THE WINERY DOGS – heißer Tourauftakt und Interessantes zum 4. Bandmitglied!

THE WINERY DOGS

THE WINERY DOGS – Support: INGLORIOUS

Köln ESSIGFABRIK

29.01.2016

Es war Ende Januar und die Karnevalshochburg war schon in vollster Feierlaune, auf den Straßen traf man Prinzengarden in ihren Uniformen. Aber es gibt auch Leute, die setzen andere Prioritäten und so war die Kölner Essigfabrik gut gefüllt und heizte sich auf, als der erste Gig weltweit für die WINERY DOGS im Jahr 2016 anstand.

Erster WINERY DOGS-Gig in 2016

Mike Portnoy - THE WINERY DOGS

Mike Portnoy

Wir hatten uns davon überzeugen können, dass man gut vorbereitet ist…beim Soundcheck wurde konzentriert gearbeitet und entsprechende Absprachen wurden getroffen.

Aber bevor die Herren Portnoy, Kotzen und Sheehan sich ans Werk machten, sollte der Supportact auf der Bühne betätigen. Dabei handelte es sich um die Formation INGLORIOUS. Nie gehört werdet ihr zurecht sagen. Warum? Die britische Hardrock-Truppe ist erst knapp 2 Jahre alt und steht kurz vor dem Release des gleichnamigen Debütalbums. Somit nutzte man die Chance mit den 3 Musikern von THE WINERY DOGS auf Tour zu gehen, um sich direkt einem größeren Publikum zu zeigen.

INGLORIOUS – eine Chance für den Nachwuchs

Da unser Interview vor dem Konzert sich um eine Stunde verschoben hatte, waren wir auch mit unserm Plan in Verzug und verpassten einen Großteil des Gigs der fünf Briten um den charismatischen Frontmann Nathan James. Stilistisch passte man mit seiner Rockmusik prima zum Hauptact und stellte somit den passenden Anheizer dar. Wer mehr zur Band wissen will, sollte immer mal wieder bei metal-heads.de reinschauen. Hier gibt es in Kürze die Review zum INGLORIOUS-Debütalbum.

Nach gut 40 Minuten endete das Set der Herrschaften mit dem talentierten Sologitarristen und dem Sänger mit der rauhen Stimme – Umbaupause.

Die 3 von der Essigfabrik

Gegen 21:30 Uhr war es dann soweit. Die drei Mitglieder des Power-Trios enterten die Bühne und zeigten sich in einer guten Stimmung. Das hatten wir zuvor schon Backstage beim Interview mit Drummer Mike Portnoy hautnah erleben können. Los ging´s mit einer der stärksten Nummern aus den beiden Studioalben: „Oblivion“. Den Track hatten wir euch auch schon hier vorgestellt.

Vorstellung des 4. Bandmitgliedes und der Bedeutung des Albumtitels

Weiter ging´s mit Songs wie „Captain love“, „We are one“ und „Time machine“. Die Nummer „Empire“ kündigte Mike als einen Song vom „nicht mehr ganz so neuen Album“ an (das Release liegt knapp 4 Monate zurück). Dazu stellte er das 4. Bandmitglied vor…seinen linken Fuß, der die Kuhglocke bediente! Wenn auch die erste Scheibe für ein Debüt schon stark war, so merkte man auch live, dass sich eine Weiterentwicklung mit dem Zweitling vollzogen hat. „Hot streak“ heißt ja der aktuelle Longplayer und „hot“ passte auch angesichts der Temperaturen in der Halle, aber eigentlich ist die korrekte Übersetzung des Albumtitels „Glücksträhne“.

Unfassbare Performance: Billy Sheehan am Bass!

Billy Sheehan

Billy Sheehan

Bassist Billy Sheehan (bekannt u.a. durch seine Zeit bei MR. BIG) faszinierte die Zuschauer durch die krasse Beherrschung seines Instrumentes: Tapping, Fingerläufe rauf und runter und vieles mehr. Da blieb einem als Zuschauer ein um´s andere Mal der Mund offen stehen. Die Krönung seines Auftrittes war dann aber definitiv das Bass-Solo, dass der 62-jährige Mann am Tieftöner ablieferte. Hammer! Vielseitig und beeindruckend.

Richie Kotzen ist mit 45 Jahren der Benjamin in der Combo, aber auch er blickt auf eine interessante Musikkarriere und einen entsprechenden Erfahrungsschatz zurück. Neben filigraner Gitarrenarbeit kam seine amtliche Rockstimme zum Einsatz. Eine runde Sache.

Wer kennt einen Musiker, der während eines Jahres in mehreren verschiedenen Bands und Projekten aktiv ist als Mike Portnoy? Der Drummer, der sich hauptsächlich mit seiner langjährigen Arbeit bei den New Yorker Prog-Veteranen von DREAM THEATER einen Namen gemacht hat, spielte seither in unzähligen Formationen unterschiedlicher Stilrichtungen. Von Prog bis Metal und nicht zuletzt auch mehr Richtung Maintream wie THE FLYING COLORS. Was auch immer er macht, macht er mit Herzblut und vollem Einsatz.

Schwarze Sticks und coole Tricks

Mike Portnoy - THE WINERY DOGS

Mike Portnoy

Aber – und das verriet er im Interview – Mr. Portnoy genießt es, jetzt nicht mehr so im Mittelpunkt zu stehen, was die Verantwortung angeht. THE WINERY DOGS sei ein gemeinsames Ding, somit verteilen sich auch die Aufgaben. Die Freude an dieser Band war dem New Yorker, der nächstes Jahr einen runden Geburtstag feiert, anzumerken. Interaktionen mit der Band, immer wieder ein Lächeln auf dem Gesicht und das kraftvolle Drumming…dazu Kunststückchen mit seinen neuen Sticks (diese sind schwarz! Details zu den Besonderheiten erfahrt ihr im Interview auf unserer Seite!) und einmal stand er sogar auf und bespielte sein Drumkit von außen und bezog auch andere Teile der Bühne wie den Boden, das Drumrack und die Rückseite von Billy Sheehan´s Bass mit ein…crazy!

Die Performance der drei Musiker war kurzweilig und abwechslungsreich. Es gab kräftig rockende Nummern und z.B. beim Song „Fire“ auch eher ruhigere Momente. Eine insgesamt gelungene Geschichte.

Nach den beiden Zugaben („Regret“ und „Desire“) endete mit einer Spielzeit von etwa 90 Minuten das Set der WINERY DOGS und entließ zufriedene Fans in die Kölner Nacht…

Gelungener Tourauftakt  -THE WINERY DOGS in Köln

Richie Kotzen - THE WINERY DOGS

Richie Kotzen

Fazit: ein Tourauftakt nach Maß, der ein spielfreudiges und gut eingespieltes Musiker-Trio auf der Bühne der Essigfabrik zeigte. Billy Sheehan überzeugte durch eine enorme Fingerfertigkeit an seinem Instrument, Drummer Mike Portnoy trommelte engagiert und steuerte in erheblichem Umfang Backing Vocals bei und Frontmann Richie Kotzen lieferte mit Gesang, verschiedenen Gitarren und dem Einsatz von Tasteninstrumenten eine vielseitige und emotionale Performance.

 

 

Bildquelle: alle Fotos von THE WINERY DOGS: (c) metal-heads.de / Amir Djawadi

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Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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