Larkin Poe verzaubern mit Kindred Spirits

Larkin Poe 2020 by Bree Marie Fish

Vorgestern, am Freitag den 20. November 2020 haben Larkin Poe „Kindred Spirits“ veröffentlicht. Ein neues Album, nur wenige Monate dem Erscheinen von „Self Made Men“ (unser Review gibt es übrigens hier)? Ja, gute vier Monate danach hauen die Lovell Schwestern ein neues Album auf den Markt. So schnell schon wieder neue Songs? Jein, die Songs selber sind alle schon älter und originär auch nicht von Larkin Poe. Einzig die Bearbeitung ist neu, denn bei „Kindred Spirits“ handelt es sich um ein Coveralbum. Warum sich das so richtig lohnt und was das Besondere ist, verrate ich euch nach dem Video zu „In The Air Tonight“, dem Millionenhit von Phil Collins aus dem Jahre 1981.

Larkin Poe und ihre verwandten Geister

Zu Anfang zitieren Larkin Poe den legendären Robert Johnson mit „Hellhound On My Trail“. Das ist nicht überraschend und passt wie die Faust aufs Auge. Was aus „Fly Away“ von Lenny Kravitz geworden ist, hat mich aber echt überrascht. Reduziert und total verbluest bekommt der Song eine ganz neue Note. „Rockin‘ In The Free World“ von Neil Young wird genauso angegangen und bekommt in dieser Version einen ganz anderen Unterton und passt perfekt in das Pandemiejahr. Es folgt mein erstes Highlight: „(You’re The Devil) In Disguise“ von Elvis Presley. Ein Song den ich im Original total mag und der hier ein dermaßen neues Gewand bekommt, dass es mich einfach umhaut. Das ist wahre Kunst einen Song solcherart zu covern. Und Larkin Poe setzen noch einen drauf. Obiges „In The Air Tonight“ von Phil Collins, das wohl alle die Ü40 sind aus ihrer Jugend kennen und vielleicht nicht mehr hören können, bezaubert mich in dieser spärlichen Southern Blues Version.

Larkin Poe von der Vergangenheit in die Gegenwart

Über fünfzig Jahre ist es her, dass The Moody Blues uns mit „Nights In White Satin“ einen Evergreen bescherten. Die Version von Larkin Poe ist mindestens ebenso bezaubernd. Noch weiter zurück in der Musikgeschichte geht es mit „Who Do You Love“ von Bo Diddley. Aus dem Rock And Roll des Originals wird hier eine Southern Variante. Und zack geht es in die Gegenwart mit „Take What You Want From Me“ von Post Malone. Im Original nicht so meins und diesmal auch hier nicht so meins. Aber ihr könnt euch ja unten im Video selber noch ein Bild machen. In heimischen Gefilden wildern Larkin Poe dann wieder mit „Ramblin‘ Man“ von den Allman Brothers. Gewohnte Kost und gewohnt gut. Gleiches gilt für „Bell Bottom Blues“ von Derek & The Dominoes (Eric Clapton). Guter Song und eine gute Leistung, aber keine Coverversion die mich umhaut. Zum Abschluss wird noch Sir Elton John mit seinem „Crocodile Rock“ gecovert. Nette Unterhaltung ebenso wie die Ursprungsversion, wenn auch leider nicht mehr.

Larkin Poe mit ein paar echten Perlen

Coveralben oder Coverversionen sind so eine Sache… Die einen lieben es und die anderen lassen nichts auf das Original kommen. Ich persönlich mag es, wenn das Original eine völlig neue künstlerische Wertung bekommt. Das ist zum Beispiel Nevermore mit „The Sound Of Silence“ gelungen, während ich die Version von Disturbed belanglos finde. Larkin Poe reihe ich mit „Kindred Spirits“ hier in einer Reihe mit Nevermore ein. Für alle die wissen, wie sehr ich Nevermore verehre ein wahnsinnig großes Kompliment. Wie Rebecca und Megan mit Slide Gitarren und Lap Steel Elvis und Phil Collins ihren eigenen Stempel aufdrücken ist großes Kino! Auch wenn nicht alle Songs auf der Platte dieses Niveau erreichen, bin ich dennoch begeistert. Gerne mehr davon und wie Fans vielleicht wissen, gibt es auf dem YouTube Channel von Larkin Poe noch mehr Cover Songs. Also ist die Hoffnung auf eine Fortsetzung nicht unberechtigt.

Larkin Poe Kindred Spirits Albumcover
Larkin Poe Köln Luxor

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Bildquellen

  • Larkin Poe Kindred Spirits Albumcover: Another Dimension
  • Larkin Poe Köln Luxor 1: Bildrechte beim Autor
  • Larkin Poe 2020 by Bree Marie Fish 720×340: Bree Marie Fish / Another Dimension
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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