NALE: „Death.Skulls.Satan“ – Energie in 11 Songs gepackt

Nale Death Skull Satan

Neues Album der schwedischen Heavy Rock und (Death) Metal Band NALE

NALE, die – zumindest in Schweden – bereits einen guten Ruf als Liveband haben, sind jetzt also mit einem Album am Start, das die Einflüsse von PANTERA, THE HAUNTED und MOTÖRHEAD nicht verleugnen kann und auch gar nicht will.

„From Shit to Salvation“

Als die Band sich 2006 gründete, ging es zunächst noch in Richtung Melodic Death Metal.

Später spielte der  Rock’n Roll eine immer größere Rolle und die Anleihen bei DANKO JONES und auch PANTERA flossen mit ein, als NALE 2011 ins Studio gingen und ihr Debüt-Album „Ghost Road Blues“ aufnahmen. Zunächst fanden sie für dieses Album kein Label. NALE brachten das Album dann in Skandinavien in Eigenregie auf den Markt, bis sich Finest Noises des Albums annahmen und es 2012 veröffentlichten.

Das neue Album „Death.Skulls.Satan“, das am 23.März 2018 via Black Lodge Records in die Läden kam, ist ein energiegeladenes und abwechslungsreiches Album. Ein Etikett oder eine Schublade zu finden, fällt hier schwer, muss aber ja auch nicht sein.

Death. Skulls. Satan – das ist Death Metal, Rock’n Roll und Punk

Der Opener „Slither“ bringt den Hörer – wenn man das gesamte Album betrachtet – tatsächlich erst einmal ins Rutschen. Dies ist der dreckigste Song im Set. Gitarrenriffs und pulsierende Drums über die Sänger Mathias Blom sich heiser hinwegschreit. Ich fragte mich spontan: „Wo soll hier PANTERA sein?“ Aber Geduld! Und hier schon mal einen ersten Eindruck gewinnen:

Auch der zweite Song „Filth“ macht seinem  Namen alle Ehre, hat aber zusätzlich noch eine fast gemeine Komponente. Die Death-Metal-Anleihen prägen diesen Song, in dem Angst, Wut und Verzweiflung zum Ausdruck kommen.

„Dead Man’s Song“ dagegen geht mit seiner Blues-Rock-Stimmung und entsprechendem Rhythmus, der eingängigen Melodie und dem mitsingbaren Refrain erst ins Ohr, setzt sich dort fest, um dann so richtig in die Beine zu gehen. Hier hat Mathias Blom eine weitere Möglichkeit des stimmlichen Ausdrucks gefunden, die das Groovende dieses Songs unterstützt.

Beim Titelsong „Death.Skulls.Satan“ ist auch ein wenig Hard Core Vibe á la SYSTEM OF A DOWN dabei, ansonsten kommt er ziemlich punkig daher.

„The Black“ hat mir wegen des Arrangements gut gefallen. Der schwere Bass und dazu die dynamischen Riffs – wunderbar. Nach mehrmaligem Hören ist dies mein Lieblingssong des Albums.

„Live for self or no one at all“

Dieser Satz aus dem Refrain des Titelsongs könnte als Motto über dem gesamten Album stehen. Wie ich eingangs schon geschrieben habe: ein Etikett zu finden ist eigentlich nicht möglich. Die Jungs von NALE haben das genommen, was ihnen gefällt und daraus einige richtig gute Songs gemacht. Ein eigener Stil mit Wiedererkennungscharakter deutet sich zwar an, muss aber noch klarer herausgearbeitet werden.Die anderen Tracks des Albums sind da eher etwas schwach auf der Brust.

Mein Eindruck hat sicher auch mit dem Albumtitel zu tun. Wenn ich „Death.Skulls.Satan“ lese, dann habe ich bestimmte Erwartungen (aber vielleicht höre ich einfach nur zu viel Black Metal), die dann so nicht erfüllt werden.

Moshen, grooven – alles geht

Dennoch ist mit dieser Musik alles möglich: moshen genauso wie grooven. Auch ein Blick auf die Texte lohnt sich.

Macht euch selbst ein Bild und schaut euch das Video zum Titelsong an.

Sobald es mit NALE auch Shows in Deutschland geben wird, werdet ihr es hier auf metal-heads.de erfahren.

Albumtracks:

01. Slither
02. Filth
03. Dead Man’s Song
04. Death, Skulls & Satan
05. Exit
06. No Escape
07. Drive
08. The Black
09. Hell’s Wrath
10. Smasher
11. Pigs

NALE sind:

Mathias Blom – Vocals

Tomas Åkvik – Gitarre

Anders Ljung – Drums

Johan Risberg – Bass

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Nale Death Skull Satan Album cover: Amazon
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

drei × fünf =