RIPE & RUIN mit neuer EP „The Eye Of The World“ (VÖ: 06.04.2018)

Ripe and Ruin The Eye Of The World EP Cover

Die aus Hamburg – St.Pauli stammende Blues-Rock-Band RIPE  &  RUIN veröffentlicht fünf Songs als EP, die ab dem 06.04.2018 über DOCK 7/Soulfood vertrieben wird.

Ein tolles Cover und eine überraschende Erklärung

Beim Öffnen der News finde ich ein tolles Cover vor. Der Titel „The Eye Of The World“ bestätigt den ersten Eindruck, dass es sich um ein Auge handelt.

Die Erklärung steht im Pressetext: der dort abgebildete Teil des Auges enthält Facetten der Augen jedes einzelnen Bandmitglieds und steht als Symbol für ihre Sicht auf die Welt.

Das Line-Up ist die nächste Überraschung

ripe and ruin bandRIPE & RUIN sind Gordon Domnick (Gesang), Florian Kaninck (Gitarre) und Jannis Balzer (Schlagzeug). Alle drei haben die Hamburg School of Music besucht. Gordon Domnicks Stimme begeistert mich, seitdem ich ihn als Sänger der Bluesrock-Formation „THE BLUE POETS“ um Marcus Deml gehört habe.

Bei RIPE & RUIN kann er seine Möglichkeiten, die Stimme direkt, roh, dreckig aber auch sanft und einschmeichelnd klingen zu lassen, in entsprechender klanglicher Umgebung entfalten.
Florian Kaninck entlockt seiner Gitarre neben voll klingenden Riffs auch unverzerrte und gerade heraus gespielte Melodien, während Jannis Balzer am Schlagzeug rhythmisch klare Akzente setzt, sich einerseits zurück hält, um dann wieder die Dynamik kraftvoll anzutreiben.

Das Trio schafft damit das, was Blues-Rock ausmacht: ungeschönte, manchmal rohe und dreckige Musik.

Low-Budget Schlagzeug und eine alte Telecaster erzeugen Blues-Rock-Feeling

Vielleicht kam dem entgegen, dass die Songs auf einem Low-Budget Schlagzeug und einer alten Telecaster eingespielt wurden. Oder sind die Instrumente so zu diesem Zweck ausgesucht worden? Wie auch immer: es klingt richtig gut!

„She’s Like The Sea“ ist eine ruhige Nummer, die klanglich zunächst etwas von Proberaum und eben ‚Low-Budget‘ hat. Dies ist positiv gemeint, weil hierdurch der ungekünstelte und direkte Umgang mit der Musik spürbar wird. Dies gilt auch für „Scars“, der durch seine Direktheit und Ungeschliffenheit unter die Haut geht. Hier wird technisch nichts ‚geglättet‘ und es entsteht ein handgemachter Sound.

Der Song „Clarity“, der bereits am 02.02.18 veröffentlicht wurde,  beginnt ruhig und fast verträumt, die Gitarre unterstreicht den Gesang mit Akkorden, bis sie eine eigene Melodie entwickelt und der Song sich hinsichtlich der Dynamik immer weiter steigert. Dabei bleibt er aber ein unaufgeregter und intensiver Rocksong mit viel Atmosphäre.

Bei „Fix You“ geht es ordentlich zur Sache: sowohl rhythmisch als auch bezüglich der Melodie werden weitere Register gezogen. Gordon Domnick kann hier wieder einmal hören lassen, wie wunderbar dreckig seine Stimme klingen kann, die er aber immer wieder sicher mit  klaren Tönen in ruhigere Gefilde zurückführt.

Den Abschluss macht „Drive“, der wieder stark auf die Stimme setzt, die durch die cleane Gitarrenbegleitung unterstrichen wird. Die Gitarre erzählt dann die Geschichte, mit der die Stimme begonnen hat, ruhig und eindringlich weiter. Immer begleitet von einem sich gut in die Dynamik einfindenden Schlagzeug.

„Stay“ ist zwar nicht auf der EP zu finden, hat es mir aber besonders angetan. Er macht das Potential, über das Ripe & Ruin verfügen, deutlich und daher möchte ich ihn euch nicht vorenthalten.

 

Übrigens gibt es bereits eine selbstbetitelte EP, die 2015 fertiggestellt wurde. Diese EP  könnt ihr bei bandcamp erstehen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Die neue EP „The Eye Of The World“ kann ich nur empfehlen.  Für Blues-Rock-Fans ein ‚Muss‘!

Wer RIPE & RUIN live erleben möchte kann dies hier tun:

11.04.18 │Berlin (Badehaus)

26.04.18 │Hamburg (Molotow) Release-Show

 

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Bildquellen

  • ripe and ruin band: oktober promotion/ dock7/Soulfood
  • Ripe and Ruin The Eye Of The World EP Cover: oktober promotion and management
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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