Be’lakor – Stone’s Reach (Release in 2009)

Die Band

Gegründet wurde Be’lakor im Jahre 2004 von 5 Freunden aus Melbourne / Australien. Der Bandname leitet sich von einer Figur aus dem Warhammer Universum ab, was die Jungs zur Zeit der Bandgründung gezockt haben. Musikalisch bewegen sie sich im Melodic Deathmetal Bereich, wobei sie diesen schon recht eigen interpretieren. Als Geheimtipp gelten sie inzwischen sicher nicht mehr, denn 2010 und spätestens 2012 sind sie durch Auftritte auf dem Summer Breeze auch dem europäischen Publikum näher gebracht worden. Trotzdem möchte ich hier nochmal die Gelegenheit ergreifen und euch das 2009er Album Stone’s Reach ans Herz legen, das es wirklich in sich hat.

Stone’s Reach

Der zweite Longplayer von Be’lakor ist eines dieser Alben, die ich angespielt habe und es hat instant boom gemacht. Ich liebe dieses Gefühl, Musik zu entdecken, die sofort zündet und eine gewisse Atmosphäre schafft. Mit Venator geht es auch direkt mit einem Kracher los. Ruhiges Intro und dann nimmt das Lied Tempo auf und schmettert uns das Gegrowle von George Kosmas entgegen. Seine Stimme birgt für mich eine fast optimale Balance zwischen Death-Growls und Klargesang. Es klingt nie überdreht oder möchtegern hart, sondern fügt sich geschmeidig in die komplexen Melodien und Tempowechsel ein, die charakteristisch für den Stil von Be’lakor sind.

 

In From Scythe to Sceptre sticht Kosmas Gesang gerade am Anfang noch mehr hervor. Outlive the Hand startet wieder sehr melodisch und es soll 1:30 min dauern, bis der Gesang einsetzt. Generell fällt auf, das man sich viel Zeit für Intros lässt und die Lieder so auf Spielzeiten von bis zu 10 Minuten kommen. Die Gitarren schneiden sich melodisch durch das Schlagzeugspiel, wie das Messer durch die Butter…einfach nur schön. Sun’s Delusion startet mit etwas mehr Tempo und bringt viel Doublebass mit sich, der nie aufdringlich wirkt, aber das Tempo vorgibt.  Mit Held in Hollows gibt die Scheibe Gas um das Tempo mit dem instrumentalen Stück Husks wieder komplett rauszunehmen. Das knapp 6 Minuten lange Aspect haut dann wieder richtig rein und bringt jede Menge druckvolles Schlagzeug mit sich. Das achte und letzte Lied Countless Skies startet wieder mit einem langsamen Intro und bildet insgesamt einen atmosphärischen Abschluß der Scheibe.

Fazit

Die Songs auf Stone’s Reach sind genau so melodisch angeordnet, wie sie im einzelnen auch aufgebaut sind. Das Album wirkt in sich absolut stimmig und nie langweilg oder eintönig, trotz der teilweise langen Spielzeit der Lieder. Ständig wechseln sich langsame mit schnelleren Parts ab und schaffen so insgesamt ein Tempo und Setting, in das man richtig eintauchen kann. Die epischen Kompositionen passen perfekt zur Stimme des Sängers. Wer mit Melodic Deathmetal etwas anfangen kann, der muß sich dieses Album anhören.

Tracklist

  1. Venator
  2. From Scythe to Sceptre
  3. Outlive the Hand
  4. Sun’s Delusion
  5. Held in Hollows
  6. Husks
  7. Aspect
  8. Countless Skies

Bandmember

George Kosmas – Guitar / Vocals
Shaun Sykes – Lead Guitar
John Richardson – Bass
Steve Merry – Piano / Keyboard
Elliott Sansom – Drums

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Bildquellen

  • belakor-beitrag: Amazon
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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