WINDWAKER – „Love language“ (VÖ: 06.05.2022)

WINDWAKER Albumcover Love Language - Beitragsbild

WINDWAKER – „Love language“ (VÖ: 06.05.2022)

Heute gibt es mal wieder frischen Wind, denn wir haben für euch ein Debütalbum parat. Und zwar geht unser Blick in weite Ferne nach Australien. Dort ist die 2017 gegründete Formation WINDWAKER beheimatet. Der Vierer hat für Anfang Mai sein Erstlingswerk in der Pipeline, aber bevor wir uns mit dem eigenen Material der Band befassen wollen, möchte ich euch zum Warmwerden einen Coversong der Truppe vorstellen. Es geht um „Toxic“! Ja, genau. Im Original ist die Nummer von Britney Spears. Aber die Herrschaften aus Down under haben dem Stück ihre eigene Note aufgedrückt und ich finde die Version stark. Bitte sehr.

Aber das nur am Rande, denn eigentlich interessiert ihr euch ja sicher insbesondere für die Musik, die die Band selbst auszeichnet, oder? Damit ihr auch dazu eine Idee bekommt, habe ich für bereits hier die Auskopplung von „Lucy“. Habt ihr da schon einmal reingehört? Dann bekommt ihr einen Eindruck, wovon ich rede, wenn ich euch jetzt das Material näherbringen möchte. Also mir gefällt der Song auf jeden Fall gut!

WINDWAKER – „Love language“ (VÖ: 06.05.2022)

Nachdem ihr jetzt ja schon den zweiten Track kennt, schauen wir mal auf den Opener. Es geht mit der – wie ich finde – recht speziellen Stimme von Will King und ein paar Gitarren los, bevor es mit voller Power und flotten Drumbeats, Samples und elektronischen Sounds amtlich zur Sache geht. Das emotional etwas von einer Explosion. So kraftvoll und dennoch mit viel Melodie. Ein starker Opener, der den Hörer sofort mitreißt. Als nächstes kommt der Song, der mich auf die Band aufmerksam gemacht hat. Das Wechselspiel der „normalen“ Gesangsstimme mit den leicht aggressiven Vocals, dazu die unbändige Energie, die WINDWAKER mit dem Song ausstrahlen.

„Nighthawk“ steigt euch direkt wieder mit druckvollem Gesang ein, die flotten Beats, dazu der Elektro-Sound. Erfrischende Atmosphäre. Wow, mit Track 4 geht es wieder voll zur Sache. Samples, verzerrte Stimme, digitale Rhythmen. Bei dieser Nummer ist mir das ehrlich gesagt schon etwas zu viel. Bei den vorherigen Songs hat man die Stilmittel etwas gezielter und weniger dominant eingesetzt…mmmhhh! Was ist das? Song 5 fällt etwas aus der Reihe. Obwohl er eigentlich ins Gesamtbild passt. Kann ich auch nicht so recht erklären. Auf keinen Fall schlecht gemacht, aber so richtig holt der mich nicht ab. Sorry.

WINDWAKER Albumcover Love Language

„Glow“ beginnt eher recht bedächtig und dabei bleibt es auch für eine Weile, aber dann versprühen WINDWAKER noch ordentlich Energie. Die nächste Nummer ist dann direkt vom Typ „voll auf die Fresse“. Kraftstrotzende Vocals, heavy Instrumentierung. Fett! Manchmal finde ich es allerdings vom Gesang her schon ein bisschen drüber. Aber ich denke, man will eine eindeutige Duftmarke setzen…und das gelingt definitiv! Der krasse Wechsel zu „Superstitious fantasy“. Aber auch nur am Anfang. Denn dann geht es wieder amtlich weiter mit mitreißenden Arrangements und packender Stimmarbeit. Wobei Will King auch gemäßigtere Töne anschlagen kann. Auch das wird hier deutlich.

Track 9 ist so etwas wie eine Sprachnachricht oder eine auf einem Anrufbeantworter hinterlassene Botschaft. Man versteht nicht so viel, die Stimme ist recht weinerlich…verzichtbar! Es folgt der Titeltrack und der ist recht emotional angelegt. Klingt ein wenig nach Liebeslied, halt im Stil von WINDWAKER. Mal ein bisschen was anderes. Schon ok so. Mit dem nächsten Stück geht es weiter zwischen den Extremen. Es ist mittelmäßig heavy, hat aber genügend Drive, um einen mitwippen zu lassen und den Hörer zu erreichen. Und dann endet das Album mit „The rain“. Leichte Elektro-Beats, Drums und E-Gitarren mit eindringlichem Gesang. Für Radio Airplay ist die Mucke zu schräg (fürchte ich), aber das hat eigentlich schon echte Eingängigkeit. Für mich eine der stärksten Nummern auf dieser Scheibe und ein würdiges Ende.

Unser Fazit bei metal-heads.de zum WINDWAKER-Album

Das Fazit zum Album von WINDWAKER bei uns lautet also folgendermaßen: eine erfrischende Mischung aus teils recht harten Songs und viel Melodie. Energiegeladene Tracks die in Ansätzen an eine Mischung aus SMASH INTO PIECES und COHEED AND CAMBRIA erinnern. Und das ist sicherlich nicht negativ gemeint. Aber insgesamt finde ich den Vierer sehr eigenständig und das Material ansprechend. Ich würde ungerne einen einzelnen Track hervorheben, aber der Opener ist schon ziemlich gut gelungen und der Abschluss auch. Ich hätte Bock, die Herrschaften mal live zu sehen, wie man die Musik beim Konzert umsetzt und wie die Leute mitgehen…

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Bildquellen

  • WINDWAKER Albumcover Love Language: HEAD OF PR
  • WINDWAKER Albumcover Love Language – Beitragsbild: HEAD OF PR

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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