Jeff Scott Soto – Retribution (VÖ: 10.11.)

Jeff Scott Soto - Retribution kurz

„Retribution“ heißt die neue Solo-Scheibe von Jeff Scott Soto, welche am 10.11. via Soulfood/Frontiers erschienen ist.

Soto, der mit seiner gleichnamigen Band noch letztes Jahr das Album „Divak“ erfolgreich veröffentlichte und nun in der Supergroup Sons Of Apollo mitwirkt, liefert wieder ein hochkarätiges Hardrock Album ab. Mit dem Gitarristen Howie Simon begab er sich in eine erneute Kollaboration. Simon, der mit Jeff Scott Soto schon auf dessen Soloscheiben „Prism (2002)“ und „Lost In The Translation (2004)“ mitwirkte, schrieb mit Soto den Hauptanteil des Materials auf „Retribution“.

„Retribution“ ist eine Rückkehr zum klassischen Hardrock

Der Opener ‚Retribution‘ lässt Fans der Gruppe Talisman frohlocken. Kein Wunder, denn Simon spielte mit Soto dort ein paar Jahre. Ein klassischer Hardrock Song, der vor allen Dingen durch die filigranen Gitarrenparts angetrieben wird. Soto spielt die Keyboards selbst und setzt sie akzentuiert ein.

Danach folgt mit ‚Inside/Outside‘ die erste Singleauskopplung. Stilistisch immer noch an Talisman angelehnt, ist es hier der verspielte Basslauf, welcher ebenfalls von Simon gespielt wird. Der Song lebt von Soto’s Gesang und Simon’s lebendigem Gitarrenspiel. Bei ‚Rage Of The Year‘ wird Soto vom Bigfoot Sänger Antony Ellis unterstützt, der hier mit seiner Stimmlage vorzüglich passt. Der Song rockt mächtig ab, nur gefallen mir persönlich die Drums von Edu Cominato nicht so, sie klingen ein wenig steril.

Der Geist von Talisman schwebt umher

‚Reign Again‘ ist ein klassischer Melodic Rock Song. Die beiden Gitarristen August Zadra und Stephen Sturm spielen auf diesem Stück und den Bass zupft Carlos Costa.

Es folgt mit ‚Feels Like Forever‘ eine zuckersüße Ballade, welche sich gut machen würde als nächste Singleveröffentlichung. Getragen wird das Stück durch die Keyboard Teppiche und einen bestens aufgelegten Jeff Scott Soto, der hier mal wieder seine gesanglichen Fähigkeiten unter Beweis stellen kann.

Ein Tribut für Joey Soto

Mit den Midtempo Songs ‚Last Time‘ und ‚Bullet For My Baby‘ geht es weiter, bevor es sehr nachdenklich wird: ‚Song For Joey‘ ist seinem Bruder Joey Soto gewidmet, der seit Januar 2017 im Koma liegt. Inhaltlich geht es um die Kindheit und Jugend.

Nach diesem sehr gefühlvollen Track geht es wieder heavy weiter. ‚Breakout‘ stampft wieder mächtig voran. Simon leistet hervorragende Gitarren- und Bassarbeit und Soto setzt mit seinem Gesang das i-Tüpfelchen.

‚Dedicate To You‘ ist ein lupenreiner Hardrock Song. Die Abmischung der Musik auf dem gesamten Album, hätte meines Erachtens nach etwas kräftiger sein können. Die schon zuvor erwähnten Drums klingen etwas lebloser und auch der Bass hätte kräftiger ausfallen können. Doch das ist meckern auf höherem Niveau.

Mit dem Akustiktrack ‚Autumn‘ endet das sehr gute Album.

Fazit:

Für Fans von Jeff Scott Soto und Talisman ein Muss! Wer mehr auf die Bands S.O.T.O. und/oder Sons Of Apollo steht, der bekommt hier eher die ’sanftere‘ Seite von Jeff Scott Soto. Reinhören lohnt sich dennoch. Anspieltips sind ‚Inside/Outside‘, ‚Breakout‘ und ‚Song For Joey‘!

Seht hier noch das aktuelle Video von ‚Feels Like Forever‘:

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Bildquellen

  • Jeff Scott Soto – Retribution kurz: Frontiers Music
Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein.

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