ULTIMATIUM – Virtuality“ (VÖ: 27.11.2020)

Albumcover ULTIMATIUM Virtuality - Beitragsbild

ULTIMATIUM – Virtuality“ (VÖ: 27.11.2020)

Wenn ich so die ganzen Mails lese, die mit den Informationen zu den anstehenden Releases hereintrudeln, dann ist der 27.11.2020 ein Tag an dem diverse Bands ihre neue Scheibe unter die Menschheit bringen wollen. Eine Truppe, die sich da einreiht ist ULTIMATIUM. Der Prog Power-Fünfer aus dem europäischen Norden will am besagten Freitag die neue Langrille mit dem Titel „Virtuality“ raushauen.

Wir hatten euch das Album mit seinem Dutzend Tracks ja schon in diesem News-Beitrag im Zusammenhang mit der ersten Single-Auskopplung „The seer“ angekündigt. Und wo wir schon bei vorab zu erhaschenden Höreindrücken sind, da legen wir gleich ohne Hemmungen einen weiteren Song nach. Schaut euch doch direkt mal das dazugehörige Video an. Anfangs nicht leicht zu verpacken für die Augen, aber es wird besser…

Heavy, aber eben nicht nur…ULTIMATIUM

Aber fangen wir mal vorne an. Der Opener beginnt mit Tempo-Drumming und Metal-Gesang im Stil von JUDAS PRIEST. Dann setzen weibliche Vocals als Gegenpart ein. Doublebass. Das ist Power und Drive! Aber teilweise ist es mir dann schon ein bisschen zu ungestüm. Etwas über das Ziel hinaus geschossen…nach gut 4 Minuten ist der Spuk vorbei. Beim nächsten Track lässt die glasklare weibliche Stimme aufhorchen. Auch hier gibt es wieder treibende Schlagzeugparts. Mit einem Klavierintro startet „Hall of heroes“. Dann geht es aber heavy mit melodiösen E-Gitarren und den bekannten Doublebass-Salven weiter. Power Metal, yeah!

Der längste Song des Silberlings beginnt erneut mit filigranem Piano, bevor die Drums einsetzen. Den Gesang teilen sich mehrere Stimmen, wobei der männliche Part teils eine nervige Komponente hat. Wenn auch über weite Strecken ein amtliches Tempo und genug Heavyness am Start ist, so wird etwa nach der Hälfte der Fuß deutlich vom Gas genommen. Später wird es noch einmal etwas rockiger. Nach dem bereits vorgestellten „The seer“ folgt „Dark cold day“. Ansprechende melodiebetonte Arrangements machen diesen Track aus. Gefällt mir. Lasst euch nicht vom bedächtigen Start der 7. Nummer betören, es geht druckvoll weiter. Da erfüllen mindestens die Drums ihren Zweck. Mit „(Don’t) Fear the silence“ haben wir so etwas wie eine Ballade im Paket. Das habe ich schon besser erlebt, aber trotzdem sicherlich nicht schlecht gemacht.

Auf dem Mittelweg der Geschwindigkeit…

Mittlere Marschgeschwindigkeit bestimmt den Beginn des nachfolgenden Songs. Männliche Vocals in höheren Regionen des Gesangs kommen zu den instrumentellen Elementen. Für meinen Geschmack ist das ein bisschen langatmig über die lange Distanz von achteinhalb Minuten! Track 10 startet ohne Umschweife mit kraftvollem Schlagzeugspiel und nimmt den Hörer in den Bann. Hier finde ich den Gesang ansprechend und insgesamt stellt der Song für mich eines der Highlights der Scheibe dar. „Scream“ ist die vorletzte Nummer auf „Virtuality“. E-Gitarren, heavy erklingt der Gesang. Das passt. Prima! Den Abschluss macht ein gut 9 Minuten langer Song – „Together“.

ULTIMATIUM Bandphoto

Matti Pulkkinen ist eine der entscheidenden Figuren bei ULTIMATIUM. Die finnische Formation hat 2015 ihr Debüt herausgebracht und die neueste Scheibe ist bereits das 4. Langeisen. Es handelt sich dabei um das erste Konzeptalbum des Fünfers. Thematisch geht es um 4 Zocker, die in einem Virtual Reality Spiel der Zukunft steckenbleiben. Die Rollen und das Drumherum werden mit 5 Sängern umgesetzt. Das ist schon ein ordentlicher Aufwand. Musikalisch ist das Material von den ganz Großen der Szene beeinflusst, beispielhaft seien DREAM THEATER und SYMPHONY X genannt. Stilistisch decken ULTIMATIUM die Bandbreite von Power Metal bis zum Prog Metal ab. Das wird auch an den Songlängen deutlich. Diese reichen bis zu fast 12 Minuten.

ULTIMATIUM – Virtuality“ (VÖ: 27.11.2020)

Albumcover ULTIMATIUM Virtuality

Das metal-heads.de-Fazit zu ULTIMATIUM

Das Fazit bei metal-heads.de: ULTIMATIUM liefern ein Konzeptalbum im Stil einer Rockoper ab. Thematisch futuristisch unterwegs mit der virtuellen Realität trifft man den Nerv der modernen Zeit. Kraftvolles Drumming, präzises Riffing und melodiöse E-Gitarren. Vielstimmiger Gesang. Dazu am rechten Platz Keyboardklänge und angepasstes Tempo. Das ist handwerklich gut gemacht. Und damit ein Antesten auf jeden Fall wert!

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Bildquellen

  • ULTIMATIUM Bandphoto: ROCKSHOTS RECORDS
  • Albumcover ULTIMATIUM Virtuality: ROCKSHOTS Records
  • Albumcover ULTIMATIUM Virtuality – Beitragsbild: ROCKSHOTS Records
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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