AFTER ALL – „Eos“ (VÖ: 14.10.2022)

AFTER ALL – „Eos“ (VÖ: 14.10.2022)

Ja, man glaubt es kaum, aber AFTER ALL haben doch tatsächlich schon gut 30 Jahre auf dem Buckel und in der Zeit satte zehn Alben rausgehauen. Aber man ist noch nicht am Ende seiner Möglichkeiten angekommen. Im Gegenteil! Man hat aufgerüstet. Dank der Gründungsmitglieder an den Gitarren Dries van Damme und Christophe Depree und ihres beständigen Wirkens ist der Fünfer eine feste Größe in der belgischen Metalszene. Jetzt präsentiert man der Fanbase auf dem neuen Album namens „Eos“ (hier gab es schon einen ersten Hinweis auf das anstehende Release) Sänger Mike Slembrouck und Drummer Bert Guillemont. Wie sich das anhört? Das erfahrt ihr hier bei metal-heads.de, indem wir euch die erste Single mit dem offiziellen Video vorstellen. Film ab!

Nach einem etwas bedächtigen Beginn gibt es voll auf die 12, oder was meint ihr? Flotte Drumwirbel, „sägende“ E-Gitarren und heavy Riffs. Da gibt es für den Hörer nur wenig Verschnaufpausen. Schon der Opener (nach einem eher zurückhaltenden Intro) gibt die Richtung vor. Das Gaspedal wird gerne durchgetreten… Was bekommen wir sonst noch auf dem aktuellen Studiowerk des belgischen Fünfers geboten? Auch „Deceptor“ hält das Tempo aufrecht. Mit voller Stimme geht der Sänger nach vorne. Und doch gibt es eher gemäßigtere Passagen, was die Geschwindigkeit angeht. Überwiegend ist aber High Speed angesagt! Gerade der Gesang liefert dabei aber eine melodische Note.

AFTER ALL – „Eos“ (VÖ: 14.10.2022)

Der nächste Track bietet wenig Überraschungen. Hohes Tempo, ordentlich Heavyness…Gitarrenriffs und Power von Seiten des Schlagzeugs. Leider eher Durchschnitt. Das geht schon besser.

Für einen weiteren Song können wir euch heute die Musik für eure Ohren liefern. Es handelt sich dabei um das Lyric Video zu „Elegy for the lost“. Treibende Drums und auch die Saitenfront agiert kraftvoll wie auch melodisch und so bekommen wir dank der starken Gesangsarbeit des Frontmanns einen ordentlichen Song. Nichts Spektakuläres, aber soliden Metal im Bereich Speed bis Thrash Metal.

Mit „Waiting for the rain“ beweisen AFTER ALL, dass sie auch besinnlichere Töne anschlagen können. Und das gelingt wirklich gut. Aber bevor ihr befürchtet, es mit einer waschechten Ballade oder so etwas zu tun zu haben, wendet sich das Blatt nach 2 Minuten. Es wird zwar nicht so heavy wie sonst, aber dennoch legt man einen Zahn zu. Ein starker Song. Dann kommt die Dampfwalze zurück. Metal in Hochgeschwindigkeit. Die Drums sorgen für Tempowechsel, aber die Tendenz ist meistens eindeutig: schnell. In der zweiten Hälfte gibt es dann auch mal zurückhaltendere Momente mit melodischen Gitarren, bei denen sich das Schlagzeug zurücknimmt. Bei „Grand illusion“ bestimmen die Gitarrenriffs die ersten Eindrücke, darüber melodische Linien und basale Drumbeats. Einfach und wirksam!

Wir nähern uns dem Ende…

Flitzefinger auf dem Gitarrengriffbrett und dazu treibende Drums. So geleitet man uns durch den neunten Track des aktuellen Albums. Zwischendurch wird es spürbar langsamer, dabei düsterer mit noch mehr Härte. „Shadows of the mind“ ist wieder eher amtlicher Durchschnitt. Das lockt Niemanden hinter dem Ofen hervor. Und zum guten Schluss bringt man mit einer knapp 6-minütigen Nummer eine eher nachdenkliche Stimmung hinein. Sehr gemäßigtes Tempo und auch gesanglich wird es eher emotional. Melodische E-Gitarren dürfen dennoch nicht fehlen. AFTER ALL können es also auch mal etwas ruhiger angehen lassen.

AFTER ALL Albumcover Eos

Das Fazit zum neuen AFTER ALL-Album bei metal-heads.de

Welches Fazit können wir also ziehen, zum 10. Studiorelease der belgischen Formation AFTER ALL? Den Mix und das Mastering hat einmal mehr – wie schon traditionell in den vergangenen Jahren – Dan Swanö übernommen. Insgesamt haben 11 Tracks den Weg auf diesen Silberling gefunden. Wir bekommen eine Mischung aus Speed und Thrash Metal. Viel Tempo, genügend Härte und dennoch eine ausreichende Menge an Melodie. Die Drums sorgen für mächtig Power von hinten heraus. Die heavy Gitarrenriffs im Zusammenspiel mit melodischen Arrangements und dazu der ansprechende Gesang des neuen Frontmanns. Insgesamt ist die neue Scheibe gelungen, aber manchmal rutscht man in durchschnittliche Regionen ab. Naja, man kann nicht immer ein Top-Niveau aufrechterhalten.

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Bildquellen

  • AFTER ALL Albumcover Eos: Metalville Records
  • AFTER ALL Albumcover Eos – Titelbild: Amazon

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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