ROSS THE BOSS – By Blood Sworn (VÖ: 20.04.2018)

Ross The Boss Band 2018

Seit dem Jahr 2008 ist der ehemalige Manowar Gitarrist Ross „The Boss“ Friedman mit seiner Soloband wieder in der Metal Szene aktiv. Nach den durchschnittlichen Alben „New Metal Leader“ und „Hailstorm“ wurde jetzt in neuer Formation das dritte Album eingespielt. In der Besetzung Marc Lopes (Gesang), Mike LePond (Bass), Kenny „Rhino“ Earl (Drums) und eben Ross an der Gitarre, spielten ROSS THE BOSS auf der „Discipline Of Steel“ Tour ein Set von Manowar-Klassikern der frühen Jahre und konnten nicht nur uns von metal-heads.de dabei absolut überzeugen (HIER unser Bericht).  „By Blood Sworn“ wurde mit Lance Barnewold am Schlagzeug eingespielt, der jedoch laut Band-Homepage bei kommenden Live-Auftritten von Steve Bolognese ersetzt bzw. vertreten wird. Doch genug mit dem Vorgeplänkel. Kann ROSS THE BOSS denn jetzt auch auf Platte überzeugen? Hier meine Meinung:

ROSS THE BOSS – By Blood Sworn – die Review

Das Album startet mit dem Titelsong und dieser weist in den Strophen deutliche Parallelen zum Manowar Klassiker „Blood Of My Enemies“ auf. Nichtdestotrotz (oder vielleicht auch gerade deswegen 😉 ) ist es ein richtig starker Track, der vollauf überzeugen kann. Ross kann auf dem neuen Werk seine Manowar Vergangenheit nicht leugnen. Dabei orientiert er sich deutlich an den ersten Alben der Band (auch das Cover scheint eine Reminiszenz an „Battle Hymns“ zu sein). Den hymnenhaften Charakter späterer Manowar Werke sucht man vergeblich. Hier geht es ziemlich direkt und kraftvoll zur Sache. Dafür sorgt auch die facettenreiche und aggressive Stimme von Marc Lopes. Der neue Mann am Mikro kann durchaus überzeugen (ein Vergleich mit Eric Adams verbietet sich). Lediglich bei der ansonsten wirklich gelungenen Power-Ballade „Faith Of The Fallen“ ist der Gesang nicht durchweg gelungen. Die Songs des Albums sind eigentlich durchweg gut. Ein kleines Manko sind aus meiner Sicht die Refrains, denen es etwas an Wiedererkennungswert mangelt. Dennoch sind Titel wie zum Beispiel „Among The Bones“, „Devil’s Day“ und Fistful of Hate“ richtig starke Power-Metal Nummern. Lediglich das 7 minütige „Lilith“ fällt etwas ab, da ich bei einem Titel dieser Länge einfach mehr Abwechslung erwarte.

Der Boss kann es noch

Mit seiner neuen Mannschaft hat Ross The Boss ein wirklich gutes und ehrliches Power Metal Album produziert. Bei seinen Soli zeigt der Meister, dass er es immer noch richtig gut drauf hat. Wenn er sich zukünftig bei den Refrains noch etwas mehr Mühe gibt, kann die ROSS THE BOSS Band noch mal ganz oben angreifen. Aber auch so freue ich mich schon auf die nächsten Live-Auftritte der Band. Hier wird einfach authentischer Power Metal alter Schule geboten! Also gebt der Truppe eine Chance!

Einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier in Form des Audio-Videos zum Song „This Is Vengeance“:

 

Noch ein Tipp: Für den limited Digi-Pack wurden mit „Each Dawn  I Die“, „The Oath“ und „Hail and Kill“ noch drei Manowar Klassiker neu eingespielt. Dürfte sich also lohnen!

Tracklist:Ross the Boss By Blood Sworn Cover

01. By Blood Sworn
02. Among The Bones
03. This Is Vengeance
04. We Are The Night
05. Faith Of The Fallen
06. Devil’s Day
07. Lilith
08. Play Among The Godz
09. Circle Of Damnation
10. Fistful Of Hate

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Bildquellen

  • RosstheBoss By Blood Sworn: AFM Records
  • RosstheBoss Band 2018: AFM Records

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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