Guns N‘ Roses – 12.06.18 Gelsenkirchen (Konzertbericht)

Guns n Roses

Der zweite Besuch bei den Gunners

Im Zuge der Not In This Lifetime Tour haben die metal-heads.de bereits ausgiebig über Guns N‘ Roses berichtet. Mit dem letzten Slash Special „Slash – der Mann hinter der Lockenpracht“ (HIER zu finden), servierte man jedem Gunners Fan vor Tourbeginn noch ein echtes Insiderschmankerl.

Schnell war der 12.06.18 gekommen und es hieß für 41.250 Fans Aufbruch ins Schalke-Land! Eines vorweg, die Orga in und um die Veltins Arena war extrem gut – lob an das Arena-Team!

Vorband Olé

Mit den Manic Street Preachers haben Axl, Slash und Duff eine exzellente Wahl getroffen. Jedem, der sich bisher noch nicht mit dieser Band auseinandergestzt hat, wurde schnell bewusst, wieviele Hits und Songs man von diesen Mannen kannte. Frontmann James Dean Bradfield, zählt Slash zu seinen persönlichen Heros, nicht nur gitarristisch. Die Band spielte sich souverän durch Kracher wie „If you tolerate this your children will be next“ u.v.m. Dabei präsentieren sie auch die besten Auszüge aus ihrem neuen Album „Resistance Is Futile“.

Ein hochkarätiger Live-Act mit strukturiertem Sound und tollem Gesang, der die Herausforderung, bei Tageslicht als Vorband einer der größten Rockbands aller Zeiten den Opener zu markieren, meisterlich absolviert hat!

Fundierter Journalismus

Viele Schreckensmeldungen erreichten uns im Vorfeld. Besonders die Kollegen größerer Boulevardblätter zerrissen die Band in der Luft, um sie nach dem Gig in Gelsenkirchen in höchsten Tönen zu loben, andere wiederum zerfetzten den Gig total. Ein sehr undifferenziertes Bild, bei dem der Hauptkritikpunkt zumeist Axl Rose war.

Von Beginn an war klar, dass die Jungs heiß waren! Axl groovte in seinen gefühlt ein Meter langen Cowboyboots zu jedem Song, der Rest der Mannschaft war ebenfalls on Fire! Besonders zu loben auch die Musiker der zweiten GNR Generation, namentlich Frank Ferrer (dr) und Melissa Resse (key). Sie machten den Braten fett! Besonder Reese unterstütze mit grandiosem Backgroundgesang und einem enormen Klangkostüm, dabei stach sie mit ihrem Manga-Look vollkommen heraus.

Axl der Sangesknabe

Und wie hat er denn nun gesungen? Nun, so wie eine Rockröhre singen und klingen soll! Sirenenartige Screams, eine enorme Bandbreite von hohen bis extrem tiefen Tönen, prägten diesen Axl Gig! Die Klangfarbe ist und bleibt atemberaubend!

Okay, der Mann hat nie den Kontakt mit dem Publikum gesucht, da muss man als zahlender Fan durch. Ebenso Slash versteckt sich hinter seinen Locken, sucht selten den Blickkontakt mit den Fans, frei nach dem Motto alles kann, nix muss.

An diesem Abend muss halt nix – halb so wild. In sehr wenigen Songs wackelt Axl Rose Stimme etwas, ansonsten performt der 56-jährige überragend. Stimmen verändern sich mit dem Alter, diejenigen harten Kritiker, die aber der Überzeugung sind, eine nicht enden wollende Tour mit fast täglichen 3-Stunden-Sets besser absolvieren zu können, mögen gerne vortreten.

Guns N‘ Roses – eine Grandiose Rockshow

Wie schon am 23.06.17 in Hannover (HIER der Bericht dazu) ist die Setlist nahezu perfekt und jeder Song wird durch eine grandios abgestimmte Licht-, Pyro- und Animations-Show abgerundet.

Man baut gewisse Pausen bewusst ein, damit sich der Frontmann erholen und umziehen kann. Ich habe GNR das erste Mal 1992 in New York gesehen, selbst hier war der Showablauf durch Instrumentals aufgelockert – also kein Grund hier Verdächtigungen und Spekulationen hinsichtlich des Sängers und seiner Sangeskraft zu äußern!

Es lebe die Rockgitarre

Mein Sitznachbar meinte nur, dass er so eine tolle Gitarrenarbeit nicht erwartet hätte. In der Tat, Richard Fortus und Slash sind wie die linke und rechte Hand des Teufels, sie harmonieren extrem gut, dabei ist ihr jeweiliger Stil sehr unterschiedlich. Fortus ist der filigrane Rocker, Slash hat immer Dreck im Sound, klingt pur und erinnert mit seiner herausragenden Melodieführung teilweise an den viel zu früh verstorbenen Gary Moore.

Fazit

Ein Show, die jeden Cent wert war. So etwas erleben wir leider nur noch selten und wenn wir ehrlich sind, es ist eine der letzten Möglichkeiten den Nostalgiezug in die eigene Jugend zu nehmen. Wen wundert es, dass die Band mit diesem Songmaterial mehr als einhundert Millionen Alben verkauft hat?!

Noch immer werden die Gassenhauer mit Würde präsentiert und der einschlägige Fan hofft und bangt zugleich, dass die Gunner neues Material veröffentlichen. Wir von den metal-heads.de sind auch das nächste Mal dabei, keine Frage!

Setlist

It‘s so easy

Mr Brownstone

Chinsese Democracy

Welcome To The Jungle

Double Talkin‘ Jive

Better

Estranged

Live And Let Die

Slither

Rocket Queen

Shadow Of Your Love

You Could Be Mine

New Rose

This I Love

Civil War

Slash Gitarrensolo

Speak Softly LoveLove

Sweet Child O‘ Mine

Used To Love Her

Coma

Wichita Lineman

Wish You Were Here

November Rain

Black Hole Sun

Knockin‘ On Heaven‘s Door

Nightrain

Don‘t Cry

Yesterdays

The Seeker

Paradise City

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Bildquellen

  • Guns ´n Roses: www.amazon.de
Blues Mike

Blues Mike

Als ich 12 war, gab mir ein Freund die Nummer des Teufels. Unter dieser Nummer meldete sich sein Assistent, der Meister der Puppen. Er sagte mir, dass es Rost im Frieden gibt und ich fortan mit meiner Gitarre um Gerechtigkeit für Alle kämpfen sollte!

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