KAUNIS KUOLEMATON-Syttyköön Toinen Aurinko

Review deutsch

Monumentaler DOOM-Metal

Das Jahr nähert sich dem Ende und zu Beginn der kalten Jahreszeit bekommen die Freunde des dunklen Doom Metal einige fantastische Alben serviert. Dabei haben DRACONIAN und RED MOON ARCHITECT bereits vor kurzem hervorragend abgeliefert. Nun steht am 27.11.2020 das Album „Syttyköön Toinen Aurinko“ (Let A New Sun Ignite) von KAUNIS KUOLEMATON (Facebook ) in den schwarzen Startlöchern. Für mich ist das Album eine Offenbarung. Warum das so ist, werdet ihr nun erfahren.

Ein wahres Füllhorn

an musikalischen Eindrücken schütten die fünf Finnen von KAUNIS KUOLEMATON über den Hörer aus. Dies ist für mich in seiner Art einzigartig und besonders. Besonders ist das Album schon alleine deshalb, weil alle Songs in finnischer Sprache verfasst sind. Dadurch hebt man sich natürlich schon mal ab und der Sound erhält eine extravagante mystische Komponente.

Das schöne sphärische Intro leitet das Album perfekt ein. Hierbei gleitet man mit wunderbar erklingenden akustischen Gitarrenklängen in eine träumerische Welt. Darauf folgt ein episch geniales Gitarrensolo, wobei alles von stimmungsvollen Keybordsynthies begleitet wird. Und dann geht es los….

Gewaltig

erhebt sich das Monument mit dem ersten Song „Syttyköön Toinen Aurinko“. Begleitet von mächtigen orchestralen Klängen öffnen sich die Pforten für den Sänger Olli Suvanto, der mit energischen treibenden Growls hervorbricht. Das klingt wahnsinnig imposant, nicht zuletzt auch wegen der finnischen Sprache. Der Song baut mit schweren Drums und dunklen Riffs eine bedrohliche Stimmung auf. Auch die beschwörungsartigen Sprechformeln fügen sich wunderbar in den Song ein. Durchweg haftet der Musik eine epische Aura an. Der Song klingt zum Ende hin wieder mit träumerischen akustischen Gitarrenklängen aus.

Der Song „Hautajaiset“ bringt noch eine anderes gesangliches Segment ins Spiel. Es ertönen erhabene chorale Gesangslinien vom Mitsänger und Gitarristen Mikko Heikkilä, der dem Sound noch mal eine besondere mystische geheimnisvolle Note verleiht. Also hört mal rein…

In anderen Sphären

bewegen sich KAUNIS KUALEMATON. Dieser Doom entwickelte ein ganz eigenes Klanguniversum, denn man schafft es, verschiedene Stilelemente zu verschmelzen und zu einem tiefgründigen Ganzen werden zu lassen. Demnach gesellen sich zu den finsteren Growls teilweise fiese Black-Metal Ausbrüche, die den Song aufpeitschen. Hierfür steht der Song „Kylmä Maa“ Pate.

Gegensätze,

die eins werden. So bedient man sich ferner cleaner Gesangslinien, die hier mal nicht von einer weiblichen Stimme gesungen, sondern vom Gitarristen Mikko Heikkilä übernommen werden. Insofern können KAUNIS KUOLEMATON ebenfalls mit viel Gefühl aufwarten, was sie mit dem Song „Paha Ihminen“ unter Beweis stellen. Dort zaubert Mikko Heikkilä eingangs mit einer wundervollen Untermalung durch eine akustische Gitarre traumhafte Gesänge ins Ohr. Diese traumhafte Melodie setzt sich auch in den härteren Passagen des Songs fort, aber dann kommen doch die verstörenden Momente, wenn Olli Suvanto einsteigt und den Song in eine völlig andere Richtung lenkt. Plötzlich schneidet die Black-Metal-Kreissäge durch den Song und dunkle Growls lassen die Finsternis Einzug gewähren. Irrer Song!

Phänomenal,

was die fünf Männer uns offerieren. Das ist in jeglicher Hinsicht von allen Protagonisten technisch anspruchsvoll und mehr als einwandfrei abgeliefert. Damit einhergehend ist mir neben dem erstklassigen Gesang mit seinen ganz unterschiedlichen Ausdrucksformen das formidable Gitarrenspiel aufgefallen. Neben den schweren drückenden Riffs tritt die Leadgitarre mit seinen detailreichen hinreißenden Einsätzen auf, die einfach begeistern, allein schon, wenn man sich diese Soli anhört. Auch die akustischen Gitarrenklänge sind einfach bezaubernd.

Fazit

KAUNIS KUOLEMATON haben mit ihrem Album „Syttyköön Toinen Aurinko“ eine prächtige und magische Welt erschaffen, in der man von einer unheimlich dichten Atmosphäre eingefangen wird. Dies ist ein Album voller Ideen und Details, die zu einem unvergleichlichen Hörerlebnis führen. Damit ist es für mich ein klarer Anwärter auf das Album des Jahres.

Dieses Album wird Euch in euren Träumen verfolgen und darüber hinaus!

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Bildquellen

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