RAINBOW – Rising (VÖ: 17.05.1976)

Rainbow - Rising / Coverausschnitt

Zum heutigen 1. Weihnachtstag habe ich die LP „Rising“ von Rainbow für euch ausgegraben. „Rising“  ist das zweite Studioalbum der Band und wurde am 17. Mai 1976 veröffentlicht. Produziert wurde es von Martin Birch. Die Scheibe gilt als einer der größten Meilensteine des Hard Rocks und stellt zugleich meine erste akkustische Begegnung mit Ronnie James Dio dar. Seine unglaublich feste, kräftige und einzigartige Stimme hat mich damals in den Bann gezogen und bis heute nicht mehr losgelassen.

„Tarot Woman“ – Die Perfektion eines Hard Rock-Songs

„Rising“ ist trotz seiner geringen Spielzeit von nur 33:28 min ein gewaltiges Machwerk, welches mit Rainbow-Klassikern gespickt ist. Viele der Songs wurden zum festen Bestandteil des Live-Programms. Allen voran ist da wohl der Opener des Albums „Tarot Woman“ zu benennen. Bis heute ist dieser Song, der mit einem sphärischen Keyboard-Solo von Tony Carey  und einer immer kräftiger werdenden Gitarre von Ritchie Blackmore beginnt, für mich das Nonplusultra eines Hard Rock-Songs. Lange gehörte der Song bei der Tour 1976/77 zum Live-Set und wurde später durch „Kill The King“, abgelöst.

Ein kraftvoller Dreier

„Run With The Wolf“ ist der zweite Track des Albums. Es handelt sich um einen kurzen kräftigen Rock-Song mit eingängiger Melodie. Der Track erinnert vom Songwriting her vielleicht noch am ehesten an das Debüt-Album von Rainbow. Alle anderen Lieder dieser Platte werden wesentlich härter gespielt. Das beweißt der direkt anschließende Kracher „Starstruck“. Der Song lebt von einer brillianten Melodie, eingängigen Vocals und einem genialen Refrain. Einfach großartig! Das mit 02:58 min wirklich sehr kurze, aber dafür umso rockiger geratene „Do You Close Your Eyes“ schließt die erste Seite der LP ab. Bei Live-Auftritten wurde der Song als Entschädigung für seine Kürze teilweise bis auf 15 min Spiellänge ausgeweitet.

Zwei Songs, eine Seite!

Seite zwei von „Rising“ besteht mit „Stargazer“ und „Light In The Black“ nur aus zwei Liedern, aber die haben es in sich. „Stargazer“ ist für viele Fans das Masterpiece von Rainbow. Der Track bietet dem Hörer ein esoterisches Klangerlebnis. Das Zusammenspiel der Musiker ist in der Tat perfekt. Insbesondere das Rhythmus-Duo Jimmy Bain und Cozy Powell erledigen hier mit stampfenden Bass und treibenden Drums blendende Arbeit. Allgegenwärtig ist auch immer das brillante Gitarrenspiel von Blackmore und der unübertroffene Gesang von Dio. Ritchie Blackmore soll später einmal gesagt haben, dass „Stargazer“ sein Pendant  zu Led Zeppelin’s „Kashmir“ gewesen sei. „Light In The Black“ ist der letzte Song auf „Rising“. Das Lied stand immer etwas im Schatten von „Stargazer“ – völlig zu unrecht. Der Track ist bestimmt einer der härtesten und schnellsten Songs, die Rainbow jemals geschrieben haben. Das Wechselspiel der Instumentalisten ist beispielhaft. Insbesondere Cozy Powell zeigt hier wie man mit einer Double-Bass umgeht und Tony Carey setzt mit seiner Arbeit am Keyboard Akzente.

„Rising“ – Die beste Hard Rock-Scheibe aller Zeiten

Für mich stellt „Rising“ von Rainbow die beste Hard Rock-Platte aller Zeiten dar. Alle sieben Songs sind vortrefflich. Es gibt keine Lückenfüler, wie es sie beispielsweise auf späteren Rainbow-Alben (ohne Dio) gab. Das Songwriter-Duo Blackmore / Dio hat hier alle Register ihres Könnens gezogen. Mit Tony Carey am Keyboard, Jimmy Bain am Bass und Cozy Powell am Schlagzeug hat man begnadete Musiker gefunden um die Ideen im Studio umzusetzen. Leider hielt die Besetzung in dieser Form nur zwei Jahre und leider weilen Ronnie James Dio, Jimmy Bain und Cozy Powell nicht mehr unter uns. Der Geist der Musiker und ihr Schaffen werden auf dieser Platte aber immer erhalten bleiben. Und genau deshalb liebe Metal-Heads, solltet ihr euch diese Platte, wenn nicht schon geschehen, einmal anhören oder gar zulegen. Sie gehört eigentlich in jeden gut sortierten Plattenschrank. Am besten holt ihr euch das Ding auf Vinyl im Klapp-Cover, damit ihr das megageniale  Coverartwork, welches von Ken Kelly stammt, auch in seiner vollen Pracht genießen könnt. Prinzipell könnt ihr euch eigentlich auch direkt das 77er Live-Album „On Stage“ zulegen, da könnt ihr die fünf brillanten Musiker livehaftig erleben.

Cover und Titelliste:

Rainbow - Rising / Cover

01. Tarot Woman – 06:08
02. Run With The Wolf – 03:47
03. Starstruck – 04:04
04. Do You Close Your Eyes – 02:58
05. Stargazer – 08:27
06. A Light In The Black – 08:11

 

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Bildquellen

  • Rainbow – Rising / Cover: Amazon
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Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

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