Kamelot setzt Oberhausen in Flammen
Kamelot sind am Abend des 05. November mit ihrer Dark Asylum Tour in der Turbinenhalle 2 in Oberhausen zu Gast und haben Temperance und Exit Eden mitgebracht!
Temperance zeigen italienische Spielfreude
Als die Modern-Symphonic-Metal-Band Temperance pünktlich um 19:00 Uhr ihren Auftritt beginnen, ist die Turbinenhalle 2 in Oberhausen noch recht spärlich gefüllt. Möglicherweise liegt es an der doch einigermaßen frühen Startzeit an einem Donnerstag??? Verdient hätte die Kombo jedenfalls eine deutlich vollere Halle, denn mit ihrer italienischen Spielfreude können sie die Anwesenden absolut in ihren Bann ziehen. Mit Kristin Starkey, Michele Guaitoli (auch bekannt als Sänger von Visions of Atlantis) und Marco Pastorini (auch bei Serenity und Fallen Sanctuary aktiv) verfügt die Band über gleich drei stimmgewaltige Sänger(in), die sich die Vocals teilen. Wobei Marco auch noch die Leadgitarre und Michele gelegentlich die 2. Gitarre übernimmt. Zusammen mit Bassist Luca Negro und Schlagzeuger Marco Sacchetto bilden die Fünf eine schlagkräftige Formation.
Acht Songs dürfen Temepance heute Abend zum Besten geben und sie legen ihren Schwerpunkt (mit vier Songs) auf das aktuelle Album „Arcani“. Die Truppe zeigt viel Energie, technisches Können und kommt überaus symphatisch rüber. Als Antreiber fungiert insbesondere Michele und er schafft es mit großem Enegagement das Publikum aus der Reserve zu locken. Als „Daruma“ ihren Auftritt beendet, hat es die Band geschafft, die Stimmung in Oberhausen so richtig in Gang zu bringen.
Exit Eden – Drei Sängerinnen und viele Coverversionen
Das Feld ist also bereitet für den Auftritt der Symphonic Metal Formation Exit Eden. Mit Marina La Torraca (Phantom Elite), Anna Brunner und Clémentine Delauney (Visions Of Atlantis) hat die Multi-Kulti-Truppe gleich drei Sängerinnen im Aufgebot. Verstärkt werden sie auf der Bühne durch Gastmusiker. Ihr Programm besteht zu einem wesentlichen Teil aus Coverversionen von bekannten Songs, die sie in ein neues – metallisches – Gewand hüllen. Das Publikum in der sich langsam füllenden Turbinenhalle 2 zeigt sich von der Darbietung durchaus angetan. Die Mädels können mit ihren Stimmen und ihrer Ausstrahlung überzeugen. Während ich mich mit einigen Songs (beispielsweise Lady Gagas „Paparazzi“) nicht so richtig anfreunden kann, sind andere wirklich sehr gut gelungen (z.B. „Seperate Ways“ von Yourney).
Gastauftritt von Michele Guaitoli
Bei dem bandeigenen Song „Run!“ bekommen die Damen Unterstützung von Temperance Sänger Michele Guaitoli. Dieser Titel gehört dann auch für mich zu den Höhepunkten des Sets. Als das Shontelle-Cover „Impossible“ den Abschluss bildet, zeigt sich ein Großteil des Publikums begeistert. Ich persönlich würde mir wünschen, dass die Band zukünftig mehr auf eigene Stücke setzt, denn Potential ist zweifellos vorhanden.
Kamelot heizen der Halle ordentlich ein
Nach der etwas längeren Umbaupause wird bereits beim aufwändig gestalteten Bühnenbild deutlich, dass sich Kamelot heute Abend einiges vorgenommen haben. Als sie mit „Ashen World“ vom aktuellen Longplayer „Dark Asylum“ loslegen, wird der mittlerweile doch ordentlich gefüllten Halle so richtig eingeheizt. Und das nicht nur im übertragenen Sinne, denn die amerikanisch-schwedisch-deutsche Band spart nicht an Pyroeffekten. Hier wird ein optisches und akkustisches Feuerwerk gezündet.
Showeffekte und musikalischer Glanz
Kamelot bieten heute Abend wieder einmal eine beeindruckende Show. Dazu zählen neben den Pyros auch Kostümwechsel von Goldkehle Tommy Karevik und verschiedene dezent eingesetzte Showeinlagen mit Licht und Nebel. Miss Chile 2025 Ignacia Fernández unterstützt Tommy mit Growls, bei denen man sich fragt, wo ein derart zartes Persönchen diese Power hernimmt. Clémentine Delauney ist als weitere Gastsängerin dabei und unterstützt Tommy bei mehreren Titeln. Mit fünf Songs bildet das aktuelle Album einen Schwerpunkt aber auch zahlreiche Klassiker und selten gespielte Songs wie etwa „Opus Of The Night (Ghost Requiem)“ gehören zum Set. Der Bandmaster und Gitarrist Thomas Youngblood wird besonders gewürdigt und zeigt wiederholt sein großes Können.
Schlagzeuger Alex Landenberg und Keyboarder Oliver Palotai dürfen sich bei Soli austoben und auch Basser Sean Tibbets zeigt gelegenliche Einlagen und überzeugt mit intensivem Stageacting. „Veil Of Elysium“ mit längerem Mitsingpart bildet dann den stimmungsvollen Abschluss des regulären Sets. Aber natürlich werden Zugaben gefordert und die gibt es dann auch in Form von „March Of Mephisto“ (effektvoll präsentiert) und „Sacrimony (Angel Of Afterlife)“.
Rundum gelungener Abend
Damit geht ein rundum gelungener Abend mit tosendem Applaus zu Ende. Schade, dass die Halle nicht ganz voll war, denn Kamelot haben wieder einaml bewiesen, dass sie auch live eine ungemein starke Band sind. Der charismatische Tommy Karevik hatte die Fans voll im Griff und die Zuschauer zeigten sich textsicher und in großer Feierlaune. Da in der Turbinehalle 2 auch das Drumherum passt und die Vorbands ebenfalls überzeugen konnten , dürfen sich alle ärgern, die am Donnerstag nicht den Weg nach Oberhausen auf sich genommen haben!
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Bildquellen
- Temperance 05.11.26 Oberhausen: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
- Exit Eden 05.11.26 Oberhausen: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
- Kamelot 05.11.26 Oberhausen: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de







































































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