Narbeleth – Through Blackness, And Remote Places – Album Review (September 2015)

Narbeleth Album Cover

Ok, woran denkt ihr, wenn ihr an Kuba denkt? Palmen, Zigarren gerollt auf Schenkeln schöner Kubanerinnen oder Autos aus den 50er Jahren?
Nun gut, ich denke seit heute auch an Narbeleth, eine One Man Black Metal Band aus Havanna. Ich wiederhole noch mal One Man Black Metal Band aus Havanna. Klingt strange? Na eigentlich gar nicht und auch doch irgendwie, denn der gute Dakkar – so nennt sich der Alleinherrscher Narbeleths – schafft es, unter kubanischer Sonne einen ziemlichen Extreme Black Metal Frost aufkommen zu lassen und das nicht von der schlechtesten Sorte.

Narbeleth ist Black Metal durch und durch

Through Blackness, And Remote Places ist das 3. Album des Kubaners und hat mit 8 Songs bei 34:48 Minuten eine ordentliche Schwarzmetall-Länge. Man erkennt beim ersten Hören schon, dass er tief im Old School Extreme Black Metal zu Hause ist. Wobei er nicht versucht zwanghaft norwegisch zu klingen, sondern schon mit einem eigenständigen Sound und vielen Variationen aufwartet. Erschienen ist das Album beim deutschen Label Folter Records, was ihm sicherlich stark dabei hilft, über seine Landesgrenzen hinaus bekannt zu sein.

Vielfalt gewinnt!

Was mir direkt gefiel, ist dass der Sound sauber produziert wurde, soweit man das bei einem Black Metal Act sagen kann. Auf jeden Fall ist das Aufnahme-Mikro nicht, wie so oft, einfach im Nachbardorf aufgestellt worden und so wurden dem Album auch nicht komplett alle Bässe entzogen. Das Zweite, was mir auffiel ist, dass Dakkar die Instrumente wirklich beherrscht und zB beim Bass nicht nur Grundtöne rumzupft, sondern auch in der Lage ist saubere Bassläufe zu spielen. Zusätzlich knüppelt er die Drums nicht nur wild durch, sondern spielt mit vielen Fills und zeigt, dass er auch technisch auf der Höhe ist. Der Gesang ist natürlich genretypisch krächzend, aber nicht nervig.

Die Scheibe ist durchgängig gut, dh es gibt keine schwachen Tracks, was wiederum ein Punkt auf der Haben-Seite des Kubaners. Mesmerized By The Pale Ghost Moon aufgrund seiner Vielfältigkeit und The Lightbringer aufgrund seines unüblichen Heavy-Metal Riffs haben mir am Besten gefallen.

Fazit

Black Metal ist nicht mein Hauptgenre, aber was Narbeleth mit Through Blackness, And Remote Places abliefert ist auf jeden Fall ein Muss in der Black Metal Sammlung. Für mich klingt das nicht mehr nach kubanischem Untergrund und die Eigenständigkeit Dakkars verspricht eine positive Zukunft.

Tracklist

Sons of the Grand Cosmic Emanation       3:12
Mesmerized by the Pale Ghost Moon       3:24
An Unholy Gathering                                  4:46
Delivering the Very Soul                            4:38
The Lightbringer                                         4:42
The Eternal Return                                     3:43
Through Blackness, and Remote Places   4:25
Gaze Upon Heaven in Flames                    6:01

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Bildquellen

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Toby the Ogre

Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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