MÅNEGARM-„Ynglingaättens Öde“ Review

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Folk-Viking-Metal

MÅNEGARM (Facebook) aus Schweden gibt es seit 1995. Recht schnell zeigten sie sich als Pioniere im Metalgeschäft, was die Verbindung von folkloristischen Elementen mit dem Metalsound betrifft. In ihrem Sound sind viele Elemente vertreten, die sich zu einem großen Ganzen verbinden. Das neue Album „Ynglingaättens Öde“ wird am 15.04.2022 über Napalm Records erscheinen. Also tauchen wir in die Welt von MÅNEGARM ein.

Ein Gedicht

namens „Ynglingatal“ ist inhaltlicher Hintergrund des Albums und beschreibt die Schicksale einer altnordischen Dynastie. In neun Tracks werden Euch über eine Zeit von 50 Minuten Geschichten erhzählt. Das Album startet ungewöhnlich. Die Reise beginnt mit dem längsten Song „Freyrs Blod“, der sich auf 10 Minuten Spielzeit erstreckt.

Auf ein langes Intro wird zu meiner Überraschung aber verzichtet und es gibt sofort die volle Breitseite mit hemmungslosen Blastbeats. Der Song behält seine forsche treibende Geschwindigkeit und entfaltet sogar fiese Black-Metal Momente. Doch dann gibt es einen fließenden Übergang in den melodischen Part, der das Tempo ein wenig rausnimmt. Sänger Erik Grawsiö holt hier schon echt böse Screams hervor. Aber 10 Minuten fordern noch einiges mehr, damit es nicht langweilig wird. Und die Band versteht es tatsächlich die Zeit kurz zu halten, indem der Song gekonnt ganz verschiedene Stimmungen miteinander verbindet. So erklingt ab Minute 03:30 h ein zauberhafter folkloristischer Teil mit wunderbarem cleanen Gesang und Streicherbegleitung. Kaum zu glauben, mit welch gegensätzlichen Stimmungen hier gearbeitet wird. Der Song steigert sich dann in einen heroischen epischen Part mit kräftigen Vocals. Das ist ein wirklich starker Einstieg!

Und der zweite Song „Ulvhjärtat“ schlägt nicht minder kraftvoll ein und glänzt sowohl mit grausamer als auch melodischer Härte. Der Chorus weckt wieder heroische Gefühle und der Folk kommt mal mehr mal weniger zum Vorschein.

Viele Besonderheiten

haben sich auf dem Album eingefunden. „Stridsgalten“ beispielsweise ist ein ausgesprochenes Highlight. Eigens für diesen Song haben sich diverse namenhafte Gastmusiker der Gilde angeschlossen und ihren Beitrag geleistet. Jonne Järvelä (Korpiklaani), Robse Dahn (Equilibrium) und Pär Hulkoff (Raubtier/Hulkoff) stehen mit den Mannen Seite an Seite und schmettern einen Wahnsinnssong raus. Ein Song, der schon mit seinem mächtigen stampfenden Beginn die Erde erschüttern und die Vikingerherzen höher schlagen lässt. Plötzlich folgt der Angriff und die Krieger rasen nach vorne. Der Song fliegt unter galoppierenden Trommeln davon. Der Song spielt mit ganz verschiedenen Stimmungen, verliert dabei aber nie das heroische epische Gefühl.

Vielseitigkeit ist Trumpf.

Hier werden unterschiedliche Geschichten geschrieben. So finden sich auch sentimentale Songs wie z.B. „Hågkomst av ett liv“ und „En snara av guld“. „Hågkomst av ett liv“ ist eine ruhige einfühlsame Ballade, die von der einzigartigen gefühlvollen gesanglichen Darbietung mit einer zurückhaltenden akustischen Untermalung lebt. Sänger Grawsiö vollzieht hier ein traumhaftes Duett mit Sängerin Ellinor Videfors. Das sind Songs, die abends am Lagerfeuer gespielt werden.

„En snara av guld“ ist nicht ganz so zurückhaltend, aber er zaubert mit einer wunderbaren melancholischen Stimmung eine besondere Atmosphäre hervor. Eigens für diesen emotionalen Song hat Erik Grawsiös Tochter Lea Grawsiö Lindström die sanften gefühlvollen Gesänge einfließen lassen. Hört mal selbst. Ein faszinierender Song mit einem beeindruckenden Video.

Fazit

MÅNEGARM haben mit „Ynglingaättens Öde“ ein faszinierendes Album erschaffen. Es ist in allen Bereichen sehr ausgefeilt und perfekt dargeboten. MÅNEGARM erzählen viele unterschiedliche Geschichten, die den Hörer auf die eine oder andere Weise in ihren Bann ziehen und ein Teil davon werden lassen.

English review

Folk-Viking-Metal

MÅNEGARM (Facebook) from Sweden are pioneers in the Metal business, as far as the combination of folk elements with the metal sound is concerned. In their sound there are many elements of metal, which combine to form a great whole. The new album „Ynglingaättens Öde“ will be released on 15.04.2022 via Napalm Records. So let’s dive into the world of MÅNEGARM.

A poem

called „Ynglingatal“ is the content background of the album and describes the fate of an old Norse dynasty. In nine tracks stories are told to you over a period of 50 minutes. The album starts unusually. The journey begins with the longest song „Freyrs Blod“, which extends to 10 minutes of playing time.

To my surprise, an intro is missing here. MÅNEGARM runs immediately full ahead with a broadside of unrestrained blast beats. The song keeps its brash driving speed and even unfolds nasty Black Metal moments. But then there is a smooth transition into the melodic part that takes the tempo out a bit. Singer Erik Grawsiö brings out here already really nasty screams. But 10 minutes demand a lot more so that it doesn’t get boring.

And the band really knows how to keep the time short, as the song skillfully combines very different moods. Thus, from minute 03:30 h sounds a magical folkloric part with wonderful clean vocals and string accompaniment. Hard to believe, with what contrasting moods are worked here. The song then escalates into a heroic epic part with powerful vocals. This is a really strong introduction!

And the second song „Ulvhjärtat“ hits no less powerfully and shines with both cruel and melodic hardness. The chorus awakens heroic feelings again and the folk comes out sometimes more sometimes less.

Many special features

have found their way onto the album. „Stridsgalten“, for example, is a definite highlight. Especially for this song, various well-known guest musicians have joined the guild and made their contribution. Jonne Järvelä (Korpiklaani), Robse Dahn (Equilibrium) and Pär Hulkoff (Raubtier/Hulkoff) stand side by side with the men and belt out an insane song. A song that already shakes the earth with its powerful stomping beginning and makes the Viking hearts beat stronger. Suddenly the attack follows and the warriors race forward. The song flies away under galloping drums. The song plays with very different moods, but never loses the heroic epic feeling.

Versatility is the key

Different stories are written here. So you can also find sentimental songs such as „Hågkomst av ett liv“ and „En snara av guld“. „Hågkomst av ett liv“ is a quiet sensitive ballad that lives from the unique soulful vocal performance with a restrained acoustic background. Singer Grawsiö performs a dreamlike duet with female singer Ellinor Videfors here. These are songs to be played around a campfire in the evening.

„En snara av guld“ is not quite as restrained, but it conjures up a special atmosphere with a wonderful melancholic mood. Especially for this emotional song Erik Grawsiö’s daughter Lea Grawsiö Lindström has added the soft soulful vocals. Listen for yourself. A fascinating song with an impressive video.

Conclusion

MÅNEGARM have created a fascinating album with „Ynglingaättens Öde“. It is very polished and perfectly presented in all areas. MÅNEGARM tell many different stories, which in one way or another captivate the listener and let him become a part of it.

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Bildquellen

  • MANEGARM „Ynglingaättens Öde“ Cover: Napalm Records
  • MANEGRAM Cover+Infos: Cover+Infos-->Napalm Records//Rest-->Pixabay
  • MANEGARM->Photo_Credit_ISAK SKAGERSTRÖM Titelbild: Napalm Records

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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