Joe Bonamassa mit neuem Überflieger „BLUES OF DESPERATION“ VÖ: 25.03.2016

„Ich bin gerade erst 38 Jahre alt geworden und mache jetzt schon 15 Jahre lang Solo-Alben“, so JOE BONAMASSA als Einleitung zu seinem neuesten Studiostreich „Blues Of Desperation“, welches am 25.03.2016 beim Provogue/Mascot Label erscheint!

Bonamassa druckvoll und stampfend wie eine Dampflok

Schon der erste Track des Albums „This Train“ lässt aufhorchen. Wie ein Dampfzug erster Klasse stampft einem der druckvolle Sound den ‚Kohlestaub‘ ins Gesicht. BONAMASSA benutzt auf dem gesamten Album lediglich seine Tweed Fender Amps, um die verschiedensten Sounds zu kreieren. Eine Herausforderung die ihm gelungen ist, meiner Meinung nach.

Im Gegensatz zu seinem letzten Studiowerk „Different Shades Of Blue“, arbeiten nun zwei Drummer im Dienste des Gitarrenhelden. ANTON FIG und GREG MORROW heißen die beiden. Dazu gesellen sich am Viersaiter MICHAEL RHODES und an den Keys REESE WYNANS!

LEE THRONBURG, PAULIE CERRA and MARK DOUTHIT tragen bei einigen Tracks mit ihren Blasinstrumenten zum musikalischen Konzept bei. Nicht zu vergessen sind zudem MAHALIA BARNES, JADE McRAE und JUANITA TIPPINS als Background- Sängerinnen.

Zwei Drummer und ein namhafter Produzent

KEVIN SHIRLEY hat erneut produziert und er war es auch, der JOE BONAMASSA aufforderte, mal zurück zu den Anfängen zu gehen und den Liedern einen ‚härteren‘ Touch zu geben.

„Mountain Climbing“ folgt als nächstes. Auffallend ist hier der Einfluss von LED ZEPPELIN zu hören. Die Chöre fügen sich fantastisch beim Refrain ein und das kraftvolle Drumming treibt den Song voran. BONAMASSA setzt Slide-Guitar-Licks an passender Stelle ein und überhaupt setzen seine Akkorde Akzente, welche ganz im Stile von JIMMY PAGE sprechen.

Nach diesen zwei starken Nummern, kommt die erste Single des Albums „Drive“, welcher hier als Geschenk für seine Fans als Download vorab angeboten wird. Ein ruhigerer Song, der auch sicherlich in einem QUENTIN TARANTINO Film vorkommen könnte.

Es rockt mächtig aus den Lautsprechern

Zuerst dachte ich bei den ersten Takten an eine Coverversion von GARY MOORE’S „Oh Pretty Woman“, als „No Good Place For The Lonely“ einsetzte. Ein stillechter Bluestrack, der gerade auch vom gefühlvollen Gitarrensolo lebt.

Der Titelsong „Blues Of Desperation“ fängt mit einem Wah-Wah Basslauf an und erneut kommt der Geist von LED ZEPPELIN auf. Dieser Song hätte auch auf „Houses Of The Holy“ durchaus seinen Platz gefunden. Reminiszenzen kommen auch an „Whole Lotta Love“ beim Mittelteil vor.

Nashville ist nicht nur Countrystadt

Einfügen muss ich an dieser Stelle, das „Blues Of Desperation“ in nur fünf Tagen in den Nashville Grand Victor Sound Studios aufgenommen wurde.

„The Valley Runs Low“ besitzt durch die Keys und dem Background-Gesang einen gewissen Motown-Touch. BONAMASSA singt sich wie gewohnt durch alle Songs des Albums und ich finde, er hat seinen Stil gefunden. Mir persönlich gefällt es, ihn wieder nur in der ‚kleinen‘ Besetzung zu hören, wobei die Bläser absolut nicht stören. Gerade auch „You Left Me Nothin‘ But The Bill And The Blues“ zeigt mit seinem schrillen Gitarrensolo, dass es anders gehen kann als nur übliche Bluestonleitern abzuarbeiten.

Der Bonamassa Zug dampft weiter von Nashville kommend

„Distant Lonesome Train“ ist für mich die logische Fortsetzung des ersten Tracks. Hier kommen auch die beiden Drummer wieder deutlich hervor. KEVIN SHIRLEY hat ganze Arbeit geleistet bei dem Album. Als Überraschung erleben wir hier links/rechts wandernde Gitarrensoli, noch nie gehört in dieser Form von JOE BONAMASSA! Vielleicht war die Studiozeit überaus produktiv, um dieses Album in der kurzen Zeit so abwechslungsreich zu gestalten.

„How Deep This River Runs“ könnte „Sloe Gin“ vom gleichnamigen Album an Bedeutung bei Live-Auftritten verdrängen.

Die letzten beiden Tracks des Albums „Livin‘ Easy“ und „What I’ve Known For A Very Long Time“ sind typische BONAMASSA-Nummern, welche immer auf seinen Alben vertreten sind. Letzterer ein klassischer Bluestrack mit großem Bläsereinsatz!

JOE BONAMASSA befindet sich gerade auf großer Deutschland-Tournee und wer ihn noch nicht erlebt hat, sollte schleunigst hingehen (Als Anregung hier unser Bericht vom aktuellen Auftritt in Dortmund). Er ist immer für Überraschungen gut und einige seiner neuen Songs präsentiert er auch live! Das Album ist erfreulich rockiger, als seine letzten Werke und wer weiß, vielleicht erleben wir ihn auch mal wieder mit einer klassischen Rockband. Wer erinnert sich nicht gerne an BLACK COUNTRY COMMUNION!

 

Blues Of Desperation

Tracklisting:

01. This Train
02. Mountain Climbing
03. Drive
04. No Good Place For The Lonely
05. Blues Of Desperation
06. The Valley Runs Low
07. You Left Me Nothin’ But The Bill And The Blues
08. Distant Lonesome Train
09. How Deep This River Runs
10. Livin’ Easy
11. What I’ve Known For A Very Long Time

 

Das offizielle Video zu „Drive“:

Trailer zum Album:

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Bildquellen

  • Blues Of Desperation: Provogue/Mascot Label Group
Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein. Aktiv bei metal-heads bis Dezember 2018, jetzt Fördermitglied.

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