BLACK SPACE RIDERS: „We have been here before“(VÖ: 21.10.2022)

black space riders 2022

Heute veröffentlichen BLACK SPACE RIDERS ihr Album „We have been here before“. Nach  „Amoretum Vl. 1 & Vol. 2 ist es ihr siebtes Album. Wer BLACK SPACE RIDERS kennt, weiß, dass sie sich nicht um Genregrenzen kümmern, sondern auf spaciger Basis von Hard Rock über Psychedelisches bzw. von mächtig bis zart schwebend alles dabeihaben.

Auf dem neuen Album haben sie mit 15 Songs in 84 Minuten einen Rahmen gewählt, in dem sie eine enorme Bandbreite an Klängen, Melodien und Rhythmen präsentieren. So ist das Album trotz der Länge in keinem Moment langatmig oder gar langweilig.

Alles folgt dem Grundgedanken: „We have been here before“. Diese Idee gehen sie melodisch, groovend und rockend an. Eingängige Melodien und interessante rhythmische Strukturen werden zu atmosphärischen und immer wieder progressiv-komplexen Stücken verbunden.

„We have been here before” – das Erleben, dass man sich auf verschiedenen Ebenen des Lebens immer wieder in sich wiederholenden Zyklen und manchmal eben auch Schleifen wiederfindet, haben sie nicht nur musikalisch umgesetzt, sondern auch in den Texten.

Auf in den BLACK SPACE

Dort gibt es Einiges zu entdecken. Ruhige oder melancholisch verträumte Stücke wie „The Flow“ oder das spacige „A whisper“, temporeiche Tracks wie „Shine“ und rockige, tanzbare Nummern wie „We have been here before“ und „Queen Of The Light“. Oder so ein punkig-rockiger Song wie „AAAAAAAAAAARRRRRRGGGH“. Orientalische Anleihen bei  “In Dust“ so die flirrenden Gitarren bei „Leaving the hill“ verleihen diesen Songs eine ganz besondere Note.

In einigen Tracks wie z.B. „Trapped in an endless loop“, spielt der Bass eine führende Rolle. Die feinen Bassläufe und drängenden Riffs nehmen einen mit tief in den Song hinein. Die Bandbreite der Vocals reicht von eingängiger Melodie über dunklere Stimmungen bis hin zu Growls. Es ist schon gut, wenn man auf zwei variable Stimmen zurückgreifen kann.

So groovend, rockend oder psychedelisch verträumt die Songs auch sind: es klingen immer auch Traurigkeit, Wut, Enttäuschung und Frustration hindurch.

black space riders whbhb cover

Die Kunst der Wiederholung

Ein weiteres Element, das BLACK SPACE RIDERS beherrschen, ist die Kunst der Wiederholung. Sich wiederholende Riffs, die sich z.B. bei „Crawling (Down with everything)“ einbrennen und das später folgende spacige Solo noch abgehobener erscheinen lässt. Oder der Einstieg von „A whisper“ der in der Fortsetzung die Vocals leicht und schwebend macht.

Die Wiederholungen machen ein genaueres Hinhören möglich. Sowohl auf den Text als auch auf die Songstruktur. Und auf die vielen ‚Kleinigkeiten‘, die oft erst beim zweiten oder dritten Hören auffallen.

“When a man meets a serpent future hits the past”

Thematisch beschäftigt sich das Album mit den vielen Schleifen, die das Leben zieht. Mit Zyklen, die sich nicht nur auf persönlicher sondern auch gesellschaftlicher Ebene vollziehen – und auch übergreifend, kosmisch.

Den Gedanken: „Das ist mir schon oft passiert“ oder auch „Nicht schon wieder“ wird jeder in der einen oder anderen Form gehabt haben. Um dann bei genauer Betrachtung festzustellen, dass im Gleichscheinenden doch einge Elemente anders sind. Dass sich die Dinge und wir selbst uns dennoch bewegen: in Schleifen zwar, die aber nach und nach ihre Form verändern.

Dies spiegelt sich in der Musik wider: aus sich wiederholenden Riffs entstehen Melodien, die die Stimmung verändern, bekannte Strukturen werden durch interessante Rhythmen oder Harmonien auf eine andere Ebene gebracht.

Für den Ausstieg haben sie sich noch etwas ganz Besonderes aufgehoben. „Worlds collide dans ma tête“ beginnt mit Zeilen aus der Fabel „L´homme et la couleuvre“ von Jean de la Fontaine. BLACK SPACE RIDERS entwickeln daraus einen Song, der ruhig mit dem eingesprochenen Text beginnt, und dann regelrecht losbricht. Mächtig drängend und dann wieder mit sanften Klängen und Melodien. So bleibt die Spannung bis zum letzten Ton erhalten.

Die mäandernden Schleifen des Lebens

Für dieses Album sollte man sich Zeit nehmen. Sicher kann man die Songs auch gut einzeln hören, aber in der Gesamtheit ergibt sich ein anderes Bild. Mit „We have been here before“ ermöglichen BLACK SPACE RIDERS einen Ausflug in psychedelische Räume mit verträumten, melancholischen Klängen, feinen Melodien, wummerndem Bass und flirrenden Gitarren. Bei den oft komplexen Songstrukturen steht immer wieder die Melodie im Vordergrund.

Mehrfaches Hören wird den Genuss an der Musik, den vielen Einzelheiten und auch den Texten deutlich erhöhen!

„We have been here before“ gibt es als Double-CD und auch als Double Vinyl. Weitere Infos hier

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Bildquellen

  • Cover BSR_WHBHB 3000×3000: Anger Management
  • black space riders 2022: Anger Management

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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