ERIK COHEN – Northern Soul (VÖ: 26.02.2021)

Erik Cohen

Erik Cohen und seine Band veröffentlichten nach dem Livealbum „Live aus der Vergangenheit“ (2019) am 26.02.2021 via (RYL NKR Recordings / Rough Trade) das mittlerweile vierte Studioalbum. Die Scheibe trägt den Titel „Northern Soul“ und stellt, der Titel deutet es ja bereits an, die ewige Verbundenheit des Künstlers zum hohen Norden ins Zentrum. Der Meister der Nostalgie setzt seine Erinnerungen abermals in Wort und Musik um.

Erik Cohen mit elf neuen Tracks am Start

„Northern Soul“ umfasst elf Songs und beginnt mit dem gleichnamigen, maritim angehauchten Intro, welches in den Opener „Nach dem Sturm“ übergeht. Der Song beginnt recht rockig, hält die Linie auch bei, wird aber durch den poppigen Refrain etwas ausgebremst. Unterstützt von weiblichem Gesang fliegt Erik Cohen dann weiter über die Dächer der „Millionenstadt“. Ein Song der durch sein Flair zu gefallen weiß. Der vierte Track der Platte – „Lokomotive“ – ist ein richtiger Cohen-Rocker und lädt zum mitwippen und abheppen ein. Funktioniert vor einem Live-Publikum mit Sicherheit gut. Hört mal rein:

„Junger Matrose“ lebt von einem schönen Gitarrenspiel und könnte wirklich ein richtig geiler Song sein, wenn da nicht der doch etwas schmalzige Refrain wäre. Nicht ganz so meins. Dafür wird man dann aber mit dem fetzigen und hymnischen „Bomberjacken“ entschädigt. Nostalgisch und straight geht es mit „Schleswig-Holstein“ weiter. Hier gibt‘s auch nichts über den Refrain zu meckern und  trifft den Nagel der „Northern Soul“ voll auf den Kopf. „Bomberjacken“ steht hier zur Einstimmung auf‘s Album als Video für euch zur Verfügung:

Die Liebe zu Type O Negative und Pete Steele umschreibt Erik Cohen im Song „Halloween“. Eine nette Huldigung, wie ich finde. Hier stehen Spaß und die Verneigung vor einer großen Band im Mittelpunkt. Deshalb muss es an dieser Stelle auch stampfend mit „Doomrider“ weitergehen bevor es mit „Alcatraz“ wieder etwas softer und mainstreamiger wird. Locker und flockig endet die Scheibe mit dem schönen „Cafe Strietzel“.

Kann „Northern Soul“ alte Feuer entfachen?

Ich mag Erik Cohen und verfolge seine Musik bereits seit der Veröffentlichung von „Weißes Rauschen“ (2016). Das Album hatte mich seinerzeit voll abgeholt und überrascht. Ich kannte Erik Cohen bis dato ja nur als Jack Letten, den Frontmann der Formation Smoke Blow. Beim neuen Album war ich auch überrascht, aber halt anders. „Northern Soul“ ist bestimmt keine schlechte Platte und Cohen wird sich ja auch was dabei gedacht haben, aber es trifft bis auf wenige Ausnahmen nicht ganz meinen Nerv.

Sorry Erik, aber „Northern Soul“ ist mir ein wenig zu poppig geworden. Mir fehlt da einfach der gewisse Funke an Rock-Musik der das Feuer zum entzünden bringt. Das ist alles natürlich nur eine Momentaufnahme und vielleicht braucht es Zeit um die wahre Seele der Platte zu erkennen. „Lokomotive“, „Bomberjacken“, Schleswig-Holstein“ und „Cafe Strietzel“ sind für mich die Highlights von „Northern Soul“. Hört‘s euch einfach mal selbst an.

Cover und Tracklist:

Erik Cohen - Nothern Soul - Cover

01. Intro (Northern Soul)
02. Nach dem Sturm
03. Millionenstadt
04. Lokomotive
05. Junger Matrose
06. Bomberjacken
07. Schleswig-Holstein
08. Halloween
09. Doomrider
10. Alcatraz
11. Café Stietzel

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Bildquellen

  • Erik Cohen – Northern Soul – Cover: Starkult Promotion
  • Erik Cohen: Frank Peter via Starkult Promotion
STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

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