Stonefield – Bent und die düsteren Siebziger

Stonefield Köln MTC

Stonefield aus Australien, das sind vier Schwestern die schon als Teenager angefangen haben zusammen Musik zu machen. Das reicht oftmals aus um mediale Aufmerksamkeit zu generieren. Wir hatten aber schon das Vergnügen die Findlay-Schwestern live im Kölner MTC zu erleben und auch ein Interview mit ihnen zu führen. Den Konzertbericht findet ihr hier und das Interview könnt ihr in unserem YouTube Channel sehen. Am 14. Juni 2019 erschien dann bei Flighless Records mit „Bent“ der Nachfolger zu „Far From Earth“. Ehrensache, dass wir uns da auch ausführlich dem neuen Album gewidmet haben. Das Video zum Opener „Sleep“ ist definitiv schon mal nicht zum Einschlafen, aber seht selbst:

 

Stonefield – doomig und psychedelic

Düsteres Riffing lässt einen gar nicht an Flower Power und Hippies denken. „Sleep“ beschwört vielmehr den Geist von Black Sabbath herauf und gefällt mir schon mal  sehr gut. „Dog Eat Dog“ hat nichts mit der gleichnamigen Band zu tun, aber dafür jede Menge düsterer Verzerrung zu bieten. Sehr gut gefallen mir auch die Keyboards, die so unterschwellig daherwabern. Bisher war es vom Tempo eher schleppend, aber bei „Dead Alive“ zieht Amy das Tempo an und spacig klingt das Ganze auch noch. „People“ ist ein Song der zwischen Doom und Psychedelic hin und her wechselt, interessante Mischung. Sarah entlockt ihrem Keyboard spacige Klänge und entführt uns so auf die „Route 29“, wo es dann in ungeahnte Tiefen geht wie Holly am Bass dann illustriert.

Stonefield – distortion is their passion

Ob bei „66“ eine weitere 6 vergessen wurde oder die Route 66 gemeint ist, erschließt sich mir beim zweizeiligen Text leider nicht. Es ist aber ein Song in bester Hawkwind Tradition. Und in der Art machen die Findlay Schwestern auch weiter. Was mir besonders noch einmal bei „If I Die“ auffällt ist der Kontrast zwischen der düsteren Musik und dem angenehm-schönem Gesang. Ein wenig Erholung für die Ohren bietet das kurze Instrumental „Dignity“, ist das mal nicht so doomig und verzerrt. Dafür kriecht dann „Shutdown“ wieder bedrohlich aus den Boxen. Cleane Klänge konkurrieren mit böser Verzerrung. Zum Abschluss gibt es mit „Woman“ noch einen Track der all die Albumzutaten in sich aufnimmt und kulminiert um dann brummend auszuklingen.

Stonefield – düster, heavy und monoton

„Bent“ lässt mich ein wenig geschockt zurück. Ich hätte nicht gedacht, dass Stonefield durchgehend so düster, heavy und doomig klingen würden. Vorbei sind die fröhlichen Siebziger. Mit „Bent“ beschwören Stonefield den gefährlichen, dunklen Teil der Siebziger. Mir gefällt es, aber man muss für dieses Album in der richtigen Stimmung sein. Wer es doomig, spacig und psychedelisch mag, der ist hier genau richtig. Mir ist es manchmal zu eintönig und ich hätte mir ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Live sieht das anders, denn da gibt es auch Songs wie „In The Eve“ im Video unten vom letzten Album „Far From Earth“. Überhaupt kann ich einen Konzertbesuch bei Stonefield nur empfehlen, denn live sind sie noch einmal doppelt so gut.

 

Stonefield – Line-Up und Kontakt

Amy Findlay – Gesang und Schlagzeug
Hannah Findlay – Gitarre
Sarah Findlay – Keyboards und Background Gesang
Holly Findlay – Bass

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Bildquellen

  • Stonefield Köln MTC Beitragsbild: Laura (c) metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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