Of The Ravenking“ startet als säbelrasselndes Intro und transportiert das Piratensetting vom Cover auch in die Musik. „This Means War“ geht dann ziemlich unvermittelt mit Power und ordentlichem Tempo zur Sache. Schon jetzt klingt durch, das die Bandmitglieder ihre Instrumente exzellent beherrschen. Das druckvolle Schlagzeugspiel wird extrem gekonnt von den beiden Gitarristen mit entsprechenden Soli eingerahmt. „The Glorriors“ kommt als richtige Powermetalhymne daher, mit etwas weniger Tempo, dafür viel Fokus auf dem sehr gelungenen Gesang inkl. Background Vocals. „Heart Of Evil“ schaltet dann fast noch einen Gang runter, klingt unheimlich melodisch und einfach nur richtig gut. Bei „Hail to the King“ geht es vom Tempo her dann wieder mehr zur Sache. Ein richtig guter Refrain, untermalt vom Doublebass des Schlagzeugs. Was mir ehrlich gesagt nicht ganz so gut gefällt, sind die „Hail to the King“ Einspieler vom Background „Chor“. Das ist mir etwas zu heroisch, aber vermutlich einfach nur Geschmackssache. Insgesamt trotzdem ein klasse Song, der richtig gut ins Ohr geht.

Halbzeit

Das darauf folgende „For Victory“ gefällt mir ebenfalls richtig gut. Insgesamt wird der Gesang von Johnny La Bomba in den Mittelpunkt gerückt und das soll sich nicht als Fehler erweisen…glasklar und mit hoher Wiedererkennbarkeit. Der Titeltrack „End of the Night“ geht melodisch wieder sehr auf das Piratenthema ein. Ich hätte mir für das Titellied mehr Geschwindigkeit und Power gewünscht und keine Ballade. Aber dieser Umstand macht das Lied nicht schlecht und ist mal wieder nur persönliches Gusto. „God Against Man“ geht dann auch wieder mit mehr Tempo ans Werk, was nach der Ballade nur folgerichtig ist. Treibende Drums und satte Gitarrensoli wechseln sich mit der beeindruckenden Stimme von Sänger Johnny ab und hieven den Song auf ein anspruchsvolles Level. „On Fire“ fokussiert sich wieder sehr auf den Gesang und kommt gerade im Refrain wie eine Hymne daher. Starker Song und einmal mehr werden die musikalischen Fähigkeiten der Songschreiber Jens Basten und Johnny La Bomba offensichtlich. Das gilt dann auch für das letzte Lied „Rise Of The Sacred Star“, dass wieder richtig Druck macht und das Album gekonnt abrundet.

Fazit

Ob Hartmut Stoof an den Drums, Adrian Weiss und Jens Basten an den Gitarren, Johnny La Bomba am Mikrofon oder Daniel Perl am Bass…alle machen einen super Job. Musikalisch ist das ganz großes Tennis von den Herren und die Stimme von La Bomba ist über jeden Zweifel erhaben. Die LP ist durch die Bank abwechslungsreich, von Charles Greywolf (Gitarrist von Powerwolf) top produziert und durchgehend auf hohem Niveau. Wie sonst oft zu sehen, gibt es hier keinen qualitativen Abfall zum Ende des Albums. Somit spielen Gloryful sich mit „End of the Night“ gut durchdacht aus dem üblichen Metal Einheitsbrei heraus. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und wann wir das nächste Album in Händen halten dürfen. Wer die Jungs gerne Live sehen möchte, hat bald die Chance im Essener Turock zusammen mit Majesty. Alle Infos natürlich hier bei uns.

Zum reinhören gebe ich euch mal „For Victory“ an die Hand.

Tracks

  1. Dawn Of The Raven King
  2. This Means War
  3. The Glorriors
  4. Heart Of Evil
  5. Hail To The King
  6. For Victory
  7. End Of The Night
  8. God Against Man
  9. On Fire
  10. Rise Of The Sacred Star

Lineup

Johnny La Bomba – Vocals
Jens Basten – Guitar
Adrian Weiss – Guitar
Daniel Perl – Bass
Hartmut Stoof – Drums

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Bildquellen

  • Gloryful Band: Gloryful
  • Gloryful-Beitrag: Amazon
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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