MANIMAL – „Armageddon“ Review

(English review below)

Heavy Metal

Ich denke, dass man es hören kann, wenn man in seiner Musik nicht ehrlich zu sich selbst ist. Wir sind sehr ehrlich zu uns, und wir machen exakt die Musik, die wir selbst gerne hören.“

Samuel Nyman im Pressetext über All Noir Promotion

Mit diesem Kommentar bringt es Sänger Samuel Nyman der schwedischen Band MANIMAL (Facebook) auf den Punkt und es sind die perfekten Worte, um dieses Review einzuleiten. In dem Bandnamen MANIMAL steckt das Wort „Animal“. Wie komme ich darauf? Nun, als ich mir das Album angehört habe, dachte ich mir: Die Band besteht aus wilden Tieren, die mit einem unglaublich starken Instinkt Musik machen und verdammt noch mal richtig Biss haben. Es gibt Alben, die sich einem nicht sofort erschließen und einige Drehungen benötigen. „Armageddon“ gehört nicht dazu! Schon beim ersten Hören hatten MANIMAL mich bei den Eiern!

Tradition

ist mit Sicherheit nichts falsches. Und wenn es mit so viel Feuer vorgetragen wird, dann erst recht nicht. MANIMAL spielen Heavy Metal, aber so energiegeladen und stringent, als wenn mein Hund eine läufige Hündin erschnüffelt. Dann geht es ohne Rücksicht auf Verluste nur unaufhaltsam vorwärts, um sich am Objekt der Begierde auszutoben. Tja, und so geht es wahrscheinlich auch den Männern von MANIMAL bei ihrer Musik.

„Burn In Hell“

eröffnet ohne eine Schnickschnack-Einleitung sofort in massiver Art und Weise das Album. MANIMAL verbeißen sich sofort in mein Metalherz. Schon bei den ersten Screams kommen mir unweigerlich Erinnerungen an die unvergleichlichen JUDAS PRIEST in den Kopf. Ein bessere Einleitung kann man sich gar nicht wünschen als so einen Powersong. Hier brennt das Feuer für Heavy Metal lichterloh. Und das ist auch im Video eindrucksvoll umgesetzt worden.

Scharf wie ne Rasierklinge

schneiden die Riffs und servieren saftige Filetstücke des Heavy Metal. Man bekommt gar nicht genug davon. Nur gut, dass MANIMAL satte 10 davon auf den Griller schmeißen. So richtig ruhig wird es auf dem Album nicht. Lediglich der letzte Song „The Inevitable End“ gibt sich als Rausschmeißer etwas zurückhaltender. Die Männer brennen lichterloh und geben Vollgas! Neben den schon erwähnten messerscharfen Riffs gibt es haufenweise geile Gitarrensolos. Der schwere Bass klingt immer schön durch und zusammen mit dem wuchtigen Schlagzeug treiben sie als stark schlagendes Herz den Sound immer wieder voran.

Der Gesang gefällt mir außerordentlich gut. Sänger Samuel Nyman kann nicht nur hervorragend screamen, dass sich die Nackenhaare vor Begeisterung aufstellen, sondern brilliert auch durch andere Facetten seiner Sangeskünste. Man beachte z.B. dieses rollende „R“, welches im Song „Forged In Metal“ so herrlich rüberkommt. Der mehrstimmige Chorus sorgt immer für zusätzliche Power. „Forged In Metal“ glänzt neben einem Gitarrensolo noch mit einem coolen Basssolo. Ich liebe das! Fetzig sind auch die Parts, die noch mal den Nachbrenner zünden und nach vorne schießen.

Man tob sich aus

Man muss MANIMAL einfach zugestehen, dass auf dem Album kein Song wie der andere klingt. Jeder Song hat seinen eigenen Charakter und kommt mit speziellen Gimmicks daher. Bei „Slaves Of Babylon“ ist es der ungewöhnliche Beginn, bei dem lediglich der Bass und das marschierende Schlagzeug den Sänger begleiten. Dann hätten wir mit „Chains Of Fury“ einen mächtigen Stampfer im Angebot. „Path To The Unknown“ begeistert mit tollen melodischen Gesangslinien und überrascht dann aber mit einer Art wütenden Metal-Rap-Part.

Master Of Pain“ ist für mich einer der geilsten Songs auf dem Album. Mit rammsteinartigen fetten Riffs hat mich der majestätische Mitdempo-Brecher voll umgehauen. Eine epischer Song, bei dem die Screams einfach nur der Hammer sind und der Chorus kraftvoll geschmettert wird.

Fazit

MANIMAL haben mit „Armageddon“ dem klassischen Heavy Metal ein Denkmal gesetzt. Das Album hat keine Schwächen und bietet einen Knaller nach dem anderen. Ich habe die Scheibe bestimmt schon 30 mal in kurzer Zeit angehört und es haben sich keine Abnutzungserscheinungen ergeben. Es ist immer wieder geil dieses Album zu hören.

Meiner Meinung nach muss man den Sound nicht immer neu erfinden oder technisch besonders ausgefallen agieren, um eine Höchstpunktzahl zu bekommen. Ein Album muss in erster Linie unterhalten! Und das tut dieses Album unbestritten! Daher gebe ich diesem absolut geilen Album die volle Punktzahl! Schluß, Ende, Aus!

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English Review

Heavy Metal

„I think it will shine through in your music if you’re not honest with yourself. We are very honest with ourselves, and we make music we love to hear.“

Samuel Nyman –> Pressetext über All Noir Promotion

With this comment singer Samuel Nyman of the Swedish band MANIMAL (Facebook) sums it up and they are the perfect words to introduce this review. The band name MANIMAL contains the word „animal“. How did I come up with that? Well, when I listened to the album, I thought to myself: The band is made up of wild animals that are making music with an awesome instinct and they have real fucking bite. There are albums that don’t immediately reveal themselves to me and take a few spins. „Armageddon“ is not one of them! Already at the first listening MANIMAL grab me by the balls!

Tradition

is certainly nothing wrong. Especially not when it is performed with so much fire. MANIMAL play heavy metal, but so energetic and stringent, as if my dog sniffs a bitch in heat. Then he runs unstoppably forward without consideration for losses, in order to let off steam at the object of his desire. Well, and that’s probably how the guys of MANIMAL feel about their music too.

„Burn In Hell“

immediately opens the album in a massive way without any frills introduction. MANIMAL immediately bite into my metal heart. Already with the first screams, comparisons with JUDAS PRIEST inevitably come into my head. You can’t wish for a better introduction than such a power song. Here the fire for Heavy Metal burns brightly. And this has also been impressively implemented in the video.

Sharp as a razor blade

cut the riffs and serve juicy fillets of heavy metal. You can’t get enough of it! It doesn’t get really quiet on the album. Only the last song „The Inevitable End“ is a bit more restrained as a bouncer. Otherwise, the guys are on fire and give full throttle! The men play perfectly. Besides the already mentioned razor-sharp riffs, there are heaps of awesome guitar solos. The heavy bass always sounds through nicely and together with the massive drums they drive the sound as a strong beating heart again and again.

I like the vocals exceptionally well. Singer Samuel Nyman can not only scream brilliantly that the hairs on the back of your neck stand up, but also shines through other facets of his singing skills. Note, for example, this rolling „R“, which comes across so wonderfully well in the song „Forged In Metal“. The polyphonic chorus always adds power. „Forged In Metal“ shines with a cool bass solo in addition to a guitar solo. I love that! The parts that ignite the afterburner and shoot forward are also damn cool.

They freak out

You just have to admit MANIMAL that on the album no song sounds like the other. Each song has its own character and comes with special gimmicks. With „Slaves Of Babylon“ it is the unusual beginning, where only the bass and the marching drums accompany the singer. Then we would have a powerful stomper on offer with „Chains Of Fury“. „Path To The Unknown“ thrills with great melodic vocal lines and then surprises with an angry Metal rap part.

„Master Of Pain“ is for me one of the most awesome songs on the album. With massive RAMMSTEIN-like guitar riffs, the majestic Mitdempo-breaker has completely blown me away. An epic song where the screams are just awesome and the chorus is powerfully belted.

Conclusion

MANIMAL have set a monument to classic heavy metal with „Armageddon“. The album has no weaknesses and offers one banger after another. I have listened to the disc probably 30 times in a short time and there have been no signs of wear. It is always cool to listen to this album again and again.

In my opinion, you don’t always have to reinvent the sound or act particularly technically fancy to get a top score. An album must first and foremost entertain! And this album does that undisputedly! Therefore I give this absolutely cool album the full score! Amen!

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Bildquellen

  • MANIMAL Armageddon Cover+Infos: Cover+Infos-->All Noir Promotion / Background etc. --> Pixabay
  • MANIMAL Titelbild: Bandfoto-->All Noir Promotion

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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