In This Moment – Mother (VÖ: 27.03.2020)

Cover Mother von In This Moment

Wow, das neue und schlicht mit „Mother“ betitelte, 3. Album der kalifornischen Metalcore-Band In This Moment hat es echt in sich. Warum Sängerin Maria Brink, Gitarrist Chris Howorth, Drummer Tom Hane, Bassist Travis Johnson und dem 2. Gitarristen Randy Weitzel da ein echtes Kunstwerk gelungen ist, erfahrt ihr hier bei uns auf metal-heads.de.

In This Moment mit Hommage an Stevie Wonder

Zum 70. Geburtstag von Soul-Legende Stevie Wonder hat sich die Band aus Los Angeles etwas ganz Besonderes ausgedacht. Mit einer wundervollen Cover-Version des 1976´er Klassikers „Fly like an eagle“ hängen In This Moment die musikalische Messlatte gleich zu Beginn der neuen Platte ziemlich hoch. Wunderbar gelungen ist übrigens hier bereits der Übergang des betörenden Schlagzeug-Beats der Intro „The Beginning“ zu diesem 2. von insgesamt 14 Tracks auf „Mother.“

Die erste Single „The In-Between“

Mit der bereits vorab ausgekoppelten Single „The In-Between“ (wir berichteten) und der schönen Midtempo-Nu Rock-Nummer „Legacy“ leiten In This Moment elegant über in einen weiteren Cover-Song. Nämlich einem der britischen Rock-Legende um Sänger Freddie Mercury.

Ein Queen-Cover, was sich hören lassen kann

Mit Hilfe von Lzzy Hale and Taylor Momsen brilliert sich In This Moment-Frontfrau Maria Brink durch den – zugegebermaßen oftmals mehr schlecht als recht gecoverten – Überhit „We Will Rock You.“ Und? Was soll man sagen? Eine echt gelungene, groovig harte Version, die da herausgekommen ist. Daumen hoch.

Titeltrack als Schwachpunkt?

Ehrlich gesagt, zum gleichnamigen Titelsong des Albums fehlt mir etwas der Zugang. Ich finde „Mother“ ein wenig eintönig und zugleich sperrig, aber vielleicht geht es nur mir so. Dafür kann ich mit „As Above So Below“ wesentlich mehr anfangen. Hier kommt die abwechslungsreiche Bauch-Kopf-Growl-Stimme von Maria Brink so richtig zur Geltung. Nu Rock, gepaart mit ordentlichen Hardcore-Parts und melodisch rockigen Passagen. In This Moment, wie man sie kennt und liebt.

In This Moment
In This Moment

Die Bühnenshow fehlt

Bei „Born In Flames“ kann man sich als Fan von In This Moment richtig gut vorstellen, wie flammengewaltig das passende Musikvideo aussehen würde. Denn eine der größten Stärken der Band – die Bühenpräsenz und künsterlische Ader, ihre Werke cineastisch darzubieten – kann ein akustisches Hörerlebnis verständlicherweise nicht bieten. Dafür muss beim Hören der gesamten Platte das eigene Kopfkino ausreichen.

Die Gitarren-Riffs von Chris Howorth

Welch brettharte Riffs Ausnahme-Gitarrist Chris Howorth abliefern kann, zeigt exemplarisch der Song „God Is She“ und hierin insbesondere der Gitarrenklang im letzten Refrain. Ein wahres Schmankerl. Gerne mehr davon. Während der nachfolgende Track „Holy Man“ eher zart statt hart anmutet, wird es im Duett mit Gastsänger Joe Cotela der Band „Ded“ im Lied „Hunting Grounds“ wieder eine Spur metallischer. Ein schönes Gitarrensolo rundet den Song ab.

Am Ende der Platte

Meistens geht Bands ja zum Ende einer Schallplatte die Luft ein wenig aus. Das Ideenreichtum von In This Moment verhindert dies glücklichweise. Denn die beiden abschließenden Songs „Lay Me Down“ und „Into Dust“ mögen morbid und staubig klingen und auch textlich Beerdigungstimmung bieten. Langweilig sind diese Lieder im Aufbau und in ihrer Struktur keineswegs. Zudem ist das abschließende, E-Piano getragene „Into Dust“ mit 6 Minuten und 41 Sekunden auch die längste Nummer auf der bei Roadrunner/Atlantic erscheinenden CD „Mother.“

Fazit: aller guten Dinge sind drei

Um es kurz zu machen: „Mother“ ist aus meiner Sicht die beste der bislang drei Scheiben von In This Moment. Die Band hat sich im Vergleich zum Vorgänger-Album „Ritual“ aus dem Jahr 2017 noch einmal gesteigert. Wer durchweg plumpen Metal-Core und wilden Groove Metal erwartet, wird von „Mother“ enttäuscht sein.

Kette von Songperlen am Stück

Wer seinen Ohren jedoch einen echten Hörgenuss bieten möchte und sich bitte einmal dazu zwingt, die gesamte Platte „Mother“ am Stück von Anfang bis zum Ende durchzuhören, wird mit einer zusammenhängende Kette von Songperlen belohnt. Ob mystisch und atmosphärisch oder poppig, ob groovy und hardcorelastig oder balladesk…In This Moment bedienen viele Gemüter und bieten akustische Vielfalt. Ein echtes Kunstwerk.

Mehr zur Band gibt es hier bei uns und auf der Interetseite von In This Moment.

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Bildquellen

  • In This Moment: Sailor Entertainment
  • Cover In This Moment: Amazon
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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