Defecto bringen uns die „Nemesis“

Defecto

Defecto aus Dänemark werden mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht und werden als einer der vielversprechendsten Newcomer gehandelt. Sie spielten schon auf dem Copenhell Festival und durften schon für Metallica (siehe Video unten) und Rammstein eröffnen. Black Lodge Records / Sound Pollution haben nun am 16. März das Zweitwerk „Nemesis“ von Defecto herausgebracht. Entdeckt und gefördert wurden Defecto übrigens von dem legendären Produzenten Flemming Rasmussen. Ich war gespannt, ob Defecto den Erwartungen gerecht werden konnten und habe mal genauer in das Album reingehört. Im Vorprogramm von Metallica haben sie sich auf jeden Fall schon mal gut geschlagen.

 

Defecto – fett und modern

Schon beim Intro „Final Night Of Silence“ fällt auf, dass „Nemesis“ fett und modern klingt. Der Sound ist schon mal gut. Ich persönlich hätte auf solch ein orchestrales Intro verzichten können. Aber das ist Geschmackssache. Zum Titelsong gibt es ein schönes Video. Der Song selber liefert heavy Riffing, etwas Orchester und einen epischen Refrain. Einen Tacken härter knallt „Endlessly Falling“ aus den Boxen und Nicklas  Sonne liefert eine überzeugende Perfomance ab. Gelungene Kombination aus Melodie und Härte. Bei „Savage“ gesellt sich eine Portion Southern Rock dazu. Mir gefällt es. „The Nameless Apparition“ bringt wieder diese Mischung aus Härte und Melodie, wirkt auf mich aber etwas überladen. Überraschenderweise kommt dann mit „The Sacrified“ eine Ballade, getragen von Klavier und Streichern. Etwas reduzierter hätte sie mir besser gefallen.

 

Defecto mit einer Ode

„Ode To The Damned“ startet ruhig um dann den Härtelevel nach oben zu schrauben. Dazu kommen noch erstmals eingesetzte Growls. Das alles verpackt in über sieben Minuten abwechslungsreicher Musik. Metallica sind ein Vorbild. Das hört man „Gravity“ deutlich an. Aber egal, wenn es gut gemacht ist wie hier. „Ablaze“ bringt wieder eingestreute Growls. Dazu noch ein paar elektronische Synthesizerklänge… Irgendwie fehlt mir bei dem Song die klare Linie. „Before The Veil“ wartet wieder mit der Kombi aus harten, bösen Passagen mit melodischen Zwischenparts auf. Freunde der Gitarrenfinger-Akrobatik kommen jedenfalls auf ihre Kosten. „We’re All The Enemy“ beginnt death metallisch und böse, die cleanen Gesangsparts stören mich aber etwas. Zum Abschluss gibt es mit „Ascend To Heaven“ den längsten Song des Albums. Im ersten Teil eher power-balladesk, kommen in der zweiten Hälfte noch einmal die Growls und düsterer orchestraler Bombast dazu und konterkarieren den ruhigen Beginn.

 

Defecto – vielversprechend aber ausbaufähig

Defecto können mit „Nemesis“ die hochgesteckten Erwartungen erfüllen und liefern einen interessanten Mix aus Thrash, Progressivität, Melodie und obendrein noch ein wenig Orchester. Manches an der Platte wirkt für mich ein wenig überladen. So als ob man zu viel auf einmal gewollt hätte. Aber es ist auf jeden Fall vielversprechend und es ist ja auch erst die zweite Platte der Jungs. Defecto sind auf einem guten Weg und sprechen mit Defecto Nemesis Coverihrem Mix Fans verschiedener Stilrichtungen an. Mit Nicklas Sonne haben sie einen außergewöhnlich vielseitigen Sänger am Mikro. Wer es hart, aber trotzdem melodisch mag, ist bei „Nemesis“ richtig. Und auch die Instrumental Freunde kommen auf ihre Kosten. Also, gute Platte, gute Band, kaufenswert!

Defecto – Line-Up und Kontakt

Nicklas Sonne – Vocals & Guitars
Frederik Møller – Lead Guitar
Thomas Bartholin – Bass
Lars Jensen – Drums

Mehr zu Defecto findet ihr auf deren Homepage oder ihr besucht die Jungs bei Facebook. Für 2018 sind einige Live Termine in Planung. Wir von metal-heads.de halten euch natürlich auf dem Laufenden. Wer nichts verpassen will, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter. Das Album kann direkt über den Link unten bestellt werden.

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Bildquellen

  • Defecto Nemesis Cover: Black Lodge Records / Yasemin Kaimaz
  • Defecto 720×340: Black Lodge Records / Yasemin Kaimaz
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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