VOLCANOVA: Radical Waves

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VOLCANOVA: die isländische Stoner Rock Band mit ihrem Debüt-Album „Radical Waves“

VOLCANOVA sind eine Stoner Rock Band aus Island. Aufmerksam bin ich nicht nur auf sie geworden, weil sie Isländer sind, sondern weil ich den Namen für eine isländische Stoner Band passen fand. Zunächst habe ich „Sushi Sam“ gehört bzw. das Video gesehen. Gute Musik und eine witzige Geschichte. Da war ich neugierig auf den Rest. Und – um es vorweg zu sagen: gut, dass ich meiner Neugier gefolgt bin, denn sonst hätte ich dieses großartige Album verpasst, das am 21. August 2020 via The Sign Records veröffentlicht wird.

Riffs, Riffs, Riffs

Der Opener „Welcome“ ist instrumental und nur knapp eineinhalb Minuten lang. Und doch zeigt er, wo es langgeht: subtil psychedelisch aber immer groovend schwere Riffs

volcanova radical waves cover

„Where’s The Time“ bietet einen schönen Einstieg durch den Bass. Dann nimmt der Song an Tempo und die Riffs bauen sich langsam aber wuchtig auf. Ein super Rocksong mit einem Beat, der einen nicht stillsitzen lässt.

„Super Duper Van“ ist ebenfalls ein Song, bei dem es richtig zur Sache geht. Basierend auf einem Riff, der auch in der Wiederholung nicht an Kraft verliert.

Und da ist er: mein absoluter Albumfavorit: „I’M Off“. So schön doomig, geeignet sowohl für laue Sommerabend wie für knackig-kalte Wintertage am Kamin! Rockig mit einem ordentlichen Schuss Sludge, gewürzt mit psychedelischen Elementen. Da greifen sie auch Anteile des Openers auf und schmücken sie ordentlich aus.

Schwere Akkorde und flirrende Gitarrenläufe

„Stoneman“ kommt mit vibrierenden Basslinien daher, die dem Song das Fundament geben. Ein ruhiger Beginn mit schweren Akkorden. Darüber wunderbare Gitarrenläufe. Die Drums halten sich im Hintergrund und geben den Saiteninstrumenten viel Freiheit und setzen dennoch gute Akzente. Die Vocals fügen sich gut ein und unterstützen die Atmosphäre, die Bass und Gitarre entworfen haben

„Sushi Sam“ – der Sushi-Dealer. Wie ich in der Ankündigung schon geschrieben habe: Im Song wird die Geschichte von Luzifer in einer menschlichen Gestalt erzählt, der Sushi essen muss, um menschlich zu bleiben. Was dann passiert, ist im Video zu sehen. Auf so eine Geschichte muss man erst einmal kommen! Ein absoluter „Gute-Laune-Song“, rasant und elektrisierend.

Mit „Mountain“ kehrt etwas Ruhe ein. Doch auch dieser Song bringt mächtige Riffs und Bassläufe, angenehme Harmonien in den Vocals, an denen wohl wieder alle drei beteiligt sind.

Schwere Riffs mit Groove und Leichtigkeit im Komplexen

Schwere Riffs, schwere und ganz schwere Riffs. So klingt „M.O.O.D.“. Sobald jedoch der Gesang einsetzt, bekommt der Song einen psychedelischen Klang. Aber nicht, um einen in andere Sphären zu entrücken. Der Song bleibt geerdet und im Rock verwurzelt. Vielleicht liegt es daran, dass VOLCANOVA eben auch bei diesem Song ordentlich Tempo machen. Dazu trägt wesentlich die groovende Gitarre bei.

Spätestens bei „Got Game“ wird deutlich, dass die Jungs auch richtig komplexe Riffs mit einer unglaublichen Leichtigkeit rüberbringen können. Und auch hier wieder großartige Melodien. Rhythmisch abwechslungsreich ist „Got Game“ ein treibender und antreibender Song.

In gewisser Weise haben sich VOLCANOVA von Song zu Song gesteigert. Die Krönung des Albums ist „Lights“. Hier finden sich noch einmal in Abwandlung die Elemente, die mir in den vorherigen Songs schon gut gefallen haben. Mit einem großartigen instrumentalen Outro ein gelungener Abschluss des Albums. Schon wegen dieses Songs lohnt es sich, das Album zu kaufen.

Ein gelungenes Debüt-Album

Stoner Rock oder Metal ist sonst nicht so meine Musik. Aber VOLCANOVA haben mich schnell gefangen genommen und letztlich absolut von sich überzeugt. Sicher liegt es daran, dass nicht nur die Geschichten, die sie erzählen, es nicht an Witz mangeln lassen, sondern sich dies auch in der Musik widerspiegelt. Außerdem spielen sie ein ordentliches Tempo und setzen die ‚typischen‘ Stoner-Elemente in einem Maß ein, dass die rockigen Parts noch optimistischer und energiegeladener wirken. Da ich es gerne komplex und atmosphärisch und dennoch kreativ und abwechslungsreich mag, hat mir „Radical Waves“ richtig gut gefallen. Ein absolut gelungenes Debüt-Album!

VOLCANOVA sind:

Samúel Ásgeirsson (Vocals, Gitarre)
Þorsteinn Árnason (Bass)
Dagur Atlason-(Drums)

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Bildquellen

  • volcanova radical waves cover: Palmer Turner Overdrive
  • volcanova 2: Palmer Turner Overdrive

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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