Phil Campbell And The Bastard Sons legen nach

Phil Campbell And The Bastard Sons 2019 720x340

Vor zwei Jahren erschien das gefeierte Debüt „The Age Of Absurdity“. Vorgestern, am 13. November 2020, haben Phil Campbell And The Bastard Sons nun nachgelegt. „We’re The Bastards“ wurde bei Nuclear Blast veröffentlicht und neben verschiedenen Doppel-LPs, gibt es auch eine Digipack CD mit vier Bonustracks. Ob die Band das Niveau das Vorgängers halten konnte, verrate ich euch gleich im Detail. Jetzt kommt erst einmal das Video zum Titelsong, viel Spaß:

Phil Campbell And The Bastard Sons – Medizin für die Ohren

Music is medicine, music is therapy„, so beginnt der Song „We’re The Bastards“ und damit ist eigentlich schon alles gesagt. Grooviger Hard Rock der Medizin für die Ohren ist. Noch ein wenig mehr Gas gibt „Son Of A Gun“ und der Arzt rät hier laut aufdrehen, damit der Bass auch richtig zur Geltung kommt. Gar nicht altbacken klingt „Promises Are Poison“, schöner gitarrenbetonter und melodischer Hard Rock. Southern-bluesig können die Jungs aber auch. „Born To Roam“ wildert in diesen Gefilden und geht einfach gut ins Ohr. Aber klar, auch Motörhead Referenzen dürfen nicht fehlen. Der Anfang von „Animals“ lässt selige Erinnerungen hochkommen. Schöner Song. Wenn das nächste Mal wieder eine Diskussion auf Facebook auszuufern droht, dann ist „Bite My Tongue“ der passende Song. Warum? Schaut einfach unten das Video und ihr wisst warum. Erst Blues und jetzt Stoner? Warum nicht, wenn es serviert wird wie im „Desert Song“.

Direkt in die Hölle, aber die Jacke bleibt an…

Der Titel ist etwas irreführend. Denn „Keep Your Jacket On“ geht lässt einen dermaßen mitwippen, dass man seine Jacke eigentlich ausziehen will um ordentlich abzugehen. „Lie To Me“ ist ein weiterer guter Rocksong. „Riding Straight To Hell“ pflastert den Weg zur Hölle mit tollen Gitarrenriffs. Da macht man lieber auf halbem Weg noch einmal kehrt um von vorne anfangen zu können. Das am besten auch in aller Ruhe, denn der nächste Song „Hate Machine“ tritt das Gaspedal so durch, dass man alle Energie braucht die man aufbringen kann. Auf den Song freue ich mich schon live. „Destroyed“ ist gerade mal gute zwei Minuten lang und offenbart Punk Einflüsse. Das hatte ich nicht erwartet, gefällt mir aber vielleicht gerade deswegen richtig gut. Unverhofft kommt gut, wie man so schön sagt, oder? Und als Kontrast und zum Ausklang hinterher gleich einen ruhigen Song mit über sechs Minuten. „Waves“ ist fast schon eine Ballade, die ich stilistisch nicht ganz einordnen kann. Die aber das Album gekonnt zu einem rundem Ende führt.

Phil Campbell And The Bastard Sons sind die Therapie der Wahl

In meinem Fazit möchte ich gerne die Eingangszeilen von „We’re The Bastards“ aufnehmen. Musik kann Medizin und Therapie sein. Und Phil Campbell And The Bastard Sons ist genau das gelungen. „We’re The Bastards“ ist einfach ein gutes Rockalbum und die kleinen Experimente sorgen dafür, dass es nicht zu eintönig ist. Punk, Blues und Stoner geben sich die Ehre und eine Ballade (oder so ähnlich) ist auch dabei. Alles in allem macht das die Platte zu einer runden Sache und gehört 2020 auf jeden Fall in die heimische Sammlung um dieses Jahr wenigstens versöhnlich ausklingen zu lassen. Klare Kaufempfehlung!

Phil Campbell And The Bastard Sons – Line-Up und Kontakt

Phil Campbell – Gitarre
Todd Campbell – Gitarre
Tyla Campbell – Bass
Dane Campbell – Schlagzeug
Neil Starr – Gesang

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Bildquellen

  • Phil Campbell And The Bastard Sons 2019 720×340: Nuclear Blast
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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