URIAH HEEP – „…Very ’Eavy…Very ’Umble“ (VÖ: 16.09.2016)

Uriah Heep - Very ´Eavy - Album

Wie bereits in den News vom 13.08.2016 erwähnt, wird das Label BMG in enger Zusammenarbeit mit Uriah Heep Gitarrist und Songwriter Mick Box den Back-Katalog der Band als hochwertige 2-CD-Editions in regelmäßigen Abständen wieder auf den Markt bringen. Den Start macht neben einem Best-Of-Album (welches an anderer Stelle besprochen wird), selbstredend das Debüt-Album „…Very ’Eavy…Very ’Umble“ von 1970.

Uriah Heep – Chartbreaker der 70er Jahre

Neben Deep Purple, Led Zeppelin und Black Sabbath gehörten insbesondere Uriah Heep in den 1970er Jahren zu den schlagkräftigsten Vertretern der britischen Hard Rock-Szene. Dies spiegelte sich nicht nur in musikalischer sondern auch in verkaufstechnischer Hinsicht wieder. Uriah Heep waren in den 70er Jahren ein Garant für die oberen LP-Chartpositionen. Den Grundstein für den späteren Erfolg legte das britische Quintett 1970 mit dem hier vorgestellten Debüt-Album „…Very ’Eavy…Very ’Umble“.

The Original LP – Remastered

Mit geballter Energie starten Uriah Heep mit dem rund sechseinhalbminütigen Track „Gypsy“ ins Album. Der Song wies damals schon deutliche Metal-Züge auf, besticht durch die Virtuosität von Mick Box und Ken Hensley und ist auch noch heute fester Bestandteil des Live-Programms. „Walking In Your Shadow“ ist etwas softer und kürzer als sein Vorgänger, aber rockt im Herzen genauso und betört das Gehör durch die sehr eingängige Melodie.

Gänsehaut mit Melinda

Bei „Come Away Melinda“ folgt die große Stunde des David Byron, selten wurde eine Ballade trauriger und gefühlvoller gesungen als hier – Gänsehaut pur. Und da Uriah Heep wissen, wie man mit Gefühlen umgeht, setzt man mit dem bluesigen und hinreissenden „Lucy Blues“ weitere Akzente. „Dreammare“ rückt die Gefühlswelt dann wieder machtvoll mit einem genialen Gitarren-Orgelintro ins richtige Licht, bevor die fünf Briten bei „Real Turned On“ die Slide-Gitarre auspacken und einen famosen Blues-Rocker hinlegen.

Prog- und Jazz-Motive zum Abschluss

Im Anschluss läuten Uriah Heep mit einem düsteren Szenario den Track „I’ll Keep On Trying“ ein, welcher sich im weiteren Verlauf zum wahren Prog-Monster entwickelt, bevor man das offizielle Album mit dem jazzigen „Wake Up (Set Your Sights)“ schließt.

An Alternate „…Very ’Eavy…Very ’Umble“

Auf der zweiten CD der neuen Edition werden dem Hörer alternative Versionen (Mixe) der Original LP in anderer Reihenfolge sowie die bisher in dieser Form noch nicht veröffentlichten Songs „Born In A Trunk“, „Magic Lantern“ und „Bird Of Prey“ (U.S. Alternate Mix) dargeboten. Einige dieser Mixe haben es echt in sich. Besonders gelungen finde ich die Versionen von „Dreammare“, „Come Away Melinda“ und „Bird Of Prey“. „Bird Of Prey“ ist eigentlich Bestandteil des zweiten Uriah Heep Albums „Salisbury“ (1971), wurde aber bereits 1970 als B-Seite der „Gypsy“-Single verwendet.

Zum Abschluss

Die neue Auflage von „…Very ’Eavy…Very ’Umble“ im edlen Digipak gibt optisch ordenlich was her und verleiht dem Album daduch die verdiente Würde. Hinzu kommt ein frisch remasterter Sound und ein schickes Booklet mit interessanten Liner-Notes.

Einige von euch „Jungspunden“ mögen jetzt vielleicht denken: „Boah…wat sollen wir denn mit dem ollen Schrott?“ Denjenigen möchte ich darauf antworten: „Ohne den ollen Schrott, gäbe es den heutigen so facettenreichen Metal nicht. Also, setzt euch einfach mal mit den Anfängen des Hard Rock und des Heavy Metal auseinander und hört genau hin, denn so verstaubt, wie uns das Cover vielleicht glauben machen will, ist die Musik von Uriah Heep auch nach 46 Jahren nicht. In musikalischer Hinsicht gibt es jede Menge spannendes, abwechslungsreiches und kreatives zu entdecken. Altes hat eben seinen Reiz. Nicht umsonst boomt die heutige Retro-Welle so erfolgreich.

 

Uriah Heep - Very ´Eavy - Album

Disc 1 – The Original LP Remastered

1. Gypsy
2. Walking In Your Shadow
3. Come Away Melinda
4. Lucy Blues
5. Dreammare
6. Real Turned On
7. I’ll Keep On Trying
8. Wake Up (Set Your Sights)

Disc 2 – An Alternate „…Very ’Eavy…Very ’Umble“

1. Gypsy
2. Real Turned On
3. Dreammare
4. Come Away Melinda
5. Born In A Trunk
6. Wake Up (Set Your Sights)
7. I’ll Keep On Trying
8. Walking In Your Shadow
9. Lucy Blues
11. Magic Lantern
12. Bird Of Prey

Line-Up:

David Byron – Lead Vocals
Ken Hensley – Orgel, Slide Guitar, Mellotron, Piano, Vocals
Mick Box – Lead Guitar, Acoustic Guitar, Vocals
Paul Newton – Bass Guitar, Vocals
Ollie Olsson – Drums, Percussion

Wissenwertes über Uriah Heep findet ihr natürlich auch auf der Homepage der Band.

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Uriah Heep – Very ´Eavy – Album: Promoteam Schmitt & Rauch
STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × drei =