URIAH HEEP – Your Turn To Remember: The Definitive Anthology 1970-1990 (VÖ: 16.09.2016)

Uriah Heep - Anthology - Cover

Neues Best Of-Album von Uriah Heep

Uriah Heep veröffentlichen am 16.09.2016 über das Label BMG ein Best Of-Album mit dem Titel „Your Turn To Remember: The Definitive Anthology 1970-1990″. Parallel dazu erscheint die Wiederveröffentlichung des Debüt-Albums „…Very ’Eavy…Very ’Umble“ (wir berichteten, s. Review vom 04.09.2016).

Nun mag man sich über die Sinnhaftigkeit von Best Of-Alben streiten oder diese auch ganz verweigern und als Abzocke ansehen, zumal es ja schon etliche Compilations von Uriah Heep gibt.

Im vorliegenden Fall handelt es sich aber mal um eine etwas anders gestrickte Sammlung von Uriah Heep-Songs. Der Fokus liegt ausschließlich auf dem Zeitraum zwischen 1970 und 1990.

Auch John Sloman und Peter Goalby werden gewürdigt

Hier werden diesmal nicht nur Lieder aus den Phasen mit David Byron (1969 – 1976 †) und  John Lawton (1976 -1979) verwertet, sondern auch Tracks aus der eher stiefmütterlich behandelten Zeit mit den Frontmännern John Sloman (1979 – 1981) und Peter Goalby (1981 -1985).

Neben All-Time- Klassikern wie „Lady In Black“ (Salisbury, 1971), „Easy Livin'“ (Demons And Wizards, 1972) und „Free ‚N‘ Easy“ (Innocent Victim, 1977)  findet man auf der Compilation auch Songs wie „No Return“ (Conquest, 1980 – das letzte Album mit Ken Hensley) , „Too Scared To Run“ (Abominog, 1982) sowie „Poor Little Rich Girl“ (Equator, 1985).

Zur Erinnerung an alte Zeiten hier noch einmal „Too Scared To Run“ in visueller Form.

Fazit

Fakt ist: Uriah Heep gehören in jede gute Plattensammlung. Die Band verfügt über einen recht umfangreichen Backkatalog und wer sich diesen nicht in sein Regal stellen möchte, ist mit „Your Turn To Remember: The Definitive Anthology 1970-1990″ sehr gut bedient.

Die Compilation bietet dem Hörer einen sehr gut sortierten Querschnitt über eine Schaffensperiode von 20 Jahren. Von jedem Studioalbum werden zwei  Songs präsentiert. Die einzige Ausnahme stellt „Raging Silence“ (1989) dar. Von diesem Album schaffte es lediglich „Voice On My TV“ auf den Sampler. Am Mikrofon, der mittlerweile dienstälteste Heep-Sänger, Bernie Shaw. Die Songs wurden allesamt soundtechnisch aufpoliert und die CDs in ein schickes Digipak mit einem informativen Booklet gebettet. Besonders bewegend sind die Worte von Mick Box und Ken Hensley zum Tode von Sänger David Byron und Bassist Gary Thain.

July Morning auf 03:15 min verstümmelt

So gut ich das vorliegende Best Of-Album auch finde, so gibt es jedoch auch einen negativen Punkt. Das grandiose Epos und Meisterwerk July Morning wurde von einer Gesamtlänge von 10:32 min auf 03:15 min als Single-Version zurechtgeschnitten. Selbst bei größtmöglicher Beherrschung und unter Berücksichtigung des jounalistischen Gebotes zur Sachlichkeit fällt es mir äußerst schwer, diese Verstümmelung nicht als Unverschämtheit und Frecheit gegenüber dem Hörer zu bezeichnen.

Deshalb könnt ihr „July Morning“ hier bei uns in voller Länge hören und sehen.

 

Cover und Tracklist:

Uriah Heep - Anthology - Cover

Disc 1

1. Gypsy
2. Come Away Melinda
3. Bird Of Prey
4. Lady In Black
5. Look At Yourself
6. July Morning – Japanese Single Edit
7. Easy Livin‘
8. The Wizard
9. Sunrise
10. Sweet Lorraine
11. Stealin‘
12. Sweet Freedom
13. The Shadows And The Wind
14. Suicidal Man
15. Return To Fantasy
16. Devil’s Daughter

Disc 2

1. Weep In Silence
2. Can’t Keep A Good Band Down
3. Sympathy
4. Firefly
5. Free ‚N‘ Easy
6. Free Me
7. Woman Of The Night
8. Come Back To Me
9. It Ain’t Easy
10. No Return
11. Too Scared To Run
12. Chasing Shadows
13. Straight To The Heart
14. The Other Side Of Midnight
15. Rockarama
16. Poor Little Rich Girl
17. Voice On My TV

Wissenswerte Informationen zur Band erhaltet ihr auch auf der Homepage von Uriah Heep.

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Bildquellen

  • Uriah Heep – Anthology – Cover: Promoteam Schmitt & Rauch
STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

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