Cathubodua im Interview zum Rage Against Racism 2026
Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, findet nächstes Wochenende das Rage Against Racism Festival im beschaulichen Friemersheim statt. Dort wird am Freitag auch Cathubodua aus Belgien auf der Bühne stehen, und zwar ab 17:20 (hier mehr).
Frontfrau Sara hat sich Zeit genommen und meine Fragen beantwortet.
Cathubodua – das Interview
MH: Könnt ihr euch kurz vorstellen und eure Musik beschreiben?
Sara: Wir nennen es aus gutem Grund Epic Symphonic Metal: Es geht um Storytelling und darum, emotionale Erzählbögen sichtbar zu machen. Von chaotischen folkloristischen Tänzen bis hin zu purer Aggression – in unserer Musik geht es vor allem darum, dieses Spektrum an Möglichkeiten im menschlichen Geist zu erkunden. Unsere Alben sind meist Konzeptalben, die Geschichten erzählen, die sich über ganze Leben spannen: mal heroisch, gottgleich oder auch aus einer introspektiven Perspektive.
MH: Wie seid ihr auf den Namen Cathubodua gekommen?
Sara: Cathubodua ist der Name einer antiken gallischen Kriegsgöttin. Halb Krähe, halb Frau, ruft sie die Menschen in den Krieg, damit sie sich am Ausgang laben kann. Es ist ein Name, der zu uns passt: folkloristische Perspektive, starke Emotionen und eine mächtige Gottheit. Die einzige Herausforderung: Für Menschen, die uns zum ersten Mal sehen oder hören, ist er vielleicht nicht gerade leicht zu merken …
MH: Das Rage Against Racism Festival stellt sich deutlich gegen Rassismus, Hass und Diskriminierung. Was hat euch bewegt beim Rage Against Racism aufzutreten? Seid ihr vielleicht sogar selbst einmal Opfer von Rassismus, Hass oder Diskriminierung gewesen?
Sara: Bei Cathubodua sind wir uns alle sehr bewusst darüber, welche Vor- und Nachteile unsere jeweiligen Hintergründe für die Band (und ganz allgemein fürs Leben) mit sich bringen. Wir schätzen uns glücklich: Unsere gravierendsten Erfahrungen reichen davon, beruflich unterschätzt zu werden, weil wir lange Haare haben, bis hin dazu, typischerweise in die Kategorie „Female Fronted Metal“ gesteckt zu werden. Letzteres ist technisch gesehen natürlich korrekt – sagt aber viel darüber aus, wie leicht Dutzende musikalischer Stilrichtungen in einen Topf geworfen werden, nur weil die Sängerin eine Frau ist
MH: Damit die Besucher des RaR eine Vorstellung bekommen, was sie bei eurem Auftritt erwarten können: Was geht bei euch auf der Bühne live ab?

Sara: Wir beschreiben unsere Shows gern als einen Sturm: von emotionalen, stillen Momenten bis hin zu spannungsgeladener, rasender Leidenschaft. Ein Wirbelwind aus Melodien fängt deine Ohren ein, stets vorangetrieben von donnernden Drums und wütenden Gitarrenparts. Unsere Show ist dynamisch – sowohl klanglich als auch visuell … und wir lieben es, wenn das Publikum mitmacht und wir es brüllen hören!
Neuer Song zum Rage Against Racism und der Traum von Wacken
MH: Euer letztes Album Interbellum ist schon über zwei Jahre alt. Arbeitet ihr schon wieder an einem neuen Album?
Sara: Absolut! Am 29. Mai, also nur eine Woche vor dem Festival, haben wir eine neue Single: unseren Song „Know That“ veröffentlicht. Viel von dem neuen Material wird sich etwas roher und ungeschliffener anfühlen, aber dennoch mit diesen wunderschönen Violinenmelodien, die sich durch die Stücke ziehen.
MH: Das Rage Against Racism ist ein kleineres Umsonst & Draußen Festival. Wie ist eure Meinung zu dieser Art Festivals? Wo würdet ihr lieber auftreten, eher kleines Festival oder großes Festival? Habt ihr eine Wunschlocation, wo ihr gerne mal auftreten würdet?
Sara: Es gibt eine Art Verbindung zum Publikum, die man nur bei kleineren Shows bekommt: auf kleinen Festivals und in kleinen Venues. Das gibt uns die Möglichkeit, wirklich eine Verbindung aufzubauen und unsere Geschichten so zu erzählen, als säßen wir gemeinsam an einem Lagerfeuer …
Der „ultimative“ Traum für jede Metal-Band wäre wohl immer noch ein Auftritt beim Wacken Open Air – daran glauben wir jedenfalls …
Vorfreude auf die Show und ein Wiedersehen mit Crypta
MH: Der Freitag hat einige abwechslungsreiche Bands zu bieten. Werdet ihr die Zeit haben oder euch diese nehmen auch selbst als Zuschauer dabei zu sein? Falls ja, welche Band wäre denn im Fokus? Der Samstag ist auch mit top Bands besetzt, da seid ihr aber schon wieder auf dem Rückweg, oder könnt ihr dann auch noch mal vorbeikommen?
Sara: Da die Festivalsaison gerade richtig anläuft, sind einige Bandmitglieder am Samstag anderweitig unterwegs und lassen bei lokalen Festivals in Belgien und den Niederlanden die Köpfe kreisen. Ich persönlich freue mich am meisten darauf, Crypta wiederzusehen – ich habe vor etwa zwei Jahren mit ihnen eine Bühne geteilt und war von ihrer Professionalität und der Leichtigkeit, mit der sie performen, absolut beeindruckt.
MH: Danke für eure Zeit und eure Antworten. Möchtet ihr noch was loswerden?
Sara: Vor allem, wie aufgeregt wir sind! Das deutsche Publikum ist begeistert bei der Sache, und wir freuen uns riesig auf diese Show.
MH: Eine Frage habe ich doch noch. Werdet ihr auch Merchandise mit nach Friemersheim bringen?
Sara: Absolut! Wir bringen unsere Alben mit und natürlich auch brandneue Designs: Die Single vom 29. Mai bekommt ihr eigenes Shirt, also schnappt es euch dort!
Jetzt noch ein bisschen Musik
Damit ihr eine bessere Vorstellung von Cathubodua bekommt, habe ich hier noch das Video zur neuen Single Know That.
Und zum Schluss
Mehr zu Cathubodua findet ihr zum Beispiel auf der Homepage, bei Facebook oder Instagram.
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Bildquellen
- Cathubodua – Live: Cathubodua - Credit: Vanessa “Poulpycture” Housieaux
- Cathubodua – Band: Cathubodua - Credit: Vanessa “Poulpycture” Housieaux


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