SAXON – Innocence Is No Excuse / Rock The Nations / Destiny (Re-Releases, bereits veröffentlicht)

SAXON – Cver / Re-Releases

Saxon traten erstmals 1982 in Form des Livealbums „The Eagle Has Landed“ in mein Leben. Ich war damals wie heute von der britschen Band begeistert und überzeugt. Seither habe ich mir – ohne wenn und aber – jedes offizielle Album der Band als Vinyl oder CD zugelegt. Im CD-Bestand blieben allerdings ein paar Lücken, die nun erfreulicherweise mit den Re-Releases der Alben „Innocence Is No Excuse“, „Rock The Nations“ und „Destiny“, die am 27.07.2018 via BMG veröffentlicht wurden,  geschlossen werden können. Ob ihr dies ebenfalls tun wollt, könnt ihr anhand der folgenden Sezierung der drei Alben entscheiden.

Saxon – Innocence Is No Excuse (1985 /2018)

1985 war ein Jahr des Umbruchs für Saxon. Die Band wechselte die Plattenfirma von Carrere Records zu EMI und „Innocence Is No Excuse“ wurde das letzte Album mit Bassist und Gründungsmitglied Steve „Dobby“ Dawson. Ferner musste „Innocence…“ den Vergleich mit dem bärenstarken Vorgänger „Crusader“ (1984) aufnehmen, was überhaupt keine leichte Aufgabe war. Im direkten Vergleich verliert „Innocence…“ meiner Meinung den Kampf auch mit „Crusader“, aber nichtsdestotrotz ist es ein sehr gutes Album mit einigen Perlen im Gepäck geworden. Songs wie „Rock ‚N‘ Roll Gypsy“, „Devil Rides Out“ oder das gänsehauterzeugende „Broken Heroes“ finden in immer noch den Weg ins Live-Programm von Saxon. Auch der stampfende Opener „Rockin‘ Again“ bleibt im Ohr hängen und lädt zum mitsingen ein.

Cover und Tracklist von „Innocence Is No Excuse“:

Saxon - Innocence Is No Excuse

1. Rockin’ Again
2. Call Of The Wild
3. Back On The Streets
4. Devil Rides Out
5. Rock ‚N‘ Roll Gipsy
6. Broken Heroes
7. Gonna Shout
8. Everybody Up
9. Raise Some Hell
10. Give It Everything You’ve Got

CD Bonus Tracks:

11. Live Fast, Die Young (B-side Of ‘Back On The Streets’)
12. Krakatoa (B-side Of ‘Rock N’Roll Gipsy’)
13. Broken Heroes (Chapel Studio, Thoresby Demo)
14. Devil Rides Out (Chapel Studio, Thoresby Demo)
15. Rock N’Roll Gipsy (Chapel Studio, Thoresby  Demo)
16. Rockin’ Again (Chapel Studio, Thoresby Demo)
17. Gonna Shout (Chapel Studio, Thoresby Demo)

Saxon – Rock The Nations (1986 / 2018)

Der Titel des 8. Studoalbums von Saxon lautet „Rock The Nations“ und musste nach dem Abgang von Songwriter und Bassist Dawson ohne hauptamtlichen Bassisten aufgenommen werden. Neuzugang Paul Johnson wurde zwar als Basser gelistet, die Bassspuren wurden aber von Sänger Biff himself eingespielt. „Rock The Nations“ gehört für mich mit zu den besten Alben von Saxon, auch wenn viele Metaller das Album eher in der zweiten Reihe ansiedeln. Die Platte ist gespickt mit qualitativ hochwertigen Songs wie dem Titeltrack, „We Came Here To Rock“ oder dem allmächtigen Oberhammer „Battle Cry“ die den Sprung in den Live-Set von Saxon leider nie oder nur selten geschafft haben. Das umwerfende Cover gibt einem den Rest. Wer das Ding schon mal Poster gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Für mich eines der besten Metal-Cover überhaupt. Überraschend ist auch, dass Saxon Piano Rock- Legende Elton John als Gastmusiker für die Aufnahmen zu den Tracks „Nothern Lady“ und „Party Til You Puke“ gewinnen konnten.

Tracklist und Cover zu „Rock The Nations“:

Saxon - RockThe Nations

1. Rock The Nations
2. Battle Cry
3. Waiting For The Night
4. We Came Here To Rock
5. You Ain’t No Angel
6. Running Hot
7. Party Til You Puke
8. Empty Promises
9. Northern Lady

CD Bonus Tracks

10. Chase The Fade (B-side Of ‘Waiting For The Night’)
11. Waiting For The Night (7” Single Edit)
12. Northern Lady (7” Single Edit)
13. Everybody Up (Live In Madrid, B-Side Of ‘Northern Lady’)
14. Dallas 1pm (Live In Madrid, B-Side Of ‘Northern Lady’)
15. Power & The Glory (BBC Live At Reading Festival ’86)
16. Rock The Nations (BBC Live At Reading Festival ’86)
17. Waiting For The Night (BBC Live At Reading Festival ’86)

Saxon – Destiny (1988 / 2018)

„Destiny“ ist das 9. Album des britischen Quintetts und mit Sicherheit auch das umstrittenste Album von Saxon.  Ich erinnere mich noch genau an die entäuschten Gesichter vieler Fans und meiner Kumpels als die Platte 1988 auf den Markt kam. Was war mit der einstigen Metal-Legende Saxon passiert? Pop-Rock und Mainstrem dominierten auf einmal die Musik der Band. Auch ich, als beinharter Saxon Fan, war bestürzt. Aus heutiger Sicht würde ich aber mal behaupten, dass die damalige Plattenfirma versucht hat Saxon in die kommerzielle und radiotaugliche Ecke zu drücken. Heute würde ich die Platte aber auch nicht mehr so verteufeln wie damals, denn mit „Ride Like The Wind“, „Calm Before The Storm“ und „For Whom The Bell Tolls“ befindet sich doch recht gutes und überzeugendes Material auf dem Rundling. Selbst das schmalzige „Song For Emma“ hat einen gewissen Charme. 1991 fanden Saxon dann mit „Solid Ball Of Rock“ aber auch wieder zu alter Stärke zurück.

Tracklist und Cover zu „Destiny“:

Saxon - Destiny

1. Ride Like The Wind
2. Where The Lightning Strikes
3. I Can’t Wait Anymore
4. Calm Before The Storm
5. S.O.S.
6. Song For Emma
7. For Whom The Bell Tolls
8. We Are Strong
9. Jericho Siren
10. Red Alert

CD Bonus Tracks

11. I Can’t Wait Anymore (12 mix)
12. Rock The Nations (Live At Hammersmith, B-Side Of ‘Ride Like The Wind’)
13. Broken Heroes (Live In Madrid, B-Side Of ‘I Can’t Wait Anymore’)
14. Gonna Shout (Live In Madrid, B-Side Of ‘I Can’t Wait Anymore’)
15. Ride Like The Wind (Monitor Mix)
16. For Whom The Bells Tolls (Monitor Mix)

Gesamteindruck der Re-Releases

Bei der Veröffentlichung von Re-Releases stellt sich ja immer wieder die Frage, ob man die wirklich braucht. In diesem Fall kann man die Frage mit einem dicken Ja beantworten. Die Damen und Herren von BMG haben sich wirklich viel Mühe gegeben, die „alten“ Saxon-Scheiben in ein hochwertiges und qualitatives Gewand neu einzukleiden. Das gilt für die Vinyl – wie auch für die CD-Versionen. Besser und vorbildlicher kann man es kaum machen. Auch Sammler verloren geglaubter B-Seiten und Raritäten werden hier in Form der bestückten Bonus-Tracks fündig. Alles in allem sind die Re-Releases eine lohnenswerte Anschaffung. Wer also Lücken in seiner Sammlung hat, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

 

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Saxon – Innocence Is No Excuse: CMM Marketing
  • Saxon – RockThe Nations: CMM Marketing
  • Saxon – Destiny: CMM Marketing
  • SAXON – Cover / Re-Releases: (c) CMM Marketing
STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 + 14 =