Status Quo – Aquostic II – That’s A Fact

Status Quo – Aquostic II – That’s A Fact (VÖ: 21.10.2016)

Status Quo, Großbritanniens beliebteste Rocker, haben die Veröffentlichung ihres neuen Albums bekannt gegeben.

Mir hat die erste Aquostic Stripped Bare schon außerordentlich gut gefallen und ich habe mich sehr über die Nachricht gefreut, dass mit Aquostic II – That’s A Fact der Nachfolger im Oktober 2016, genauer gesagt am 21.10.2016, das Licht der Welt erblicken wird.

Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass ich vorab in die neue Platte reinhören durfte und ich lasse euch gerne an meinen Eindrücken teilhaben.

Let the good times roll

Der Opener That’s A Fact ist sehr einfach und minimalistisch gehalten und überzeugt durch eingängige Melodien mit überraschender Wendung: Einem Karibikabschluss! Lasst euch überraschen!

Die zweite Nummer Roll Over Lay Down ist ein schwergängiger und traditioneller Stampfer, der herrlich mehrstimmig zu Ende gebracht wird, bevor wir mit Dear John (genauso wie One For The Road auf Nummer 6) eine schicke Ballade vorgesetzt bekommen. Hier übernehmen klassische Streicher die Hauptarbeit unterstützt von dezent eingesetzten Akustikgitarren.

In The Army Now

wurde etwas moderner angelegt. Da mir die Nummer im Original auch nicht so wirklich gefällt, machen wir schnell weiter mit Hold You Back. Und der Song hat es in sich: Irish Folk Deluxe. Könnte aber auch von den Höhnern sein…Auf jeden Fall eine klasse Nummer zum abfeiern.

Backwater – erinnert vom Stil her an In Extremo und Konsorten. Muss ja nix schlechtes sein. Isses auch nicht. Außer dass hier keine Drachen getötet werden.

Kommen wir nun zu Belavista Man. Und? NA, ENDLICH DA ISSER. Der QUO Rhythmus…Unterstützt von reichlich Blut, Schweiß und Akkordeon…Fetzt wie Sau.

Ähnlich wir Dear John ist Lover Of The Human Race eine schöne verspielte Ballade mit schicken Gitarrenelementen und einem Refrain, der direkt ins Ohr geht und dort auch Stunden lang ausharrt. Versprochen.

Eine schmissige Neuvertonung des mittlerweile 48 (In Worten ACHTUNDVIERZIG) Jahre alten Klassikers Ice In The Sun erreicht den aufmerksamen Hörer als nächstes. Unfassbar gut!

Mess Of The Blues

Wie der Titel schon zuverlässig verrät: BLUES, Blues und nochmal Blues. Mit allem bewaffnet, was eine derartige Nummer braucht. Quo Gestampfe, Bassläufe bis nach Chicago, Klavier, Mundharmonika etc… Meine absolute Lieblingsnummer des Albums.

Mit Jam Side Down machen wir etwas poppiger aber trotzdem sehr Rock n‘ Roll-verwurzelt weiter.

Wie klingt die nächste Nummer: Resurrection? Ganz einfach: Man stelle sich in ein uriges Pub Mitte der 60er Jahre in England vor. Auf einer schlecht beleuchteten kleinen Bühne sitzen ein paar Musiker und spielen Rock n‘ Roll. Einfach. Gerade aus. Genau so klingt er. Gerne mehr davon.

Song Nummer 15 und 16. Mit etwas mehr Tempo aber genau soviel Swing und Tradition fetzen Lies und Little Dreamer aus den Lautsprechern. Man hat das Gefühl, die beiden Songs wurden direkt nacheinander ohne Pause auf Tape gebracht.

Etwas ruhiger und wehmütiger kommt Living On An Island daher. Bevor uns ein krachneuer Song ins Haus steht.

Is Someone Rocking Your Heart?

Das soll ein ganz neu geschriebenes Lied sein? Merkt man definitiv nicht. Klingt wie aus einer Feder. Nämlich der Feder, die  Anfang der 60er Jahre in die Hand genommen wurde und hoffentlich noch lange dort bleiben wird. Tinte haben die Jungs definitiv noch genug im Fass.

Mit Rockers Rollin’ schließen wir das zweite Akkustik Album nach Aquostic Stripped Bare aus dem Jahre 2014 auch schon. Genau so wie es sein soll. Im unverkenbaren Status Quo Stil.

Status quo album cover

Fazit

Was erwartet man von einer Band die 1968 ihr erstes Album und seitdem über 30 Alben veröffentlicht hat? Eigentlich nicht mehr viel neues, innovatives o.ä. Und genau das braucht Status Quo auch nicht. Die Engländer stehen sei Jahrzehnten für geradlinigen stampfenden Rock n Roll. Das war, ist und wird auch immer ihr „STATUS QUO“ bleiben. Die Songs sind erstaunlich facettenreich, sauber durchdacht und auf Platte umgesetzt. Für mich definitiv ein Pflichtkauf. Nachdem angeblich Ende des Jahres endgültig Schluss sein soll mit Live-Shows von Status Quo, bleibt nur zu hoffen, dass sie es sich 2017 nochmal anders überlegen. Diese Band wird niemals alt.

Das Album wird in drei verschidenen Editionen erscheinen:

Die Standard CD beinhaltet 14 ausgewählte, neu gestaltete Quo Klassiker wie „In The Army Now“, „Hold You Back“, „Roll Over Lay Down“ oder „Ice In The Sun“. Zudem finden sich hierauf mit „One For The Road“ und „One Of Everything“ zwei brandneue Songs.

Auf der Deluxe Edition bieten Status Quo als Bonus mit „Is Someone Rocking Your Heart“ einen weiteren, ganz neuen Song, sowie weitere fünf überarbeitete Hits (u.a. „Lies“ und „Living On An Island“).

Die Vinyl-Version ist ausgestattet mit allen 19 Studiosongs und dem Bonus-Song „For You“, der im Original vom Album „Rockin´All Over The World“ stammt und nur auf der Vinyl zu hören sein wird.

Status Quo sind außerdem auf „Finaler“ Abschiedstour. Hier nochmal alle Deutschlanddaten und unser BERICHT über die „End of the Road“ Tour

11. November- Arena, Leipzig

12. November – Dreiländerhalle, Passau

14. November – Max-Schmeling-Halle, Berlin

15. November -Messehalle, Erfurt

17. November – Stadthalle, Rostock

18. November – Nordseehalle, Emden

19. November – Lanxess Arena, Köln

21. November – Jahrhunderthalle, Frankfurt

22. November – Brosearena, Bamberg

24. November – König-Pilsener-Arena, Oberhausen

25. November – Swiss Life Arena, Hannover

26. November – Stadthalle, Magdeburg

29. November – Porsche Arena, Stuttgart

30. November – Olympiahalle, München

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Bildquellen

  • Status quo album cover: (c) Amazon
  • STATUS QUO: (c) metal-heads.de / Amir Djawadi
Reverend Wrinkle

Reverend Wrinkle

Ich höre von AC/DC, Rolling Stones und Led Zeppelin bis in die Neuzeit zu Black Stone Cherry und The Answer so ziemlich alles was hart ist, groovt und Krach macht. Habe aber ebenso eine Vorliebe für den Blues und reise gerne für Konzerte um die ganze Welt.

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