NEED – „Norchestrion: A song for the end“ (VÖ: 12.01.2021)

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NEED – „Norchestrion: A song for the end“ (VÖ: 12.01.2021)

Vor über 2 Jahren, im November 2018, da habe ich mich für metal-heads.de mit dem vorherigen Album von NEED mit dem Titel „Hegaiamas: a song for freedom“ beschäftigt. Das Ding war ja schon längst veröffentlicht, aber das ist mir irgendwie völlig durchgegangen. Aber es geschehen ja manchmal interessante Sachen und so führte mich der Weg zum PROG POWER FESTIVAL in unser Nachbarland Niederlande, wo ich die Band zur Eröffnung des Events live on stage erleben durfte.

Der Opener der neuen Langrille aus dem Süden Europas heißt „Avia“. Es geht zunächst etwas zurückhaltend zu Werke. Melodisch, prog-orientiert. Mit zunehmender Spieldauer bricht mehr Energie durch und es klingt kraftvoll. Bei der nächsten Nummer geht es schon recht bald ordentlich zur Sache. Aber dann wird ein deutlicher Tempowechsel (im Sinne von innehalten) mit Keyboardparts eingeschoben. Kurz darauf wird es dann aber richtig heavy. Wow! Dann kommt „Nemmortal“. Dazu wollen wir gar nicht so viele Worte verlieren, denn wir haben den Song für euch hier. Bitte sehr:

Das Material nimmt an Stärke zu

Auch „Bloodlux“ geht heavy an die Sache heran. Mit Einschnitten, in den denen das Tempo gedrosselt wird und der emotionale Gesang im Mittelpunkt steht, teils unterstützt von Pianopassagen, ergeben sich ausgewogene Strukturen. So sind auch Songs von 6 oder 7 Minuten letztlich recht kurzweilig. „V.a.d.i.s“ ist ein mit sanfter Musik unterlegtes Stück, bei dem eine weibliche Stimme sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Naja…gehen wir weiter zum Titeltrack. Progressive Drums, melodische Gitarrenharmonien…großartig. Das ist vermutlich mein Lieblingssong auf dem Album.

Aber auch Track 7 gefällt mir richtig gut. Der variable Gesang und die Arrangements, die teils sanft und dann wieder richtig rockig daherkommen. Eine feine Mischung. Dann machten NEED den Szenekollegen von DREAM THEATER alle Ehre mit einem 19-minuten-Song. Da kann man sich aber auch leicht übernehmen. Lasst uns mal schauen, wie die 5 Herren aus Griechenland das hinbekommen haben. Nun, die ersten gut 120 Sekunden plätschern so vor sich hin. Das ist für meine Begriffe zu langatmig! Auch wenn dann der Gesang einsetzt, ändert sich an der Stimmung wenig. Die E-Gitarren tauchen zwischenzeitlich auf. Dann, recht plötzlich und erst nach etwa 3 1/2 Minuten wird der Rock-Modus eingeschaltet. Gerade in der zweiten Hälfte finde ich den Mammut-Track dann schon ganz ansprechend. Aber sorry: insgesamt ist mir das zu lang bzw. nicht qualitativ genug ausgefüllt. Dann lieber kurz und prägnant. Schon sind wir beim letzten „Song“ des Silberlings. Kurz gesagt: den hätte man auch gut weglassen können. Gebetsartiger Gesang ohne musikalische Untermalung. Prädikat: überflüssig!

NEED – „Norchestrion: A song for the end“ (VÖ: 12.01.2021)

NEED - Albumcover - Norchestrion A song for the end

Das Fazit bei metal-heads.de zum neuen NEED-Album

Wie lautet das Fazit zum neuen NEED-Album bei metal-heads.de? Ich hatte ja viel Freude am letzten NEED-Album und auch die neue Scheibe kann mich begeistern. Es gibt auch durchschnittliche Stücke, Verzichtbares und einen deutlich zu lang geratenen Song („Ananke“), aber insgesamt überzeugen mich die 5 Grieche einmal mehr und so möchte ich euch das aktuelle Release ans Herz legen. Vielleicht könnt ihr ja einer musikbegeisterten Person in eurem Umfeld eine Freude zu Weihnachten machen. Die Musik ist zwar progressiv, aber dank genügend Melodie und ohne zu viel Komplexität ist das Material gut zu verpacken und führt auch den nicht in der Prog-Szene verwurzelten Hörer nicht in die Überforderung.

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Bildquellen

  • NEED – Albumcover – Norchestrion A song for the end: HOLD TIGHT PR
  • NEED – Albumcover – Norchestrion A song for the end – Beitragsbild: HOLD TIGHT PR

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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